BRASILIEN

Brasilien 2014

Jundiai

Am Vorabend per Auto von Sao Paulo angereist, muss Roby in Jundiai arbeiten. Jundiai ist eine Kleinstadt im brasilianischen Bundesstaat Sao Paulo, etwa 50 km von Sao-Paulo-Stadt entfernt. Da es nicht allzu viele Sehenswürdigkeiten hat vertreibe ich mir die Zeit mit Spazieren und Shoppen. Was mir hier sofort auffällt sind die Graffitis, die meistens am oberen Ende des Gebäudes angebracht werden oder sogar die ganze Wand 'verzieren'. 

 

 

Brasilien/Jundiai - Häuser malen

Ich sitze auf der Hotel-Terrasse und lese in einem Buch als ich irgendwann realisiere, dass sich rechts von mir etwas nach links und rechts bewegt. Ja da staune ich nicht schlecht! Da hängt doch ein junger Mann an einem Seil und streicht die Aussenwände des Nachbargebäudes. Um eine grössere Fläche in einem Zug streichen zu können, stösst er sich immer wieder mit den Füssen von der Wand ab und während er sich so von links nach recht schwingt, bedeckt er noch schnell eine Fläche mit neuer Farbe. Insgesamt benötigt er für diese Wand nur 60 Minuten - bei uns würde schon das Aufstellen des Gerüsts länger dauern!!

Brasilien/Jundiai - Churrascaria/Rodizio

Eine Churrascaria ist ein traditionelles Restaurant in Brasilien, in dem es vor allem gegrilltes Fleisch und Würste gibt.

 

Na, das wollen wir uns nicht entgehen lassen!

 

Jeder Tisch erhält eine Art „Fleisch-Ampel“ , wobei die eine Seite rot, die andere grün ist. Ist die grüne Seite aufgedeckt, marschieren die Servicekräfte mit verschieden gegrillten Fleisch-Spiessen an - Rodizio. Die rote Seite signalisiert, dass man vorübergehende eine Pause braucht.

Alle Beilagen können wir uns von einem umfangreichen Buffet holen.

 

Das war super lecker!

 

São Paulo

São Paulo ist mit ca. 12 Mio. Menschen die grösste Stadt Brasiliens. Die Stadt ist durch zahlreiche Einwanderer aus aller Welt, hauptsächlich aus Portugal, Italien, Deutschland, Libanon und Japan multikulturell geprägt. Die Einwohner der Stadt São Paulo nennt man „Paulistanos“.

Mit der U-Bahn besuchen wir die verschiedenen Stadtteile, laufen durch die Geschäftsstrassen, beobachten das bunte Treiben von einem Café aus und entdecken immer wieder Besonderheiten, die wir bis jetzt noch nie gesehen haben. São Paulo ist sehr vital, lebendig, bunt, verrückt und sehr interessant. Wenn da nur nicht die Füsse wären, die vom vielen Rumlaufen schon ganz schön schmerzen. Leider sind wir nur zwei Tage hier, es gibt noch so viel zu sehen. Aber wir kommen wieder - in ein paar Jahren mit unserem Womo!

São Paulo - Edifício Itália

Das Edifício Itália ist ein 168 Meter hoher Wolkenkratzer in São Paulo. Das von 1956 bis 1965 erbaute Hochhaus hat ein Panorama-Restaurant sowie eine Bar auf der Spitze.

Wohin das Auge reicht nur São Paulo. Wir können uns nicht satt sehen an der interessanten Aussicht. Überall gibt es für das Auge etwas zu entdecken und zu bestaunen - für das leibliche Wohl geniessen wir leckere Caipirinhas. Wir müssen uns von diesem magischen Ort richtig losreissen.

Rio de Janeiro - 1. Tag 

Gestern Abend sind wir aus São Paulo kommend in Rio eingetroffen. Jetzt ist es hell und uns halten keine zehn Pferde mehr im Bett - wir müssen an die Copacabana! Nebelschwaden ziehen gegen den Strand und der Zuckerhut zeigt wirklich nur seinen Hut. Doch ein paar Minuten später haben wir klare Sicht auf den riesigen Strand. Nach einem ersten Frühschoppen beschliessen wir, die Cristo Retendor Statue zu besuchen - aber zu Fuss!

Dem Taxifahrer versuchen wir mit Händen und Füssen unser Vorhaben zu erklären und zeigen ihm auf einer Karte den Weg hinauf, den wir in der Schweiz recherchiert hatten. Nach einstündiger Fahrt über Hügel und durch Wälder, ohne den Weg zu finden, lassen wir uns ins Zentrum von Rio fahren. Also bleibt uns jetzt nur noch die Bahn. Nach einer Stunde Wartezeit, als wir dran wären - Stromausfall ! Nochmals eine Stunde warten, dann geht es los. Oben angekommen ein einziges Gedränge. Man hat kaum Platz zum Stehen geschweige denn zum Gehen. Wir geniessen aber die Aussicht trotzdem, obwohl es nicht ganz klar ist.

Wieder unten bummeln wir noch etwas durch die Stadt und Roby lässt sich noch ganz spontan die Haare schneiden.

Rio de Janeiro - 2. Tag

Auch heute wird  nicht ausgeschlafen. Los geht's zum Joggen an die Copacabana. Mit vielen Gleichgesinnten geniessen wir das einmalige Erlebnis. 

