PARAGUAY

Von Brasilien kommend gehen wir für kurze Zeit nach Paraguay

Paraguay 2018

Download
Hier haben wir auf dieser Reise übernachtet
Übernachtungen Paraguay18.pdf
Adobe Acrobat Dokument 416.4 KB

Ciudad del Este

Ciudad del Este

04.-06.04.2018

Da es von Foz do Iguaçú nach Paraguay nur ein Katzensprung ist, entschliessen wir uns nach Ciudad del Este zu fahren.

Doch die Überfahrt über den Rio Paraná gestaltet sich etwas schwierig, da noch viele andere Autofahrer die gleiche Idee haben. So kommen wir nur im Schritttempo vorwärts.

 

In der zollfreien Zone kaufen wir uns neue Arbeitsgeräte – sprich Kameras, Handy und quartieren uns gegen Abend auf dem einzigen Campingplatz der Gegend ein.

Zu unserem Erstaunen versinkt das angrenzende Dorf bei Sonnenuntergang im Rauch der vielen Abfall-Feuer und lässt die Gegend nach verbranntem Plastik riechen :o((

Salto del Monday

 

Auch Paraguay kann mit einem Wasserfall aufwarten – allerdings nur die kleine Version des grossen Bruders auf der anderen Seite der Grenze – aber auch eindrücklich.

Heute Samstag verlassen wir Paraguay wieder und nehmen die Fähre über den Rio Paraná nach Argentinien.

Dabei durchqueren wir das Drei-Länder-Eck Paraguay-Brasilien-Argentinien.

Nach einigen Tagen in Argentinien geht's nun wieder in Paraguay weiter

Encarnación – Hohenau – Trinidad

16.-18.04.2018

Manchmal ändern sich unsere Pläne in sehr kurzer Zeit !! 

 

Nachdem wir zwei ruhige Tage im Garten des Hotels Maitei in Encarnación verbracht haben, entschliessen wir uns weiter nach Westen zu fahren.

Doch die Besitzerin Lutgard lädt uns spontan zu sich nach Hohenau ein. Hohenau wurde 1916 von Deutschen gegründet. Der Ort selber sieht nicht sehr Deutsch aus, aber die meisten Einwohner sprechen die Sprache noch.

 

Also ab geht’s nach Osten!!

 

Lutgard mit deutsch-belgischen und Ricardo mit deutschen Vorfahren wohnen auf ihrem gepflegten, sechs Hektar grossen Anwesen mit Pferden, Hunden, Katzen, Hühnern und Gänsen. Der Garten ist mit Lutgards Keramik- und Glaskunstwerken bestückt.

Liebe Lutgard, lieber Ricardo

 

Eure spontane und grosszügige Gastfreundschaft hat uns sehr beeindruckt. Wir haben die Tage in eurem Paradies sehr genossen. 

Herzlichen Dank für alles!

Jesuiten-Missionen in Jesus und Trinidad

 

Vom 17. bis ins 19.Jahrhundert gab es in Paraguay und angrenzenden Argentinien insgesamt 30 Jesuiten-Missionen.

Die Guaraní-Indianer errichteten unter der Anleitung spanischer Jesuiten diese Wehrstädte, wo für damalige Verhältnisse eine neue Art des Zusammenlebens und Schaffens erfolgreiche praktiziert wurde (alles wird geteilt, alles gehört jedem, ähnlich Kibuz).

 

Die Mission in Jesus war die letzte, die gegründet wurde. Die Zerschlagung dieser spanisch-unterstützten Einrichtungen durch die Portugiesen und paraguayischen Landbesitzer verhinderte die Vollendung der Kirche.

 

Eine der grössten Missionen war Trinidad - eine riesige Anlage, die damals inmitten undurchdringlichen Urwalds aus Wehrtürmen, Schutzmauern, Kathedrale und festen Unterkünften für ca. 4000 Personen bestand. In jeder Mission lebte pro 1000 Einwohner ein Jesuitenpater. 

