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Peru 2018

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.... von Bolivien/Copacabana kommend ....

Titicacasee

11.-13.12.2018

Um die schwimmenden Schilfinseln – Islas de Uros – zu besuchen, müssen wir nach Peru einreisen.

Nach den sehr unfreundlichen bolivianischen Grenz-Beamten freuen wir uns über die freundliche Begrüssung in Peru umso mehr.

 

Immer entlang des Titicacasees führt uns die Strasse nach Puno. Kaum angekommen, laufen uns schon die ersten Cuy/Meerschweinchen über den Weg.

Von Puno aus lassen wir uns von Nanci und ihrer Tochter Dorita mit einem kleinen Boot auf ihre private Uros-Schilfinsel fahren.

Durch einen engen Wasserweg gleiten wir -  am hohen Totora-Schilf vorbei - hinaus in den See. Dieses Schilf benutzen die Uru zum Bau ihrer Inseln, für die Hütten, für Kunsthandwerk und zum Essen. Zwischen den grossen Touristen-Schilfbooten hindurch - die Uru nennen sie Merzedes-Benz – und zahlreichen kleineren und grösseren Inseln, kommen wir auf Wiñay Uta an. 

Die Insel besteht aus vielen Schilf-Schichten und ist weich und elastisch.

Dorita zeigt uns ihre kleine Insel und erklärt, wie eine solche gebaut wird. Dass man sich mit einer Säge auch wieder vom unliebsamen Nachbarn freisägen kann, finden wir äusserst amüsant ;o)) 

Zum Schluss unseres Ausflugs besuchen wir die Schule der Uros-Inseln.

Die Kinder haben gerade Pause und sind am Herumtollen und Schwimmen. Die Mädchen spielen mit wenigen Puppen und Spielsachen im Klassenzimmer. Sie haben nicht viel - aber sie sind glücklich!

Meinen 62. Geburtstag feiern wir in Puno.

Nach einem Spaziergang durch die Stadt stärken wir uns mit einem Cuy/Meerschweinchen-Nachtessen und geniessen einen peruanischen Folklore-Abend.

Fahrt nach Desaguadero – Grenze Bolivien

14.-15.12.2018

Die Ferien von Ramon gehen langsam zu Ende und wir machen uns auf den Rückweg nach Bolivien.

 

Kurz nach Puno steht der Inka Uyu Tempel/Fruchtbarkeitstempel. Der staubige Boden ist mit 87 grossen steinernen Phalli übersät, auf die sich die jungen Frauen setzen, um die Fruchtbarkeit zu erhöhen.

 

 

Im kleinen Dorf Pomata steht der grosse Templo de Santiago de Apóstolo. Diese 1700 erbaute Kirche ist für ihre Fenster aus Alabaster und die aufwendigen Steinmetzarbeiten bekannt.

Die Reise geht in Bolivien weiter .....

.....

von wo wir auch wieder einreisen

Fahrt durch die 'Schöne Wüste' nach Arequipa

21.-23.12.2018 

Wieder sind wir in Peru.

Peru ist Fruchtfliegen-frei und deshalb dürfen keine Früchte und - je nach Laune der Zollbeamten - auch kein Gemüse über die Grenze genommen werden. Die Grenzabfertigung läuft zügig und ausser einem vergessenen 'Rüebli‘ kann der Zollbeamte nichts beschlagnahmen ;o)

 

Auf der Fahrt ins Landesinnere kommen uns schwer beladene Busse entgegen. Es scheint, dass viele Bolivianer mit Weihnachts-Geschenken zurück in ihre Heimat reisen.

 

Ein Gewitter zieht auf und wir suchen uns schnell ein Plätzchen für die Nacht.

07.30 Uhr – Wir werden von einem Klopfen geweckt. Draussen steht ein lokaler Polizist und möchte kontrollieren, ob alles in Ordnung ist – so sagt er zumindest :o/

Nach langem hin und her stellt sich aber heraus, dass er seine Kontrolle bezahlt haben möchte. Wir geben ihm etwas Kleingeld und suchen anschliessend das Weite.

 

Auf der Weiterfahrt fallen uns bei jedem kleineren und grösseren Gebäude die neu erstellten WC-Häuschen auf. Wir vermuten, dass es sich um ein staatlich unterstütztes Klär-Projekt handelt, denn die Kläranlagen sind auch nicht allzu weit weg.

Langsam ändert sich die Landschaft, die Vegetation wird immer karger. Wir durchfahren die nördlichsten Ausläufer der Atacama-Wüste, eine der trockensten Wüsten der Welt. Obwohl es hier praktisch nie regnet, treffen wir trotzdem auf Lagunen mit grossen Flamingo-Schwärmen. Das Wasser kommt aus den Anden und  - falls es nicht bereits vorher versickert - speist es diese Tier-Paradiese.