Frisch geduscht lassen wir uns mit Metro und Bus zum Fusse des Zuckerhuts transportieren. Nach dem gestrigen 'Gschtung' bei der Christus Statue entschliessen wir uns nicht in die Höhe zu fahren, sondern den Hut soweit wie möglich zu umrunden und ihn von unten zu geniessen. In ca. drei Jahren sind wir ja wieder hier mit unserem Wohnmobil, dann können wir immer noch rauf.

Nach dem Mittagessen fahren wir mit dem Bus zurück ins Zentrum. Wir müssen aufpassen, dass uns das Essen nicht wieder hochkommt, denn die Busfahrerin (es fahren sehr viele Frauen) fräst mit diesem 'Diablo amarillo' (Gelber Teufel) durch die Stadt, als wäre wirklich der Teufel hinter ihr her! Froh wieder festen Boden unter den Füssen zu haben, genehmigen wir uns zuerst ein kühles Bier und schlendern anschliessend durch die Gassen des Künstlerviertels bis zur Kacheltreppe von Jorge Selarón. 

Den Tag beschliessen wir mit einem romantischen Sonnenuntergang und einem leckeren Caipirinha an der Ipanema Beach.

Rio de Janairo - 3. Tag

Heute ist unser letzter Tag in Rio. Wir mühen uns mit den steilen Gassen nach Santa Teresa ab, kaufen noch ein paar Mitbringsel im Markt und bestaunen im Praca da Republica die riesigen Bäume und die seltenen Agutis.  

Da unser Hotel sehr nahe an der Copacabana liegt, verabschieden wir uns von Rio mit einem letzten Caipirinha am Strand.

 

Até breve! 

Brasilien 2018

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Jaguarão - São Francisco do Paula

18.-24.01.2018

Von Uruguay kommend beginnt das grosse Abenteuer Brasilien in Jaguarão.

Hier ist immer noch Gaucho-Land, aber die Wiesen sind saftiger als in Uruguay. Die Dörfer sind gepflegter,  die Strassen sauberer und die Menschen fröhlicher.

 

Unser erstes Nachtlager schlagen wir zwischen unzähligen grossen Lastwagen neben einer Tankstelle auf. Hier bekommt unser Camper wieder einmal eine intensive Schaumwäsche. Nach einer Stunde Handarbeit sind wir doch sehr erstaunt über den Preis – SFr 3.00 !!

Es regnet und es ist trüb. Was gibt es besseres, als bei diesem Wetter den brasilianischen Wein besser kennen zu lernen.

 

In Garibaldi wird vor allem Sekt hergestellt. Wir besuchen das Weingut Chandon – eine Tochtergesellschaft von Moët-Hennessy  – und die Cooperativa Vinícola Garibaldi - eine Wein-Genossenschaft mit über 300 Weinbauern. Die Cooperativa produziert jährlich 20 Millionen Liter Wein.

Irgendwie hat Petrus keine Freude an uns, denn es ist immer noch regnerisch und trüb. So sieht auch die Ruta Romantica  - trotz der Ähnlichkeit mit dem deutschen Schwarzwald - eher nüchtern aus ;o)

 

In Gramado - von deutschen Auswanderern gegründet – stehen Fachwerkhäuser mit Geranien geschmückten Fenstern. Die Menschen hier sprechen eine Art Deutsch - ähnlich dem im Erzgebirge.

Im Restaurant Rasenplatz lassen wir uns ein köstliches Bier und Eisbein mit Sauerkraut schmecken.

 

Zusammen mit Chili besuchen wir die Mini Mundo – kleine Welt - und treffen zu unserem Erstaunen auf die Kirche von Wassen/Uri. Die Informationen zur Kirche stimmen zwar nicht ganz, aber das merkt hier in Brasilien ja eh keiner ;o))

24.01.2018

Trotz Regen setzen wir die Fahrt durch grosse Bananen-Plantagen und Araukarien-Wälder fort. 

Der Parque das 8 Cachoeiras - Park der acht Wasserfälle - in São Francisco do Paula liegt weit unten in einer Schlucht. Beim Runterfahren haben wir Bedenken, ob wir bei diesem nassen Wetter hier wieder raus kommen oder ob wir die brasilianische Staatsbürgerschaft beantragen müssen ;o)) 

 

Die Einfahrt zum Camping sieht noch abenteuerlicher aus, aber als wir uns zur Umkehr entschliessen, ist es schon zu spät - wir kommen rückwärts nicht mehr raus und umdrehen können wir nicht.

 

Plan A – runterfahren, drehen und vorwärts rauf – geht nur ein Stück, dann bleiben wir stecken.

Plan B – Schneeketten montieren – wir pflügen uns ein Stück hoch und bleiben stecken.

Plan C – Hilfe holen und uns rausziehen lassen – funktioniert !!

Santa Marta – Ilha de Santa Catarina/Florianópolis

25.-02.02.2018

Wir fahren der Atlantikküste entlang. Das Wasser wird klarer und die Sandstrände heller.

Da wir aber nicht so ‚badige‘ sind, steigen wir in Santa Marta auf den Leuchtturmhügel und haben einen weiten Blick auf die umliegenden Dünen und das Meer. Der Leuchtturm ist mit 29m der höchste in Lateinamerika.

