Aguas Dulces - Nueva Helvecia

01.11.2016

Heute Dienstag ist Regen angesagt. Ausgerechnet jetzt, wo wir uns gerne in der Sierra de Carapé aufs Bike schwingen möchten. Tja, da hilft nichts, Petrus lässt sich nicht umstimmen! Kurze Planänderung – wir

fahren von Aguas Dulces nach Rocha und geniessen ein feines Mittagessen. Wir probieren die uruguaynische Form eines Hamburger – Chivito, mit Rinds- anstelle von Hackplätzli, Ei und Schinken. Viiiel besser! :o)) Zum Dessert gibt‘s ‚Isla flauta‘ – Merengue-Masse mit Caramelschaum und eingelegten Rosinen. Diese süssen Kalorien reichen für den Rest des Lebens!!

Trotz schlechtem Wetter zieht es uns nach Villa Serrana, ein kleines Dorf mit seinen in die Hänge gesprenkelten Häusern. Aber der Weg dorthin ist kein Zucker schlecken. Eine sehr hügelige Naturstrasse mit unzähligen tiefen Löchern und Gräben führt uns über die Cordilleren. Es regnet ohne Unterbruch. Bei einem Wendemanöver in Villa Serena passiert es dann – wir bleiben stecken! Mike würde jetzt sagen: „Scheisste!“ Alles Buddeln und Unterlegen nützt nichts, wir kommen da nicht alleine raus. Schon eilt uns eine Frau mit Gummimatten zu Hilfe – hilft leider auch nicht. So holt sie Hilfe beim Nachbarn, der uns mit seinem Pickup aus der misslichen Lage befreit. Für heute reicht es, wir bleiben wo wir sind!

 

02.11.2016

Das Wetter ist immer noch trüb und nass. Auf weiteren Schlammstrassen machen wir uns auf den Weg zum Parque de Penitente mit einem 20m hoher Wasserfall. Jetzt sind wir froh, dass es regnet - so hat es wenigstens genug Wasser um uns Schweizer ein wenig zu imponieren! ;o)

In Minas verkriechen wir uns in ein Restaurant und widmen uns in den nächsten Stunden dem Lebensmittel-Einkauf, dem Blog, den Mails und, und, und. Wir stellen fest, dass wir viel mehr Zeit für solche Dinge benötigen als gedacht.

Der Camping etwas nördlich von Minas soll für die nächsten zwei Nächte unser Zuhause sein, doch obwohl am Eingang steht – Abierto todo el año – ist er zu. :o(( Der Wächter lässt uns aber vor dem Tor parkieren.

 

03.11.2016

Heute lacht die Sonne – juhui! Unsere Wanderung auf den Cerro Arequita – 320 m hoher ‚Berg‘ vulkanischen Ursprungs - mit seinen Ombú-Bäumen – Elefantenbäume - kann stattfinden. Wir quetschen uns zwischen Zäunen durch, überqueren Wiesen mit grasenden Kühen und Pferden. Vögel fliehen kreischend auf, weil wir ihren Nestern zu nahe kommen. Jetzt geht es den Cerro hoch und plötzlich stehen wir vor diesen imposanten Bäumen mit ihren Wurzeln, die an Elefantenrüssel oder –Beine erinnern. Oben auf dem Felsen angelangt haben wir eine wunderbare Sicht auf das Gebiet der Lavalleja.

 

04.11.2016

Juanicó, ein kleiner Ort in der Nähe von Canalones ist bekannt für seine hervorragenden Weine. In der Bodega Familia Deicas lassen wir uns nach der Führung durch das Weingut drei exzellente Weine zur Probe kredenzen. Sie schmecken uns so gut, dass wir uns entschliessen, wieder einen Weinkeller anzulegen! ;o))

 

05.11.2016

Welche Überraschung! In Nueva Helvecia, in Rolf Räbers Oase – sein Vater stammt aus Küssnacht am Rigi -– finden wir einen idyllischen Platz zum Verweilen. Sein Granja Hotel Suizo mit  25 Hektaren Land, einem einladenden Swimmingpool in gepflegter Umgebung, sind schon sehr schweizerisch – obwohl Rolf in Uruguay geboren ist. Vom nahe gelegenen Schützenhaus hören wir sogar die 300m- und 50m-Schützen (es ist Samstag!).