 

Viele kleine Stroh- und Backsteinhütten säumen die Strasse, aber es ist keine Menschenseele zu sehen.

Wie wir später erfahren, werden diese Hütten aufgestellt und ein Terrain mit Steinen abgesteckt, damit dieses Stück Land nach einigen Jahren in den Besitz des Landnehmers übergeht - die Nachkommen werden es zu schätzen wissen ;o))

Weiter geht die Fahrt nach Süd-Westen.

Zu unserer Verwunderung müssen wir auf dieser Hochebene auch noch den Paso Abra Huaytire von 4800 müM überqueren.

Die schöne Wüstenlandschaft mit ihren zauberhaften Farben fasziniert uns und begleitet uns hinunter nach Arequipa auf 2350 müM.

Die zweitgrösste Stadt Perus - die weisse Stadt Arequipa - gehört zum UNESCO Weltkulturerbe. 

Zahlreiche Gebäude der Stadt sind aus weissem Sillar errrichtet, einem Stein aus den Steinbrüchen nahe der  Vulkane, die die Stadt bewachen - Pichu Pichu 5664 müM, Misti 5822 müM und Chachani 6070 müM.

Arequipa ist eine der kulinarischen Hochburgen von Peru und so feiern wir Weihnachten mit einem guten Nachtessen.

Vulkan Chachani - Unser 1. Sechstausender

27./28.12.2018

Röbäs lang gehegter Wunsch einen Sechstausender zu besteigen wird in Arequipa Wirklichkeit.

Er will den 6070m hohen Vulkan Chachani besteigen und ich begleite ihn bis ins Basislager.

  

Unser Fahrer bringt uns - zusammen mit unserem Bergführer Dario - in zwei Stunden über steile sandige Pisten  

auf 5000müM.

War unten noch strahlender Sonnenschein, so empfängt uns hier ein kalter Graupelschauer und der Wind pfeift uns um die Ohren. Warm eingepackt marschieren wir im Schneckentempo dem Kraterrand entlang zum Basislager (5190müM), vorbei an grossen Yareta-Pflanzen. Diese steinharten Pflanzen gedeihen nur in diesen Höhenlagen und können - bei einem Wachstum von 1.5mm/Jahr - bis zu 3000 Jahre alt werden.  

Das Basislager auf 5195müM besteht aus unserem Zelt mit Schlafsack und hauchdünnen 'Mätteli‘, einem Zelt für Dario und einem 'Plumsklo'. Wasser gibt es hier oben keines, das mussten wir selber hochtragen. Es ist kalt und windig. 

Nach dem 'Zimmerbezug‘ kocht Dario für uns eine feine Gemüsesuppe zum Aufwärmen. Die süssen Spaghetti – Dario mag sie lieber gezuckert als gesalzen – und die Thon-Sauce sind nicht gerade ein kulinarisches Highlight, aber füllen unsere Bäuche trotzdem.

 

Beim Abendessen werde ich von den beiden Herren zur Gipfelbesteigung überredet. Also - wenn einer zieht und der andere stösst – mache ich mit ;o))

 

Der Nebel liegt tief, es schneit und die eisige Kälte kriecht langsam in unsere Knochen. Um 17 Uhr ist Nachtruhe angesagt und wir versuchen es uns im Zelt bequem zu machen, aber auf diesem harten Boden ist an Schlaf nicht zu denken. Zusätzlich wird Röbä von Kopf- und Zahnweh geplagt. Atmen wird für mich zu einem bewussten Vorgang. Ein kurzes Abdriften in einen Schlummer lässt mich japsend wieder aufwachen - Luft, Luft... Offensichtlich ist unsere bolivianische Höhen-Akklimatisierung bereits wieder verloren gegangen :o((

Nach einer durchwachten, eiskalten Nacht – mit schmerzenden Knochen wegen den dünnen Matten – dürfen wir endlich um 02.30 Uhr aus den Federn. Es schneit immer noch und es ist eiskalt. Dario kocht zum Aufwärmen einen Coca-Tee.

 

Wir lassen alles im Zelt zurück, nehmen einen Snack und Wasser mit und schon geht der steile Aufstieg los. Dario rechnet mit fünf bis sieben Stunden bis zum Gipfel.

 

Sehr langsam, Schritt für Schritt, steigen wir in der Dunkelheit dem Gipfel entgegen. Die Luft wird immer dünner und das Atmen immer schwieriger. Der lose Lava-Sand - vermischt mit dem Schnee - ist rutschig und macht das Laufen mühsam. 3 Schritte vor, 1 Schritt zurück. Nach zweieinhalb Stunden wird es langsam hell, aber der Gipfel ist immer noch nicht zu sehen. Also weiter!