 

An einem abgelegenen Strand finden wir ein Gästehaus mit Camper-Stellplatz, wo wir zwei Tage dem Nichtstun frönen.

 

Die anschliessende Fahrt nach Florianópolis kürzen wir mit einer Auto-Fähre nach Laguna etwas ab. 

 

Die Insel Ilha de Santa Catarina mit der Hauptstadt Florianópolis ist nur durch eine Brücke zu erreichen.

Jetzt in der Hauptsaison heisst es Geduld üben, denn der Verkehr staut sich auf der Autobahn mehrere Kilometer zurück.

Endlich geschafft – wir sind drüben – aber auch hier ist alles verstopft :o(

 

Wir fliehen quer über die Insel in den Parque do Vermelho, wo wir einen ruhigen Camping finden. Hier lassen wir uns am 31. Januar am Strand vom ‚Blauen Mond‘ - 2. Vollmond im selben Monat - verzaubern.

Mit den Bikes unternehmen wir einen Ausflug zum Project Tamar, das sich dem Schutz und Erhalt der  Meeresschildkröten widmet. 

In einer eindrücklichen Ausstellung erfahren wir einiges über diese gefährdeten Meeres-Riesen und können sie auch gleich in grossen Schwimmbecken bestaunen.

Eine Dschungelwanderung bei nahezu 40 Grad führt uns über einen steilen Pfad zu einem – angeblich wunderschönen – Strand.

Aber, wenn man schon viel gesehen hat……na ja, zumindest haben wir die sportlichen Pflichten für heute abgearbeitet ;o))

Eine kleine Entschädigung für die Mühe liefern uns unsere Nachbarn auf dem nächsten Übernachtungsplatz. 

 

Eine Kaninchen-Kauz-Familie - Mamma, Papa und drei Jungvögel - hat auf dem Parkplatz eine Bodenhöhle gegraben. Interessiert beobachten wir sie – und sie uns ;o))

Curitiba

04.- 07.02.2018

Je nördlicher wir fahren desto exotischer wird die Umgebung.

Blaues Wasser, Sandstrände umrahmt von grossen Sandstein-Brocken und dazwischen Schatten spendende Palmen. Caipirinhas und feine Fischrestaurants. Jetzt kommt langsam Brasilien-Gefühl auf. ;o))

Doch um Curitiba zu erreichen, müssen wir die Atlantik-Küste verlassen und auf ein 1000m hohes Plateau fahren. Der Temperatur-Unterschied ist sofort spürbar. 

In Curitiba haben wir Glück, denn der Campingbesitzer betreibt auch eine Camper-Werkstatt.

Nach 5 Jahren Betrieb brauchen wir eine neue Solar-Batterie. Da wir auf den Camping-Plätzen nun öfters nur 110V antreffen, benötigen wir zusätzlich einen 110V-/230V-Transformator. 

 

Auch lassen wir aus Komfort-Gründen eine weitere  Blattfeder einbauen – und das alles auf Portugiesisch. Die Kommunikation ist nicht einfach – nós não falamos portugués! – wir sprechen kein Portugiesisch :o))

Schlussendlich haben wir Zeit, die Stadt Curitiba zu besuchen.

Sie hat den Ruf, die ‚grünste‘ Stadt Brasiliens zu sein – Umweltschutz, Recycling, öffentlicher Verkehr – alles funktioniert hier bestens.

 

Da alle Parkplätze in der Stadt nur für Fahrzeuge bis zu 1.8 Tonnen frei gegeben sind, bleibt uns nichts anderes übrig, als unseren 4 Tonnen schweren Camper ausserhalb stehen zu lassen und mit dem Metro-Bus in die Stadt zu fahren.

Ein paar Tage leben wir wie auf einem Bauernhof!

Auf dem Camping krähen vier Hähne, gackern ca. 40 Hühner und pipsen sechs kleine Kücken. Jeden Morgen und Abend füttern wir sie mit unseren Bio-Haferflocken und bekommen dafür die Eier für unser Frühstück – wenn wir sie finden ;o))

Peruíbe

08./09.02.2018

 

Wieder an der Küste besuchen wir einen früheren Arbeitskollegen von Röbä.

 

In Peruíbe besitzen Tina und Harald mit ihrem Sohn Luiz ein Ferienhaus. Zusammen mit Oma Mathilde verbringen sie in diesem Schmuckstück ihre Ferien. Während unseres Besuchs werden wir verwöhnt und von Tina aufs Köstlichste bekocht.

Liebe Tina, lieber Harry, liebe Mathilde

Herzlichen Dank – wir haben die Zeit bei euch sehr genossen. Wir träumen immer noch von den köstlichen Fruchtsäften und dem Maracuja-Schnaps ;o))

 

Lieber Luiz

Wir haben viel zusammen gelacht. Du bist ein kleiner Sonnenschein. Dickes Bussi von uns!

 

 

São Paulo

10./11.02.2018

 

Wieder verlassen wir die Atlantik-Küste und fahren über Serpentinen hoch ins 730 MüM gelegene São Paulo. Doch zuerst ist viel Geduld angesagt, denn wir stehen zwei Stunden im Stau wegen einer kleinen Baustelle :o/

 

An der Strasse treffen wir immer wieder auf farbenfrohe Marktstände wo es frische Früchte und Gemüse zu kaufen gibt. Eine willkommene Abwechslung während des Wartens!