Ayolas – San Cosme

19.-20.04.2018

Heute Donnerstag fahren wir nach Ayolas.

Unterwegs immer wieder rauchgeschwängerte Luft. Da es auf dem Land keine organisierte Entsorgung gibt, verbrennen die Menschen ihren Abfall und ihr Grünzeug.

 

Am Paraná in Ayolas schauen wir den Kolibris zu und geniessen den tollen Sonnenuntergang.

Hier im Süden von Paraguay - in Ayola - liegt eines der grössten Wasserkraftwerke der Welt - Hydroeléctrica Yacyretá.

Da hier der Paraná auf einer ebenen Fläche dahin floss, musste eine 65 km lange Staumauer gebaut werden. Dementsprechend wurde eine riesige Landfläche überflutet und viele Guaraní-Indianer verloren ihre Heimat. Auch für die Flora und Fauna war dieser Stausee ein massiver Eingriff. 

1632 wurde von den Jesuiten in San Cosme das erste Observatorium in Südamerika gebaut. Die Sonnenuhr aus Sandstein ist eines der wenigen originalen Überbleibsel aus dieser Zeit. Die Führung durch Observatorium und Planetarium ist ein Höhepunkt dieses Tages.

 

Die abgebrannte Mission wurde mit deutscher Finanzhilfe wieder aufgebaut.

Asunción

24.04-03.05 und 10.-16.05.2018

Die Hauptstadt von Paraguay unterscheidet sich in vielen Dingen von anderen Hauptstädten in Südamerika.

Es gibt keine grossen Alleen im historischen Zentrum - am Hauptplatz läuft man beinahe vorbei - die Kathedrale ist irgendwo in einer Seitenstrasse und geschlossen - zwischen Kathedrale und Parlamentsgebäude zwängt sich die Obdachlosen-Siedlung – und es gibt kaum Sehenswürdigkeiten. 

Trotzdem finden wir ein paar sehenswerte Ecken ;o)

Durch Zufall finden wir heraus, dass das Parlamentsgebäude von Paraguay besichtigt werden kann.

Ganz locker werden wir begrüsst und es liegt etwas Stolz in der Luft, dass sich doch noch ein paar ‚Touris‘ für das Parlament von Paraguay interessieren.

So bekommen wir eine private Führung durch das - mit finanzieller Hilfe von Taiwan - erstellte Gebäude. Selbst zu Orten, die im Moment offiziell nicht besichtigt werden können, haben wir Zugang.

Frühsport auf den 136 Meter hohen ehemaligen Vulkan Cerro Lambaré, die höchste Erhebung in Asunción.

Das Denkmal "Cacique Lambaré" steht für einen Guaraní-Anführer aus der Zeit der spanischen Eroberung. Der Berg war für die Ureinwohner ein Heiligtum.

Ypacarai - Seeumrundung

30.04.-02.05.2018

Da wir noch ein paar Tage auf unseren Ausflug in den Pantanál von Paraguay warten müssen, entschliessen wir uns - den grössten Binnensee Paraguays - den Ypacarai zu umrunden.

Kurz vor Tobatí zieht eine ausgewaschene Felsformation unsere Aufmerksamkeit auf sich. Neben vielen Pflanzen nutzen auch Wespen die Vorteile dieser Felswand.

 

In Tobatí selber schauen wir uns eine Ziegel- und Backstein-Brennerei an, bevor wir auf holprigen Strassen zum Camping 'Hasta la Pasta' fahren - der Heimat-Camping aller Schweizer und Deutschen in Paraguay ;o))

Pantanal – Bio Reservat ‚Los Tres Gigantes‘

03.-09.05.2018

1000 km nördlich von Asunción liegt das Bio Reservat ‚Los Tres Gigantes‘ am Río Negro, welcher die Grenze zwischen Paraguay und Bolivien bildet.