70 Höhenmeter vor dem Gipfel will ich nicht mehr. Ich bin auf 6000müM - das reicht!

Da sind Röbä und Dario aber anderer Meinung. Ein paar aufmunternde Worte von den beiden, eine letzte Anstrengung von einer gefühlten Unendlichkeit und wir haben es geschafft!!

 

Nach viereinhalb Stunden stehen wir bereits auf dem Gipfel des 6070müM hohen Vulkan Chachani.

Zurück zum Basislager geht's um einiges schneller. Hüpfend springen wir die steilen Sand-Hänge hinunter und liegen nach einer Stunde bereits wieder im Zelt - erschöpft und auch ein bisschen stolz.

 

Den Silvester feiern wir in Arequipa auf dem Camping mit einem Glässchen Sekt und um 22.00 Uhr geht's ab in's Bett! :o))

Peru 2019

Braun 2019   Blau - 2018

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Cañon del Colca - Von Arequipa nach El Alto

01.-04.01.2019

Am Neujahrstag machen wir uns auf zum Cañon del Colca - eine der tiefsten Schluchten der Welt.

 

Doch zuerst müssen wir uns die Aussicht in den Cañon verdienen, denn vor uns liegt der 4910m hohe Paso de Patopampa. Auf Grund fehlender Alternativen suchen wir uns einen ebenen Platz und bleiben für die Nacht auf dieser Höhe.

Kaum eingenistet, beginnt es zu schneien. Ob wir da morgen wieder rauskommen? Auch macht mich die Höhe wieder schwindlig, ich bin kurzatmig und Röbä hat leichte Kopfschmerzen. Trotz Coca-Tee wird es nicht besser und auch an Schlaf ist kaum zu denken.

 

Am Morgen liegt fünf Zentimeter Schnee – der zum Glück an der Sonne schnell schmilzt – aber wir stehen etwas eingesunken auf eingeweichtem Boden. Da hilft nur noch - 'Mit voller Kraft voraus!' :o) 

Wieder auf Asphalt geht es runter nach Chivay auf 3630müM, wo wir uns im Mercado Central mit allem eindecken, was wir für die Fahrt durch das Colca-Tal brauchen.

 

Ein Bummel durch den Ort zeigt uns rasch, dass Chivay eine Karnevals-Hochburg ist. Auf Säulen sind viele ihrer Karnevals-Figuren lebensecht dargestellt.

Ab Chivay gräbt sich der Río Colca immer tiefer in den Boden und der Cañon wird rasch tiefer. Die Strasse schlängelt sich zwischen Terrassenfelder dem Abhang entlang, vorbei an kleinen traditionellen Siedlungen.

 

In Lari steht die grösste und schönste Kirche des Cañons. Sie wurde aber beim letzten Erdbeben 2001 schwer beschädigt und ist leider noch nicht wieder geflickt. 

50 Kilometer nach Chivay erreichen wir den eigentlichen Höhepunkt des Cañons. Hier, beim Cruz del Condor hat sich eine Gruppe Anden-Kondore niedergelassen. Bei gutem Wetter lassen sie sich jeden Morgen von der aufsteigenden Thermik treiben und kreisen lautlos über der Schlucht.

 

Wir übernachten auf dem Parkplatz – ganz alleine!

Auch am anderen Morgen, als wir 07.15 Uhr jäh von der Ticketfrau aus dem Schlaf gerissen werden, haben wir den Platz immer noch für uns. Aber an Schlaf ist jetzt nicht mehr zu denken und so machen wir uns auf zum Aussichtspunkt, wo die 'Flugschau' um 08.00 Uhr beginnen soll.

Mittlerweile haben sich auch noch andere Touristen eingefunden. Und tatsächlich – fast pünktlich schwebt ein Kondor über uns hinweg. Der Rest der Gruppe gibt leider nur eine kurze Vorstellung und gemeinsam biegen sie ab in höhere Gefilde. 

Als einzige fahren wir dem Cañon entlang weiter. Für alle andern heisst es wieder umdrehen. In Cabanaconde erreichen wir die tiefste Stelle des Cañon de Colca.

Nun verlassen wir den Río Colca und fahren – immer über 4000müM – durch eine einsame Hügellandschaft, überwachsen von gelbem Steppengras. Die Strasse ist nicht mehr asphaltiert und wir müssen unsere Reisegeschwindigkeit drosseln. Es begegnet uns keine Menschenseele mehr. Irgendwo im tiefer gelegenen Niemandsland machen wir Halt für die Nacht. 

 

Heute Freitag fahren wir die letzten 60 Rüttel-Kilometer durch die einsame Sand-Landschaft zum peruanischen El Alto. 

Petroglyphen von Toro Muerto

4./5.01.2019

Wir finden keinen Übernachtungsplatz in El Alto und die Petroglyphen von Toro Muerto 'gluschten‘ uns eigentlich auch nicht. Wir sind immer etwas skeptisch, was die Echtheit solcher 'Kunstwerke' angeht.