Auf einer sechs-spurigen Autobahn fahren wir in São Paulo – der grössten Stadt Südamerikas - ein.

  

Im Zentrum beziehen wir ein sicheres Plätzchen in einer Parkhalle und sofort geht es los zum Karneval. Doch dieser Karneval in São Paulo entpuppt sich als Street Parade. Nicht ganz das, was wir erwartet haben :o/

Da es zu regnen beginnt, retten wir uns ins 168m hohe Edifício Itália – und geniessen die herrliche Aussicht bei Caipirinhas.

Am Nebentisch sitzen Thomas aus der Schweiz, seine Freundin Cinthya aus Brasilien und Mike aus Deutschland. Zusammen haben wir eine lustige Zeit auf dieser Höhe und anschliessend ziehen wir fünf noch bis in den späten Abend hinein durch die Gassen von São Paulo.

Heute Sonntagmorgen ist São Paulo ziemlich ausgestorben. Wir bummeln gemütlich durch die Stadt und verdauen so noch die letzten Promille von gestern Abend ;o))

Nach der gestrigen Street Parade geniessen wir die Musik auf der Avenida Paulista!

Von São Paulo nach Río de Janeiro

12.-21.02.2018

Wir verlassen São Paulo und schlängeln uns wieder über Serpentinen runter ans Meer. Kurz erhaschen wir durch eine Lücke im Regenwald einen Blick auf die Atlantikküste und das blaue Meer. Leider beginnt es bald zu regnen.

 

Dies ändert sich auch nicht mehr für die nächsten drei Tage und Nächte.

Nicht ganz so schlimm, denn Röbä liegt mit Fieber im Bett und wir warten hier auf einem Camping am Strand von Maranduba auf Besserung!

Auch die anderen Campers lassen sich nicht unterkriegen und am Abend gibt es trotz strömendem Regen eine Hamburger-Party ;o)

Endlich etwas Sonne und Röbä geht es auch schon wieder besser - machen wir uns auf nach Paraty.

 

Das Barockstädtchen mit seinen vielen weiss getünchten Kolonialhäusern gehört zum UNESCO Weltkulturerbe.

Die mit holprigen Kopfsteinpflaster versehenen Strassen sind zum Teil schwierig zu begehen. Man muss höllisch aufpassen, dass man sich die Knöchel nicht verrenkt. Einzelne, dem Meer nahe Strassen sind oft überschwemmt, denn Paraty liegt tiefer als der Meeresspiegel.

Der kleine historische Kern besitzt vier Kirchen. Eine Kirche war damals für die Aristokratie, eine für die Sklaven, eine für die freien Sklaven und eine für das weisse Bürgertum gedacht.

Heute Samstag – es regnet noch nicht – fahren wir mit unseren Bikes in die Hügel von Paraty um eine Cachaça Brennerei zu besichtigen.

Dank unserem nicht vorhandenen Portugiesisch landen wir an einem falschen Ort, der sich aber als kleine Naturschönheit entpuppt.

Neben einer Kirche, die auf einem grossen Stein erbaut wurde, laufen wir zu mehreren kleinen Wasserfällen, die als Rutschbahn benutzt werden können. Da wir unsere Badehosen für den Brennerei-Besuch nicht eingepackt haben, bleibt uns nur das Zuschauen :o(

Schlussendlich finden wir die Brennerei doch noch.

Ein kleiner interessanter Rundgang und eine grosse Degustation – und schon hat die Cachaça-Gemeinde zwei neue Freunde gewonnen ;o))

Die Küstenstrasse von São Paulo nach Río soll ein landschaftliches Bijou sein und wurde uns immer wieder empfohlen. Doch ausser Regenwald sehen wir nicht viel. Nur ab und zu erhaschen wir durch einen freien Ausschnitt etwas von der Küste. Die wenigen Mirantes/Aussichtspunkte sind - wie in Chile - da wo es Platz hat, nicht dort, wo man etwas sehen könnte :o(

 

So ziehen sich die 254 km bis nach Rio – auch dank der unzähligen Blitzer und Geschwindigkeits-Schwellen – enorm in die Länge.

Wir kommen Río de Janairo immer näher und der Verkehr wird immer dichter.

Die ersten für Río typischen runden Felsen tauchen vor uns auf. Wir fahren der Ipanema Beach entlang und biegen dann ein in die weltberühmte Copacabana.

Direkt neben dem Zuckerhut und gut bewacht vom brasilianischen Militär finden wir für zwei Nächte einen sicheren Platz zum Schlafen.

Reisen macht hungrig und so lassen wir uns mit dem Taxi in eine Churrascaria fahren, geniessen ein köstliches Buffet und ein ausgiebiges Rodizio - Fleisch am Tisch von Spiessen geschnitten - mmmh lecker!

Heute Dienstag sind wir natürlich die ersten an der Zuckerhut-Seilbahn – wir haben ja auch nur eine Minute zu laufen. Von oben geniessen wir die herrliche Aussicht auf Río. Wir können nur bestätigen – Río ist eine der schönsten Städte der Welt. 

 

Wieder unten fahren wir mit der Strassenbahn hoch nach Santa Teresa, ein Künstlerviertel mit angeblich vielen Restaurants und Ateliers. Doch von beidem finden wir nicht wirklich viele und so sind wir auch schnell wieder unten.