Lutgard aus Hohenau hat von diesem Ausflug dorthin sooo geschwärmt, dass wir uns entschliessen, diese Abenteuer-Reise auch zu machen. Sie hat uns aber auch vorgewarnt, dass die Anreise zwar interessant aber ohne jeglichen Komfort ist.

 

Flug Asunción – Fuerte Olimpo

 

Der Flug in diese abgeschiedene Grenz-Region wird nur von der Luftwaffe SETAM durchgeführt.

Zwei Tage vor unserem geplanten Abflug fahren wir auf den Luftwaffenstützpunkt von Asunción, um uns zu erkunden, ob wir den Camper während unserer Abwesenheit hier stehen lassen dürfen. Wir müssen drei Wachposten passieren um in den Stützpunkt zu gelangen.

 

Hauptmann Hermosilla erklärt uns, dass sich unser Flug um einen Tag verschiebt und hilft uns die Schiffs-Reservation umzubuchen. Von höchster Stelle holt er auch die Erlaubnis ein, die Nacht vor dem Flug im Camper auf dem Stützpunkt zu verbringen und das Fahrzeug während unserer Abwesenheit hier zu parkieren.

 

So trudeln wir am Vorabend unserer Abreise wieder hier ein und schlummern - wohlbehütet zwischen zwei Wachposten – unserem Abenteuer entgegen.

Morgens um 05.30 Uhr müssen wir am ‚Check-in‘ sein.

Zum Glück brauchen wir nur die Strasse zu überqueren und schon sind wir da. Nicht nur das Gepäck wird gewogen, auch wir müssen auf die Waage.

 

Wie Sardinen in der Dose sitzen wir eng geschichtet zwischen Taschen und Frachtgut. Der Pilot lässt die Motoren mit angezogener Handbremse auf Hochtouren hochfahren. Es dröhnt und schüttelt, als würde man auf einer Power-Plate sitzen ;o))

Ein Ruck - los geht's - das Propeller-Flugzeug hebt schon nach sehr kurzer Strecke von der Piste ab.

 

Wir haben direkten Blick ins Cockpit, wo Pilot, Copilot und Bordtechniker auf engstem Raum zusammen arbeiten und Terere trinken ;o))

 

Kurz nach dem Verlassen von Asunción tauchen die weiten grünen Flächen des Chaco und später des paraguayischen Pantanal unter uns auf. Der Río Paraguay - Grenzfluss zwischen Paraguay und Brasilien - schlängelt sich in einem breiten blauen Band in den Süden.

Aber auch die riesigen abgeholzten Urwaldflächen, wo nun Rinderzucht betreiben und Soja für Europa angebaut werden, sind von hier oben gut sichtbar.

 

In Concepción wird aufgetankt. In Vallemi gibt es einen weiteren Zwischenhalt, bevor wir in Fuerte Olimpo das Flugzeug total durchmassiert wieder verlassen. 

Schiffsreise Fuerte Olimpo – Bahía Negra

 

Kaum sind wir an Bord, legt die Aquidaban ab - sie hat nur noch auf uns warten müssen.

In Europa würde man dieses Schiff als Seelenverkäufer bezeichnen, hier aber ist sie die einzige Möglichkeit – einmal in der Woche - auf dem Río Paraguay nach Norden in den paraguayischen Pantanal zu schippern.

 

Gleichzeitig ist das Schiff auch ein fahrender Lebensmittel-Markt und transportiert alles Mögliche für die Bevölkerung in den hohen Norden Paraguays - Lebensmittel, Getränke, Spielsachen, Wassertanks, Satellitenschüsseln, Motorräder, Matratzen, TV, Kleider, Gasflaschen, Pneus…..

 

Im unteren Stockwerk des Schiffes haben sich die mitfahrenden Händler eingerichtet. Kaum legt das Schiff irgendwo an, strömen - wie aus dem Nichts - die Bewohner des Pantanal zum Schiff um ihren Wocheneinkauf zu tätigen – auch wenn es auf Mitternacht zu geht!!