 

Trotzdem machen wir uns auf ins Valle de Majes.

Kilometerlang rechts und links der Strasse nur Sand und Dünen, sonst nichts. Wir biegen um eine Kurve und wir können es beinahe nicht glauben – eine Fatamorgana? Vor uns breitet sich das wunderschöne Valle de Majes aus. So etwas hätten wir hier nie und nimmer erwartet! Eine riesige grüne Fläche - Reisfelder und Pisco-Trauben - inmitten einer Sand-Wüste, eingekesselt von hohen Bergen. 

Auf der gegenüberliegenden Talseite liegt ein grosses Lavastein-Feld, auf denen sich ca. 2500 Petroglyphen befinden – eingravierte geometrische Figuren, Tiere, Menschen, Reptilien. Sie wurden offensichtlich vor ca. 1500 Jahren zu rituellen Zwecken in das Gestein geritzt.

 

Nach einer ruhigen Nacht auf dem Parkplatz machen wir uns auf, um uns einige dieser Kunstwerke anzuschauen. 

Das Nationalgetränk der Peruaner wie der Chilenen ist der Pisco.

Den chilenischen Brandwein kennen und schätzen wir schon und so nehmen wir die Gelegenheit wahr und besuchen eine der Pisco-Brennereien in diesem Tal.

 

Die Bodega Cepas de Loro wird von einem jungen Peruaner geführt, der in Italien Oenologie studiert hat. Im Gegensatz zum chilenischen Pisco wird der peruanische nicht im Fass ausgebaut. Dafür brennen die Peruaner artenreine Piscos aus bis zu acht verschiedenen Trauben.

Von Camaná nach Tacna

08.-11.01.2019

Wir sind nach gut 14 Monaten wieder zurück am Pazifik und warten in Camaná auf die Dakar Rallye. Doch weder im Internet noch bei der Polizei können wir die genaue Fahr-Strecke ausfindig machen. 

So entschliessen wir uns in den Süden nach Tacna zu fahren, wo die Dakar Rallye wieder nach Lima - im Norden von Peru - umdrehen soll.

 

Die 400km lange Strecke führt uns durch die Atacama-Wüste, immer dem Meer entlang. Ab und zu durchqueren wir ein grünes Fluss-Tal, wo Gemüse und Früchte angebaut werden.

In Ilo lassen wir uns eine Ceviche-Fischplatte schmecken und schauen anschliessend den Pelikanen und Seelöwen zu. Sie werden mit Fischresten vom nahen Markt gefüttert.

Immer noch keine Spur von der Rallye. Es erscheint uns, als seien die Organisatoren nicht wirklich erpicht auf Publikum, denn auch hier nur Schulterzucken. Also geht die Suche nach der Nadel im Heuhaufen bzw. der Rallye-Strecke im bis zu 100km breiten Wüstenstreifen weiter.

In Tacna erfahren wir dann den genauen Teilnehmer-Rastplatz für die Nacht. Wir möchten aber die Fahrzeuge nicht brav parkiert sehen sondern in 'Action‘.

 

Zum Mittagessen parkieren wir einen Häuser-Block entfernt vom Restaurant, geniessen eine Pizza und kehren zum Camper zurück.

Aber - oh Schreck - Fensterscheibe eingeschlagen, Sicherungs-Spannset der beiden Fahrzeugtüren durchtrennt und im Schnellgang Camper durchsucht.

Es fehlen Röbäs Akkordeon :o(( und unser Fotodrucker. Die restlichen Wertsachen hat der Einbrecher nicht gefunden. Wir hatten Glück!

 

Jetzt ist die Rallye Dakar eh gelaufen, denn die nächsten fünf Stunden verbringen wir bei der Polizei!!

Der Kühlschrank ist inzwischen leer, die meisten Büchsen und Teigwaren sind aufgebraucht und so hält uns momentan nichts mehr in Peru - auf nach Chile!

Die Reise geht in Chile weiter

....

 

Von wo wir auch wieder einreisen

 

Braun 2019   Blau - 2018

Fahrt nach Puno

24./25.05.2019

Der Zollübertritt von Chile nach Perú ist ein Alptraum! Lange Warteschlangen und dann die Geschichte mit diesen ominösen Fruchtfliegen.

Da Chile alle Früchte und alles Gemüse an der Grenze konfisziert, macht Perú das natürlich auch. Unser gesamter Einkauf in Arica fällt somit in die Hände der Grenzbeamten und wird ohne Wimperzucken abtransportiert :o((

Ich brauche mindestens einen grossen Schnaps, um meine Nerven wieder zu beruhigen – grrrr!! 

Kaum ein paar hundert Meter entfernt, die ersten peruanischen Fruchtplantagen und Gemüsegärten.