 

Nach einem längeren Spaziergang durch die Stadt lassen wir alte Erinnerungen der Copacabana hochleben.  

Prost Grande Angola!

 

Wieder zuhause geniessen wir die kurze Zeit bis zum Eindunkeln an der Velmho Beach.

Heute Morgen werden wir um 07.00 Uhr von Militärmusik geweckt. Ein Bataillon Soldaten unter den strengen Augen des Schul-Kommandanten marschiert auf. Nachdem einigen Kadetten Orden an die Brust geheftet wurden, geht es wieder zurück in die Klassenzimmer.

 

Früher als sonst verlassen wir daher Río de Janeiro über die mehr als 13 km lange Brücke Ponte Presidente Costa e Silva. Durch diesen Übergang wird der Weg zwischen Rio und unserem nächsten Ziel - Niterói - um mehr als 100 Kilometer verkürzt.

Búzios

21.-24.02.2018

 

Wir fahren der Küste entlang Richtung Cabo Frío und Búzios.

 

Unendliche lange, helle Sandstrände und türkis-blaues Wasser. Da können wir nicht widerstehen, da müssen wir unbedingt rein.

Die Strömung ist aber leider so stark, dass wir uns nur bis zu den Knien rein wagen – schade :o/

In Búzios auf dem kleinen Camping haben wir Glück. Die Ferienzeit ist vorbei und es hat genügend Platz für uns.

 

Kaum sind wir eingerichtet, kommt ein weiterer Camper dazu. Welche Überraschung – es sind Maria und Heinz aus Dietlikon/ZH.

Während es draussen richtig runter strätzt, geniessen wir den Abend zusammen bei einer guten Flasche Rotwein und als Bettmümpfeli - einen 4-jährigen Cachaça.

 

 

Liebe Maria, lieber Heinz

Wir haben den Abend mit euch in eurem 'gmüetlichen' Brujito sehr genossen. Schade, dass wir uns nicht mehr revanchieren konnten. Aber wer weiss.......vielleicht in Bolivien oder Peru!

Búzios das St. Tropez Brasiliens.

Bekannt wurde das kleine Fischerdorf durch Brigitte Bardot, die 1964 ein paar Monate hier verbrachte.

Heute lebt die kleine Halbinsel mit ihren 23 Badebuchten hauptsächlich vom Tourismus.

  

Mit den Bikes erkunden wir die sehr hügelige Landschaft. Bei dieser Hitze rauf und runter – da kommen wir ganz schön ins Schwitzen! Eine kühle ‚Coco Gelado‘ ist da genau richtig!

Nova Friburgo

25./26.02.2018

Wir verabschieden uns für die nächsten Monate vom Atlantik und fahren ins Inland zu einem kleinen Stück Schweizer Geschichte.

 

1819 verliessen über 2000 Schweizerinnen und Schweizer - davon 140 Luzerner - ihre von Hungersnot und Elend heimgesuchte Heimat und machten sich auf nach dem gelobten Land Brasilien. Nach einer verlustreichen Überfahrt feierten die Auswanderer 1820 die Gründung von Nova Friburgo.

  

Die enge Strasse windet sich um die hügelige Landschaft und durch den Regenwald bis nach Nova Friburgo. Den Camping müssen wir nur mit einem Huhn teilen, dass Familienanschluss sucht ;o))

Wir besuchen das Casa Suiça – Schweizer Haus in Nova Friburgo.

Neben einer Käserei und einer Schoggi-Fabrikation beherbergt das Haus ein sehr interessantes Museum zur Geschichte der Schweizer Einwanderer.

 

Soviel Information macht hungrig! Wir kaufen Raclett- und Bergkäse und entdecken im Kühlfach  noch die Servelats – hmmm, das gibt ein feines Zvieri!

  

Ein kurzer Verdauungsspaziergang zum Denkmal von Wilhelm Tell und schon wieder beginnt es zu regnen.

Der Goldstrasse entlang nach Tiradentes, Ouro Preto und Mariana

 

 

 

27.2.-04.03.2018

 

Ende des 17. Jahrhunderts wurden in der heutigen Provinz Minas Gerais reiche Gold- Silber- und Edelsteinvorkommen entdeckt.

 

Um diese Reichtümer nach Portugal zu verschiffen, baute man Strassen von Diamantina im Landesinnern zu den Häfen von Paraty und Rio de Janeiro am Atlantik.

 

Die barocken Kolonialstädte entlang dieser Goldstrasse zeugen noch heute von dieser wirtschaftlich und kulturell grossartigen Epoche. 

Tiradentes

 

Tiradentes ist ein malerisches kleines Städtchen und besitzt mit der Barockkirche Matriz de Santo Antônio ein wahres Schmuckstück.

Der Sakralbau soll eine der schönsten Kirchen in ganz Brasilien sein. Die Altäre sind mit kunstvollen Schnitzereien und viel Gold verziert – es verschlägt einem beim Eintreten fast die Sprache.

Leider darf diese Pracht nicht fotografiert werden und so müssen wir uns mit Fotos von der schlichten Kirche - Nossa Senhora do Rosario - begnügen.

Auf dem Camping bei Hans aus der Schweiz geniessen wir ein paar ruhige Tage und entdecken wieder viel Neues in der Natur.