 

Im oberen Stock sitzen oder liegen die Passagiere auf Hängematten und Sitzbänken – ein Durchkommen ist schwierig ;o)

Hier gibt es auch acht Camarotes/Kabinen mit je vier Liegemöglichkeiten. Wir sind froh, einen Schlafsack dabei zu haben, denn das Schiff und die Kabinen selbst wurden schon länger nicht mehr gereinigt!!

 

Ruhig gleitet das Schiff über den Río Paraguay dem Sonnenuntergang entgegen. Beim Koch bestellen wir zum Abendessen den obligaten Teller Reis mit Rindfleisch und kaufen unten im Markt ein paar Früchte.

 

Nachts um 3 Uhr kommen wir in Bahía Negra an. Das Schiff leert sich langsam – wir aber dösen noch bis zum Sonnenaufgang weiter.

Bio Reservat Los Tres Gigantes

 

Nery - der Chef von Los Tres Gigantes - steht morgens um 7 Uhr mit seinem Boot für uns bereit. Doch zuerst heisst es Lebensmittel einkaufen, denn im Reservat müssen sich die Gäste selber versorgen.

 

Die 50-minütige Bootsfahrt auf dem kleineren Río Negro - Grenzfluss zwischen Paraguay und Bolivien - bringt uns in eine andere Welt.

 

Im Gästehaus bekommen wir das schönste Zimmer mit grossem Bett – wir sind die einzigen Gäste - oder doch nur fast, denn im Badezimmer quaken uns zwei Frösche entgegen ;o))

 

Eine grosse Terrasse – eingekleidet  mit Moskitonetzen - lädt zum Verweilen und Beobachten der Tiere ein. 

Mit den Park-Rangers machen wir uns früh morgens auf, um Tiere zu beobachten und um die Vögel einmal in der Woche zu inventarisieren. Die beiden erkennen jedes Federvieh und jeden Vierbeiner bereits am Gepiepse, Gekrächze oder Gebrüll.

Auf einer Strecke von ca. 4 km Urwald identifizieren diese Spezialisten in kurzer Zeit mehr als 40 Vogelarten.

Einige Reservat-Bewohner zeigen sich aber nur am Abend oder in der Nacht.

Es braut sich ein Gewitter zusammen und heftiger Regen prasselt auf unser Dach.

Wir geniessen diese Abkühlung, denn hier schwankt die Tages-Temperatur zwischen 33 und 36 Grad mit einer hohen Luftfeuchtigkeit.

Auf unseren Wunsch – einmal das Fischen auszuprobieren – fahren Nery und Gustavo mit uns raus auf den Río Negro.

Am liebsten hätten wir einen Piranha gefangen, dann wäre unser Abendessen gerettet gewesen. Aber Nery warnt uns schon vor, dass es bei diesem Hochwasser eher schwierig ist, einen Fisch zu fangen.

Also - alle vier - Fleisch an den Hacken und raus mit der Leine!

Jetzt ist Geduld angesagt. Nach längerem Warten zwickt es an Nerys Leine – doch es ist leider nur ein kleiner Fisch, den wir wieder frei lassen. Aber Zähne hat er fast wie eine Piranha ;o))

 

Dafür entdecken wir Wasserschnecken – die können wir zwar nicht essen – aber der Schneckenfresser/Caracolero kann nicht genug davon kriegen.

Eigentlich dachten wir, dass ausser Nery und sein Team sonst niemand hier in dieser Wildnis lebt – aber falsch gedacht. Heute gehen wir auf Besuch zu den Nachbarn :o))

 

Die beiden Señores leben und arbeiten hier. Sie besitzen einen grossen Garten mit allem was man so zum Leben braucht.

Viel Zeit verbringen wir auch mit dem Beobachten der Natur.