 

Wir fahren die 240km gemütlich nach Moquegua zu unserem alten Übernachtungsplatz. Der Camper hat die ersten 1250 Höhenmeter tiptop gemeistert. 

Heute muss der Camper zum ersten Mal unter Beweis stellen, was er mit dem neuen Motor alles leisten kann. Um nach Puno zu gelangen müssen wir zwei Pässe von über 4600m Höhe überqueren. Wir fahren durch die wunderschöne und einsame Bergwelt und können es kaum fassen – wir haben die Pässe geschafft und alles ist okay!

 

Auf der Weiterfahrt nehmen wir eine alte Peruanerin mit. Die Süssigkeit, die ich ihr anbiete, nimmt sie ohne Worte und Lächeln entgegen - das Papier landet unter dem Tisch! Tja, andere Länder, andere Sitten ;o))

Kurz vor Puno passieren wir einen Geysir. Das Wasser spritzt heiss aus drei grossen Fontäne aus dem Erdinneren und es riecht stark nach Schwefel.

Heute Samstagnachmittag müssen wir uns noch durch das dichte Markttreiben von Puno zwängen und schon stehen wir auf dem Parkplatz im Hotel /Camping Sonesta. Geschafft! Oder etwa doch nicht?

 

Unsere Hoffnung löst sich rasch in Rauch auf :o(( 

Unter dem Motor liegt eine Lache Oel und der Motor ist mit Motorenöl verschmiert. Ich könnte weinen! Was nun?

 

Die Rettung kommt einmal mehr aus der Schweiz. Tiziano Tormen von der Fiat Camper Assistenz  - Garage Hammer, Emmenbrücke - und Röbä nehmen mit Hilfe von WhatsApp-Video den Motor unter die Lupe. Tiziano fällt rasch auf, dass ein Schraubverschluss am Nockenwellen-Gehäuse fehlt und dort das Motorenöl rausgepumpt wird. Das Glück ist uns holt und wir finden die Schraube in der Tiefe des Motorraumes, juhuiii! 

 

Röbä schraubt das Ganze wieder zusammen und lässt den Motor abspritzen. Nach einer weiteren Testfahrt - wir haben mit dem Zählen aufgehört - sieht immer noch alles trocken aus.

 

Danke Tiziano, du hast uns sehr geholfen.

 

Leider hüllt sich die Fiat Garage in Antofagasta auch noch nach drei Tagen nach unserem Hilfeschrei in Schweigen - ist es Scham, Desinteresse oder einfach Inkompetenz ?

Es ist Dienstag und der Camper ist immer noch trocken. Unsere Nerven beruhigen sich langsam wieder und wir beginnen die schöne Umgebung des Hotels - direkt am Titicacasee - zu geniessen.

Wir schauen den unzähligen Cuys/Meerschweinchen im Hotelgarten zu und ich darf sogar das Alpaka-Baby Iuraj 'schöppelen'.

 

Anne Marie und Heinz aus Frauenkappelen gesellen sich zu uns und zusammen haben wir uns viel zu erzählen.

Fahrt nach Cusco

29.05. - 02.06.2019

Auf den heiligen Hügeln am Umayosee in Sillustani liegen die Ruinen der Chullpas/Grabtürme.

Die kriegerischen Stammesangehörigen der Aymara bestatteten darin ihre Adligen und deren Familien, zusammen mit Gepäck und Lebensmitteln für die Reise in die nächste Welt.

Die äusseren Turmmauern bestehen aus riesigen Steinblöcken, die millimetergenau ineinanderpassen und ohne Mörtel aufeinander gestapelt wurden. Es mussten Steinrampen gebaut werden, um diese Blöcke aufeinander zu schichten. Die einzige Öffnung dieser Türme ist ein nach Osten gerichtetes Loch, das nach der Beisetzung verschlossen wurde.

Der grösste Grabturm erreicht eine Höhe von 12 Meter. 

Weiter geht die Fahrt in das geschäftige Juliaca.

Hier lassen wir in der Fiat Garage unseren Motor nochmals auf Öl-Lecks kontrollieren. Die sehr kundenfreundlichen Herren geben Entwarnung :o))

 

Ein Tuck-Tuck - diese Fahrzeuge schwärmen umher wie die Feuerwanzen auf dem Heuli-Hof -  bringt uns in rassiger holpriger Fahrt in die Stadt.

Der Besuch auf dem Markt erinnert uns an Indien. Der Bahnlinie entlang drängt sich Blechhütte an Blechhütte. Zwischen ihren kunterbunten Sachen sitzen Frauen und warten auf Kunden. Die Gummistrasse interessiert uns ganz speziell. Hier kann man Gummimatten, Gummibänder und Gummisandalen in allen Dicken bzw. Grössen kaufen. Auch eine grosse Auswahl an Gummiwannen aus alten Lastwagen-Reifen - zum Waschen von Kleidern oder als Pflanztopf - steht zur Verfügung. 