Kurz nach der Weiterfahrt passieren wir einen Wasserfall mit mehreren natürlichen Schwimm-Becken. Ab geht es ins kühle Nass, bevor wieder das nächste Gewitter aufzieht :o/

Ouro Preto - UNESCO Weltkulturerbe

  

Kurz vor Ouro Preto übernachten wir hoch in der Serra do Ouro Branco.

Wir wurden mehrheitlich gewarnt: „Fahrt ja nicht nach Ouro Preto rein, parkiert den Camper ausserhalb!“

Aber kaum erreichen wir den Ort, sind wir auch schon mitten drin :o/

 

Die Strassen sind sehr eng und sehr sehr steil und alles mit Rüttel-Kopfsteinpflaster. Röbä kommt beim Durchfahren der steilen Gassen ganz schön ins Schwitzen.

 

In einer ruhigen Seitenstrasse finden wir aber doch noch ein Plätzchen zum Parkieren. Wir entschliessen uns, auch die Nacht hier zu verbringen.

 

Weiter geht es jetzt zu Fuss – rauf und runter – von einer Kirche zur anderen. Insgesamt sind es 13 Kirchen und 4 Kapellen!! Leider auch hier – fotografieren verboten :o((

Die Hügel rings um Ouro Preto sind von Goldminen durchlöchert.

 

Das Gold wurde von kleinwüchsigen afrikanischen Sklaven geschürft. Wer mehr als 1.60m gross war, durfte sich nicht fortpflanzen, wurde von den Portugiesen mit Cachaça betäubt und kastriert.

Mariana

 

Die letzte Stadt auf der Goldstrasse, die wir besuchen, ist die älteste Stadt von Minas Gerais. In Mariana sind noch heute viele Minen in Betrieb.

 

Nach dem Besuch der Zwillingskirchen aus dem 18. Jahrhundert lauschen wir auf dem Dorfplatz dem Sonntagskonzert der lokalen Blasmusik.  

Belo Horizonte

05.-08.03.2018

Genau zur Stosszeit treffen wir in Belo Horizonte ein. Die drittgrösste Stadt Brasiliens mit ca. 3 Mio. Einwohnern ist eine der bedeutendsten Industriestädte des Landes.

Wir zwängen uns durch den dichten Verkehr und steuern auf die Touristen-Information im Zentrum der Stadt zu. Doch leider – Montag geschlossen! Also nichts wie raus!

 

In einem ruhigen Nobelviertel der Stadt liegt der künstlich angelegte Park und See Lagoa da Pampulha. Hier stellen wir den Camper auf einem Parkplatz ab und umrunden mit unseren Bikes den See.

 

Die von Oscar Niemeyer 1940 entworfene Kirche steuern wir als erstes an. Wegen ihrer sehr modernen Architektur wurde sie von der katholischen Kirche lange nicht anerkannt. Leider auch hier – Montag geschlossen! 

 

Dafür entdecken wir am Seeufer eine putzige Familie Capivaras, die auch montags unterwegs ist ;o))

Nach einer ruhigen Nacht auf dem Parkplatz klopft es während des Frühstücks an unserer Türe.

 

Wender – selber Besitzer eines Campers – dreht hier jeden Morgen mit dem Bike seine Runden. Er meint, es sei viel zu gefährlich hier in der Nacht und lädt uns ein, bei sich vor dem Haus zu parkieren! Diese Einladung nehmen wir gerne an.

 

Wender, Dayse und Samuel wohnen in einem gesicherten Quartier mit 450 Häusern und einer unbezahlbaren Sicht auf Belo Horizonte. 

 

Dayse bekocht uns mit typischen, sehr leckeren Gerichten aus der Provinz Minas Gerais - Comida Mineira - und Wender tischt uns zum Dessert zwei Cachaças aus der Familien-Brennerei auf - köstlich.

Heute Mittwoch lässt Wender seine Arbeit ruhen und führt uns zu einigen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Als erstes fahren wir zum höchsten Aussichtspunkt. Leider haben wir Pech. Der Mirante liegt in einem Park, der wegen den vielen Gelbfieber-verbreitenden Mücken geschlossen ist.

 

Beim Parque Papst Johannes Paul II - er war 1980 in Belo Horizonte - haben wir mehr Glück, und die Aussicht ist auch nicht schlecht.

 

Im Kulturzentrum besichtigen wir eine temporäre Ausstellung mit elektronischer Kunst und beschliessen den Tag mit dem Besuch im Mercado Central.

Querido Wender, querida Dayse, querido Samuel

 

Agradecemos os dias interessantes em Belo Horizonte e para sua execelente hospitalidade - amigos para sempre!

Muitos abraços

 

Brumadinho – Kunstpark Inhotim

08./09.03.2018

 

Unser Navi führt uns – wieder einmal - durch eine Hintergasse nach Brumadinho.

Die schlechte Strasse müssen wir mit zahlreichen Lastwagen teilen, die Erz abtransportieren.

 

Wir nehmen noch einen lokalen Autostopper mit, der sich zum Schluss mit einem langen und innigen Gebet bei uns bedankt.

Der 140ha grosse Park Inhotim vereint Natur und Kunst zu einer Einheit.

Hier müssen wir zum ersten Mal unsere Gelbfieber-Impfung ausweisen, denn ohne kommt man nicht rein.