So stellen wir fest, dass immer wieder grössere und kleinere Gras- und Wasserpflanzen-Inseln den Río Negro runter schwimmen. Manchmal versperren sie die Flussdurchfahrt fast ganz, bis etwas Wind sie wieder weiter treibt.

Auch von den Sonnenuntergängen können wir – speziell ich, Röbä reicht einer – nicht genug bekommen ;o))

Nach fünf Tagen heisst es wieder Abschied nehmen. 

Nery fährt uns mit dem Boot zurück nach Bahía Negra und bringt uns zum Flugplatz. In einer kleinen Hütte erledigen wir unsere Papiere und und warten anschliessend  3 1/2 Std im Schatten eines Baumes auf den Abflug. 

Ich wundere mich, denn auf dem Flugfeld tummeln sich immer noch Pferde.

Nach zwei Stunden taucht ein Auto der Gemeinde auf. Auf der Ladefläche sitzen Männer, die jetzt die Pferde von der Landepiste treiben. Anschliessend reinigen sie die Bahn von Pferdeäpfeln und warten - Terere trinkend - auf das Flugzeug. 

 

Wir sind die einzigen Passagiere, die zusteigen. Bald rattern wir über die holprige Piste und heben Richtung Asunción ab.

Nachtrag:

Im September 2018 hat uns der damalige Pilot, Major PAM Hugo Paredes, diesen kurzen Werbe-Video von SETAM zugesandt. Wir sind natürlich stolz, darin eine Statisten-Rolle übernehmen zu dürfen - muchas gracias Hugo.

Sapucai - Eisenbahnmuseum

17.05.2018

Wieder zurück in Asunción entschliessen wir uns noch zu einer kleinen Rundreise, bevor wir in die Schweiz fliegen.

Wir besuchen in Sapucai eine ehemalige Eisenbahn-Reparaturwerkstatt. Die Einzige dieser Art in Paraguay beschäftigte 700 Menschen und war zwischen 1894 und 1994 in Betrieb. Heute ist die Werkstatt ein Museum, da in Paraguay keine Eisenbahnen mehr verkehren.

 

Die Drehbänke, Fräs- und Bohrmaschinen, Blechscheren, Abkant-Pressen, Schmiedehämmer, etc. werden über Transmissions-Riemen von einer zentralen Dampfmaschine angetrieben. Diese rostigen Zeitzeugen britischer Maschinen-Industrie funktionieren alle noch, doch der Zahn der Zeit nagt unerbittlich.

Wir übernachten auf dem Parkplatz des Museums und zum Frühstück gesellt sich David Martinez zu uns um sein Englisch und Deutsch wieder etwas aufzufrischen.

Es beginnt zu regnen und die Temperaturen fallen auf 16° Celsius - brrrr!

So macht das Weiterfahren keinen Spass und wir campieren bei David und seiner Familie bis zum nächsten Morgen.

Caacupé - Wallfahrtsort

19.05.2018

Die Basilika San Francisco ist die größte Kirche Paraguays und befindet sich in Caacupé. 

 

Die Errichtung der Basilika geht auf eine religiöse Legende zurück.

Angeblich war einst ein Bildhauer aus dem Stamm der Guarani-Indianer, der durch die Jesuiten zum Christentum bekehrt wurde, auf der Flucht vor seinen heidnischen Verfolgern. Nach einem intensiven Stossgebet erschien ihm die Jungfrau Maria und hiess ihn, sich in einem Bursch hinter einem Baum zu verstecken.

Er tat wie ihm geheissen und betete inbrünstig um nicht entdeckt zu werden. Sein Flehen wurde erhöht, die Verfolger zogen an ihm vorbei. Um seinen Dank auszudrücken schnitzte er aus dem Baum eine Marienstatue.