Ein Abstecher ins koloniale Wirtschaftszentrum Lampa – heute ein kleiner unbedeutender Ort – erstaunt mit seiner grossen Kirche Santiago Apostol.

Wir kommen gerade richtig um eine Prozession mit Schulkindern mitzuerleben. 

Der nächste Ort - Pucará - ist bekannt für seine Glücksbringer auf den Häusern. Die Keramik-Stiere werden mit Lebensmittel gefüllt und auf Dächer oder Eingangstore platziert. 

Da die Schonfrist für unseren Camper vorbei ist, entschliessen wir uns nicht mit einem Tour-Guide sondern selber zu den Siete Colores/Rainbow-Mountains zu fahren. 

Nachdem wir uns durch die engen Gassen von Checacupe und Pitumarca gequetscht haben, geht es auf einer engen Erdstrasse 40km durch ein Tal stetig auf und ab bis zum Parkplatz auf 4880müM. Diese Strecke erinnert uns etwas an die Todesstrasse in Bolivien. Zum Glück kommen uns nur wenige Autos entgegen. 

Oben auf dem Parkplatz angekommen – noch keine Sicht auf die Regenbogen-Berge. Doch die umliegenden farbigen Gipfel sind schon mal ein kleiner Vorgeschmack.

Alles muss verdient werden, denn jetzt heisst es, den einstündigen Aufstieg in dieser dünnen Luft zu bewältigen.

Aber was wir dann auf 5036müM zu sehen bekommen verschlägt einem gerade nochmals den Atem. Unglaublich, diese Schönheit der Natur!

Nun sind es nur noch 150km bis Cusco. Wir fahren durch das 'Cuy'-Tal. An jeder Ecke werden im Ofen gebratene Cuys/Meerschweinchen angepriesen. Wir wollen es noch einmal probieren – aber auch diesmal sind wir nicht begeistert – kein Fleisch an den Knochen! Zum Glück gibt es genügend Kartoffeln dazu ;o))

Cusco

03.-11.06.2019

Cuzco - Hauptstadt und Herz des Inka-Imperiums, bevor es schließlich 1524 von den Spaniern erobert wurde - liegt auf 3416müM in den Anden und gehört seit 1983 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sie ist die älteste, dauerhaft bewohnte Stadt Südamerikas und gilt als Eingangstor zum Heiligen Tal und nach Machu Picchu.

 

Die engen Kopfsteinpflaster-Gassen, die kolonialen Gebäude, das angesagte Künstlerviertel San Blas, die geschäftige Plaza des Armas mit der Kathedrale und der Mercado San Blas sind Anziehungspunkte der vielen Touristen, die sich hier in dieser Stadt aufhalten. Es gibt einmal mehr viel zu sehen und Neues zu entdecken.

Am Samstag geht es mit den Camper-Freunden Peter und Walter noch einmal in die Stadt - heute ist Chicha-Fest. Chicha ist ein leicht alkoholisches Getränk aus den Anden. Es wird aus fermentiertem gelbem oder dunklem Mais hergestellt. Dazu geniessen die Peruaner ein zartes Meerschweinchen/Cuy aus dem Ofen.

Auf dem Camping Quinta Lala in Cusco treffen immer wieder neue Reisende aus aller Welt ein. Die Schweizer und die Deutschen sind einmal mehr in der Überzahl. Es wird gewerkelt, gegrillt und ‚g’aperölet‘ wie wild ;o))

Die Ruine der Inka-Festung Saqsayhuamán ist eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Cuscos aus der Inkazeit und wurde im 15. Jahrhundert erstellt. 

Sie liegt gerade einmal fünf Gehminuten von unserem Camping entfernt.

Die Anlage diente als militärische Befestigung für den am meisten gefährdeten Zugang zur Stadt.

Die drei übereinander gebauten, terrassenförmigen Zickzackmauern sind 600m lang und bis zu 10m hoch. Die riesigen – bis zu 200 Tonnen schweren – Steine wurden aus einem 20km entfernten Steinbruch herangeschleppt und bearbeitet, bis sie fugenlos aufeinander passten.

Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich ein Hügel mit einer Befestigungsmauer, abgeschliffene Felsen, ein Inka-Thron, geheime Gänge und eine Arena.

Machu Picchu

Nun endlich kommt der Tag, wo wir Machu Picchu besuchen wollen. Ich weiss noch nicht so recht, ob ich mich freuen oder ob ich es einfach über mich ergehen lassen soll. Man hört viel über die langen Warteschlangen für die Anfahrt, die vielen Touristen und kennt diese Inka-Stätte von zahlreichen Bildern.