 

Während 2 Tagen geniessen wir die wunderschöne Parkanlage, bestaunen die Natur, die seltenen Pflanzen, die vielen Galerien und die ausgefallenen Kunstwerke. 

Capitólio

10.-13.03.2018
Wieder einmal öffnet Petrus alle Schleusen und es giesst wie verrückt.

Zum Glück haben wir den Camping in Capitólio schon bezogen – den ganzen Platz für uns ganz alleine!

 

Am nächsten Tag scheint wieder die Sonne und die ersten Besucher aus dem Dorf stehen schon vor der Tür. 

Nach zwei Ruhetagen geht es heute Dienstag zum Lago das Furnas.

Zusammen mit sechs anderen Passagieren fahren wir mit einem Boot zu den drei Wasserfällen, wo wir schwimmen und schnorcheln.

Zurück von der Bootstour besichtigen wir den Canyon mit den Wasserfällen auch noch von oben.

Holambra

15./16.03.2018

Die Holländer haben 1948 die Siedlung Holambra gegründet. Heute zählt der Ort 13‘000 Einwohner.

Eine echte Windmühle als Stadttor begrüsst uns. Hier bekommen wir auch sofort Hilfe auf der Suche nach einem geeigneten Standplatz für unseren Camper.

 

Der Clube Fazenda Ribeirão offeriert uns einen gratis Stellplatz mit Strom und Wasser. Herzlichen Dank!

Am Nachmittag machen wir uns auf, das Städtchen zu entdecken. Wir sind verblüfft, denn hier sind wir wirklich in Holland.

Die Häuserfassaden, die Souvenirs, die Menschen – alles ist Holland. Das einzige, was nicht holländisch ist, ist eine Familie von über 30 Capivaras, die am kleinen See ihre Siesta verbringt ;o))

Heute Freitag lassen wir uns von Marcelo – Tourguide – Holambra und Umgebung näher zeigen.

 

Wir erfahren viel über die ersten Siedler und ihre Start-Schwierigkeiten bis hin zum heutigen florierenden Zentrum der Blumenzucht. 45% der in Brasilien produzierten Blumen kommen von den 380 Produzenten aus Holambra. Die berühmten holländischen Tulpen suchen wir aber vergebens, denn denen ist es hier zu heiss.

Der Besuch einer Farm die Cachaça brennt, rundet unsere 3.5 stündige Tour ab.

Herzlichen Dank Marcelo, das war sehr interessant.

Campinas

17./18.03.2018

Wir haben eine Einladung von Luis und seiner Familie in Campinas. Luis und sein Bruder Ricardo waren im Norden von Argentinien mit den Bikes unterwegs, als wir sie trafen.

 

Wir verbringen einen gemütlichen Samstagnachmittag zusammen mit der ganzen Familie am Pool und geniessen unseren ersten brasilianischen Grill mit Lammfleisch und Manioka.

 

Am Sonntag früh um 8 Uhr heisst es auf die Bikes und los geht’s! Luis und die Jungs unternehmen mit uns eine 30km-Tour über Stock und Stein. Wir durchfahren unter anderem auch ein Gebiet, das in ein paar Jahren nur noch mit Tauchausrüstung besichtigt werden kann, da hier ein Stausee gebaut wird. Schade!

 

 

Unsere müden Muskeln entspannen wir im Pool bis sich die ersten Anzeichen von Schwimmhaut-Bildung zeigt ;o))

Dear Elisa, Luis, Felipe and Rafael

An unforgettable weekend comes to an end. We enjoyed the time together with you a lot and the bike ride was very special and informative – fruit, monkey etc....!

 

Thank you all for your time and the warm welcome.

Helvétia

19.03.2018

 

Südlich von Campinas gibt es eine weitere Schweizer Siedlung - Helvétia - gegründet 1888. Als erstes entdecken wir den Armbrust-Schiessstand und das Denkmal für die damaligen Gründer.

 

Die Kirche und die Schule stehen ganz unter dem Schutz des Heiligen Bruder Klaus aus Flüeli-Ranft.

 

Der grosse Rest des Ortes ist brasilianisch und versteckt sich hinter hohen Mauern.

Apiaí - Parque Estadual Turístico do Alto Ribeira /PETAR

20.-24.03.12018

 

Apiaí breitet sich um einen Hügel aus, der von ehemaligen Goldminen durchlöchert ist. Früher wurde hier im grossen Stil Gold abgebaut. Inzwischen ist alles wieder mit Regenwald überwachsen. Trotzdem - auf dem Weg zum Aussichtspunkt der Stadt finden wir immer noch den einen oder anderen Minen-Eingang.

Unterwegs zum Parque PETAR fahren wir an einer Harz-Plantage vorbei. Das Harz wir zu Klebstoff für Schuhe verarbeitet.

 

Im Park wollen wir mit einer Führerin drei Höhlen besichtigen.

 

Die grösste Caverna Santana ist leider wegen anhaltendem Regen überflutet. In der Caverna Morro Preto kriechen, rutschen und klettern wir über die nassen glitschigen Steine und Leitern bis in den hintersten Winkeln.

 

Im Dunkeln sitzend ruhen wir uns anschliessend aus und geniessen die Stille. Ausser Wassertropfen ist nichts zu hören. Die Caverna Couto beginnt mit einer Überraschung. Hier muss man durch einen Bach zum zweiten Ausgang der Höhle balancieren und höllisch aufpassen, dass die Füsse nicht nass werden.