 

Inzwischen ist am Ort dieses Versteckens die Stadt Caacupé - in Guarani 'hinter dem Strauch' -  entstanden. Für die hölzerne Marienstatue wurde die Basilika erbaut, die inzwischen zu einem bedeutenden Wallfahrtsort geworden ist.

Hier dazwischen verbringen wir einen Heimaturlaub in der Schweiz (25. Mai - 6. Juli)

Altos

07.07.2018

Zurück von unserem zweiten Heimaturlaub landen wir in der Dunkelheit um 05.30 morgens in Asunción. Von den herrlichen 30 Grad in der Schweiz können wir hier nur träumen. Der kalte Winter bläst uns mit 9 Grad erbarmungslos entgegen. Dazu mischt sich noch Regen – ein schöner Empfang :o((

 

Doch unser Herz erwärmt sich beim Anblick unseres Heims, das auf dem Camping ‚Hasta La Pasta‘ in Altos geduldig wartet.

 

Nach zwei Tagen ist alles wieder verstaut,  eingerichtet und wir machen uns auf den Weg Richtung Brasilien.

Asunción – Pedro Juan Caballero – Grenze Brasilien

10.-13.07.2018

Die landschaftlich abwechslungsreichen 450 km von Asunción nach Pedro Juan Caballero an der brasilianischen Grenze sind mit unzähligen Polizeikontrollen gespickt. Auf dieser Route werden die Drogen von Brasilien nach Paraguay geschmuggelt.

Viermal werden wir kontrolliert und einmal müssen wir sogar den Gelbfieber-Impfausweis vorweisen. 

Im Nationalpark Cerro Corá legen wir einen weiteren Übernachtungshalt ein. 

Diese Gegend war 1870 Schauplatz des Tripel-Allianz-Krieges zwischen Paraguay und den gegnerischen Staaten Argentinien, Brasilien und Uruguay.
Der Krieg endete mit der völligen Niederlage Paraguays. Der Kriegstreiber Paraguay verlor 50% seines Territoriums und 56% der Bevölkerung. 80% aller wehrfähigen Männer kamen bei den Kämpfen ums Leben. Trotzdem wird Diktator Francisco Solano López und seine Generäle bis heute als Nationalheld gefeiert.

Fazit Paraguay

Paraguay liegt zwischen Argentinien, Brasilien und Bolivien, ist ca. 10mal grösser als die Schweiz und hat 6.5 Millionen Einwohner.

In der abwechslungsreichen Landschaft findet man weite Sumpflandschaften wie den Pantanal, subtropische Wälder und der Grosse Chaco, eine Wildnis aus Savanne und Buschland mit einer Temperatur bis zu 49° Celsius.

Obwohl am Anfang etwas skeptisch, sind wir sehr positiv überrascht von diesem schönen Land und den wunderbaren Menschen. Leider wird Paraguay von den Südamerika-Reisenden sehr oft links liegen gelassen.

Wir haben uns in den 48 Tagen Paraguay jede Minute sicher gefühlt und die Reise durch das Land genossen.

 

Wir haben festgestellt, dass….

 

….die Menschen sehr hilfsbereit und interessiert sind. 

….die Paraguayos extreme Terere-Trinker sind (Dies und Das).

….man im ganzen Land guten Schweizer Käse bekommt (Tilsiter, Emmentaler, Gruyere, Vacherin, Appenzeller).

….sie Pizzas machen wie bei Mamma in Italien, mmhh! ;o))

….viele Schweizer und Deutsche Auswanderer hier leben. Ihr Einfluss ist vielerorts spürbar.

….der Geldbezug bei jeder Bank problemlos möglich ist.

….bezahlen mit Kreditkarte auf dem Land selten möglich ist.

....WIFI- und Telefon-Verbindung im ganzen Land eher schlecht sind. 

….sie den Abfall vielerorts verbrennen müssen, da es keine geregelte Kehrichtabfuhr gibt.

....sie den Automotor nur sehr ungern abstellen.

Weiter geht's in Brasilien