 

So entschliessen wir uns für die zwar teurere, dafür die entspanntere Tour und buchen die Reiseführerin Luz und den Fahrer Percy. Wir laufen einfach hinterher, hören zu und geniessen.

 

Percy holt uns morgens um 08 Uhr beim Camping ab und bringt uns in zwei Stunden nach Ollantaytambo. Hier besteigen wir den Panaoramawagen der Perú-Rail, die uns durch das immer enger werdende Heilige Tal - dem Río Urubamba entlang - nach Aguas Calientes fährt.

Nach zwei Stunden Zugfahrt treffen wir hier Luz und zusammen geht es per Bus die 14 Serpentinen hoch zur Inka-Stätte.

WOW, was für ein Anblick! Was für eine beeindruckende Lage! Das hätten wir uns nie träumen lassen, dass uns Machu Picchu so verzaubert – a Magic Place!

 

Auf einem 2360 Meter hohen Bergsattel – zwischen den Bergen Wayna Picchu und Machu Picchu - liegt der antike Ort, der von 750 bis 1‘200 Menschen bewohnt wurde. 

Machu Picchu lässt sich in vier Sektoren einteilen:

 

Der Wohn-Sektor mit einstöckigen Häusern, trapezförmigen Türen- und Fensteröffnungen. Alle Gebäude waren mit goldgelben Stroh gedeckt. Die für sie verwendeten Steine sind kleiner und unregelmässiger (Inka-Rustico) als die Steine der Sakralbauten (Inka-Imperial).

Im Industrie-Sektor befinden sich Gebäude mit etwas grösseren Fenstern für mehr Licht. Die Schlafplätze für die Arbeiter wiederum besitzen nur wenige und sehr kleine Öffnungen.

Auf den langgezogenen Terrassen im Landwirtschafts-Sektor wurden Gärten angelegt. Die Terrassen gaben der Anlage Stabilität, verliehen ihr Eleganz und boten genügend Platz für Pflanzungen.

 

Ein Wachhäuschen thront hoch über diesem Sektor.

Der royale und sakrale Sektor war der wichtigste Bereich von Machu Picchu. Hier lagen der Palast des Inca-Herrschers, der Sonnen-Tempel - das einzige runde Gebäude der Anlage-, das Königsgrab, der Tempel des Kondors, der Tempel der drei Fenster und die Zeremonialbäder.

Die im 15. Jahrhundert erbaute und kurze Zeit später wieder verlassene Inka-Stätte wurde vom amerikanischen Archäologen Hiram Bingham 1911 ausgegraben.

Seither gehört dieser Berg den Touristen und den zahlreichen Viscachas ;o))

Ollantaytambo - Maras - Moray

Nach dem Besuch von Machu Picchu übernachten wir in Aguas Calientes. Früh morgens geht es mit der Perú-Rail zurück nach Ollantaytambo, wo Luz und Percy bereits wieder auf uns warten.

 

Hoch über dem Dorf thront die Inka-Ruine eines Festungstempels.

1536 versuchte Hernando Pizarro mit 70 berittenen Soldaten diese Festung einzunehmen, was ihm aber nicht gelang. Doch wenig später – mit einer vierfach grösseren Armee – hatte er Erfolg und der Inka-König Manco Inka musste fliehen. 

Auf der Weiterfahrt passieren wir das spektakuläre Skylodge-Hotel. 400m über dem Boden - an einer steilen Felswand - hängen die drei Schlafkabinen für je acht Gäste. Über Kletterwege an Karabiner-Haken geht es  nach oben – Lift gibt es keinen ;o)) Eine Übernachtung kostet ca. 300 Dollar.

 

Auf dem Parkplatz treffen wir den vierjährigen Adolfo. Er möchte uns etwas vorsingen - also los!

In Maras liegt die einzigartigste Saline der Welt. Ein salzhaltiges Flüsschen speisst 3000 Becken, aus denen ein Dutzend Familien das begehrte Salz gewinnen.

In Moray wurden von den Inka kreisförmige Terrassenfelder angelegt, die je nach Höhe ihr jeweils eigenes Mikroklima besassen. Möglicherweise dienten diese Felder den Inka als Agrarversuchsfelder. 

Zum Abschluss der heutigen Rundreise besuchen wir eine Weberei in Chinchero.

Hier wird uns der Prozess vom Waschen der Alpakawolle, über das Spinnen und das Färben bis hin zum Weben  genau erklärt.

Fahrt Cusco – Nazca

12.-15.06.2019

Wir verabschieden uns nach neun Tagen Cusco von all unseren neu gewonnenen Freunden im Camping Quinta Lala. Noch einmal stürzen wir uns ins Getümmel der Stadt, denn wir wollen noch Briefe an unsere Enkel abschicken.

