Durch Misiones nach Posadas

12.-14.04.2018

Wie auf einer Berg- und Talbahn rollt unser Camper rauf und runter durch die Provinz Misiones.

Die  abgeholzten Regenwälder wurden durch schnell wachsende Föhrenwälder ersetzt. Ab und zu gibt es noch vereinzelte Streifen der geschützten Araukarien-Bäume.

 

Die Guarani-Ureinwohner verkaufen am Strassenrand Bromelien und Orchideen und ab und zu passieren wir eine der zahlreichen argentinischen Polizeikontrollen.

Minera Wanda

 

Etwas ausserhalb des Dorfes Wanda besuchen wir eine Halbedelstein-Mine. 

Schon vor dem Eingang können wir die grossen Ametist- Quarz- und Topas-Drusen im Basalt-Gestein bewundern. Sie entstanden vor ca. 150 Mio Jahren.

In der Mine stecken noch etliche, die mit kleinen Sprengungen oder in mühsamer Handarbeit aus dem Basaltgestein herausgehämmert werden könnten. 

Montecarlo - Mate Produktion

 

Mate-Trinker trifft man hier überall und den ganzen Tag. Zeit für uns eine Mate Yerba Produktion in Montecarlo zu besuchen.

 

Die Äste werden alle zwei Jahre vom Strauch geschnitten und getrocknet und für zwei Jahre gelagert. Anschliessend werden zuerst die Zweige von den Blättern getrennt und separat weiter behandelt. Die Blätter werden fein, mittel oder grob gemahlen und zum Schluss mit den gehäckselten Stielen gemischt. Es gibt auch Mischungen mit Zusätzen von Orangen, Limonen, Äpfel etc.

Pro Tag werden in dieser Kooperative 40 Tonnen Mate Yerba Blätter verarbeitet. 

Ruine Jesuiten-Mission Santa Ana UNESCO

 

Santa Ana ist nicht die grösste Ruine in der Gegend, sie ist nicht restauriert, sie liegt etwas abseits des Touristenstroms und wird deshalb seltener besucht. Dafür sind wir auch fast alleine hier und geniessen die Stille und Abgeschiedenheit dieses Ortes. 

Die Ruine wird vom Urwald umringt. Die Bäume lehnen sich an die Mauern und sprengen sie da und dort mit ihren Wurzeln.

 

Zwischen 1660 und 1817 lebten und arbeiteten in dieser Siedlung 4-5 spanische Jesuiten und 4000 Guaraní zusammen. Diese Missionierungsart bot den Guaranis unter anderem auch Schutz vor den zahlreichen portugiesischen Sklavenjägern.
Nachdem die spanischen Jesuiten 1817 von den Paraguayos und den Portugiesen vertrieben wurden, verfiel die Siedlung schnell und wurde dem Urwald überlassen.

Einzig der angrenzende Friedhof wurde noch bis ins letzte Jahrhundert weiter benutzt.

In der Grenzstadt Posadas verlassen wir Argentinien - vermutlich für immer. Mit der Überquerung des Grenzflusses Paraná erreichen wir Encarnación in Parguay.