 

Dann geht es los! Zuerst geht die Strecke über unzählige Kurven von 3400m auf 1900m runter, nur um nach der Bachüberquerung wieder auf 4020m hochzusteigen. Zu sehen gibt es nicht viel Spektakuläres. Trockene Wiesen, überwachsene Berge, Büsche und Bäume und unzählige Lamas, Alpakas und Vicuñas.

 

Am zweiten Tag weitere 160 kurvige Kilometer rauf auf über 4200m und wieder runter. Wir übernachten bei einer verlassenen Fruchtkontrolle auf 3500m.

 

Am dritten Tag liegt der 4270m hohe Pass Abra Huashuccasa vor uns, denn ich mit dem Bike in Angriff nehme. Die dünne Luft macht mir nicht sehr zu schaffen, dafür liegt mir das Frühstück quer im Magen :o/

Jetzt bleiben wir immer auf ca. 4500m. Die Landschaft wird etwas interessanter. Baumlose senfgelbe Trockenwiesen und dazwischen immer wieder kleine Seen und interessante Steinformationen. Wir übernachten in einer Kiesgrube auf 4200m.

Heute die letzte Etappe unserer Ost-West-Überquerung. Nochmals ein Pass, den wir erklimmen müssen. Heute schwingt sich Röbä aufs Bike. Von 3170m geht es auf den 4390m hohen Pass Abra Condorcenca.

 

Unserem Camper stinkt das ewige Rauf und Runter und er verabschiedet sich in den Notlauf :o(

War wohl ein Pass zu viel. Jetzt geht das Wettrennen erst richtig los. Wer gewinnt die Passfahrt – Röbä oder der Camper? Ich fahre mit dem Camper mit 15km/h im ersten Gang rauf, dicht gefolgt von Röbä ;o) 

 

Rennen beendet – Camper hat trotz allen Widrigkeiten gewonnen. Zum Glück geht es jetzt runter nach Nazca und da kann unser Camper wieder aufatmen!  

Nazca

16.-21.06.2019

Wer Nazca besucht, möchte meistens die geheimnisvollen Linien und Figuren in der Wüste besichtigen, die von der Deutschen Maria Reiche entdeckt und über 40 Jahre untersucht wurden.

Auf einer Fläche von 750 Quadratkilometern sind über 1500 riesige Scharrbilder – Geoglyphen – zu sehen. Die wahre Bedeutung der bis zu 23km langen schnurgeraden Linien, geometrischen Figuren, Pflanzen, Tiere und Menschen ist bis heute nicht geklärt.

 

Vollständig lässt sich dieses Monument nur aus der Luft erfassen. Also heisst es für uns – Flugzeug besteigen und los geht’s.

Zu unserem Erstaunen sind diese Bilder aus der Luft sehr gut sichtbar. Zu schaffen macht uns vier Passagieren nur das ständige Kreisen und Kippen des Flugzeugs. Nach einer halben Stunde sind wir froh, dass der Spuck vorbei ist, denn uns allen ist speiübel :o))

Wir machen es uns auf der Hotel-Camping-Farm Wasipunko bei Doña Olivia für einige Tage gemütlich.

Sie hat sich mitten in der Wüste ein kleines Bijou erbaut. Eine grosse Fläche benutzt sie für den Anbau von Pisco-Trauben. Nebenbei wachsen hier aber auch viele verschiedene Pflanzen und Kakteen. Die zwei Pfaus und die vier Hunde kommen täglich zur Fütterung bei uns vorbei.

Nur faul rumsitzen geht aber auch nicht.

Mit José besuchen wir die Aquädukte von Cantallo und Ocangalla. Diese meist unterirdischen Aquädukte wurden von der Nazca-Kultur 200 v. Ch erbaut und sind heute noch zu einem Grossteil in Betrieb. Sie sichern die Wasserversorgung der umliegenden Felder und ermöglichen den Anbau verschiedener Pflanzen in dieser trockenen Region. Über spiralförmige Öffnungen können sie betreten werden. 

Auch hier ist nicht ganz geklärt, wozu diese Spiralen dienten und warum sie so nahe beieinender liegen. 

Auf der Rückfahrt zeigt uns José eine Kakteen-Farm für Früchte und eine für Cochinilla. 

Bevor wir gegen Norden Richtung Lima weiterziehen, besuchen wir die Nekropolis von Chauchilla.

Mit den Bikes zweigen wir von der Panamericana ab und fahren über ruppige und später sandige Strassen raus in die Wüste.

Die Gräber mit den Mumien stammen aus den Jahren 200 bis 800 n.Ch. Die Toten wurden sitzend in Baumwolltücher eingewickelt, mit Harz behandelt und in Gruben bestattet. Als Grabbeigaben wurde ihnen alles mitgegeben, was sie auf der Reise ins nächste Leben benötigten. Das sehr trockene Wüstenklima ermöglichte die Mumifizierung.