 

Nach sechs interessanten Stunden 'Höhlenforschung' sind wir definitiv wieder am Tageslicht.

Apiaí - Foz do Iguaçú

25.-28.03.2018

Regen, Regen und immer wieder stundenlanger Regen!
Eigentlich wäre das nur halb so schlimm, denn wir müssen in den nächsten Tagen 800 km bis Foz do Iguaçú zurücklegen. Wir hätten aber noch gerne den Parque do Guartela - sechst grösster Canyon der Welt - und die Wasserfälle bei Prudentópolis besucht. Aber die Naturstrassen sind alle aufgeweicht und sehr rutschig – also lassen wir es sein.

 

Wir fahren 400 km lang an Sojafeldern vorbei, die beidseits der Strasse bis zum Horizont reichen. Was früher einmal Regenwald war dient heute der Futterproduktion für Rinder und Schweine. Wir nehmen uns vor, in Zukunft wieder etwas weniger Fleisch zu essen!

Wir durchfahren ein Reservat von brasilianischen Ureinwohnern Guarani, die am Strassenrand ihre geflochtenen Handarbeiten anbieten.

Hier kaufen wir ein paar Geschenke für unsere Lieben zu Hause :o))

Itaipu - Staudamm und Kraftwerk

Nördlich der Stadt Foz do Iguaçú an der Grenze Brasilien/Paraguay liegt das Wasserkraftwerk Itaipu. Mit einem 8km langen Staudamm – der zweitgrösste der Welt - wird hier der Grenzfluss Paraná auf einer Länge von ca. 170 km zum Itaipu-Stausee gestaut. 

In einer 3-stündigen Besichtigungstour zeigt man den Besuchern stolz das Gemeinschaftsprojekt von Brasilien und Paraguay.

 

Die Zahlen sind eindrücklich:

 

- Mit dem verbauten Eisen könnte man 380 Eiffeltürme bauen

- Der für den Bau notwendige Erd- und Fels-Aushub war 15x grösser als beim Eurotunnel

- 40'000 Arbeiter waren auf der Baustelle tätig und mussten mit Mahlzeiten und Unterkunft versorgt werden

- Im Jahr 2016 wurden 103 Terawattstunden produziert - Weltrekord.  Für diese Energie würde man ansonsten 8 Kernreaktoren benötigen oder müsste dafür 536‘000 Fass Öl am Tag verbrennen.

 

Aber auch der Preis für das Megaprojekt ist hoch.

 

- 145 Menschen kamen bei den Baurbeiten ums Leben

- 60‘000 Menschen  haben ihre Heimat verloren

- riesige Regenwaldflächen wurden abgeholzt oder verschwanden in den Fluten.

- 50Mio USD, die jedoch in ca. 5 Jahren zurückbezahlt sein werden

Alles wird peinlichst genau geteilt. Da Paraguay 220V/50Hz und Brasilien 110V/60Hz benötigt, produzieren 10 gigantische Turbinen/Generatoren Strom für Paraguay, die anderen 10 produzieren für Brasilien.

Da aber Paraguay nicht seinen gesamten Produktions-Anteil benötigt, kauft Brasilien diesen den Paraguayos ab und transformiert die Spannung bzw. die Frequenz auf ihre Bedürfnisse um.

 

Auch jede Personal-Funktion ist doppelt besetzt. Benötigt man z.B. einen Mechaniker, so werden immer 2 Personen eingestellt - ein Paraguayo und ein Brasilero. Nicht sehr effizient, aber es scheint zu funktionieren :o))

 

 

Foz do Iguaçú - Wasserfall Iguaçú 1. Teil

29.03.-03.04.2018 

In der Nacht zum Oster-Sonntag prasselt der Regen ohrenbetäubend auf unser Dach – an Schlaf ist nicht zu denken. Dann zwei dumpfe Schläge und unser Sonnen-/Regendach ist zerrissen :o(

Also ab in die Klamotten und im triefenden Regen retten was noch zu retten ist.

 

Anstelle von Ostereier suchen, flicken wir heute mit Hilfe von Arnold aus Deutschland unser Vordach. 

 

Herzlichen Dank - lieber Arnold, liebe Annika  - für eure Hilfe!

Parque das Aves/Vogelpark

 

Heute Ostermontag endlich wieder etwas Sonnenschein.

Wir unternehmen einen Ausflug in den exotischen Vogelpark. Was da so alles rumfliegt – unglaublich und wunderschön! 

Der Park unterhält mehrere Brutstationen, wo vom Aussterben bedrohte Vögel gezüchtet und in die Freiheit entlassen werden. 

Wasserfall Iguaçú – 1. Teil

 

03.04.2018

Gigantisch – grossartig – einmalig!

Wir kommen aus dem Staunen kaum mehr heraus. Die Wassermassen des Rio Iguaçu donnern mit einer riesigen Wucht über die bis zu 80m hohen Felskanten.

Ein fast kreisrunder Regenbogen öffnet sich unter uns. Dank unseren Regenpelerinen werden wir nicht ganz ‚pfludinass‘ – fotografieren fast unmöglich und die Bilder wiederspiegeln in keinster Weise das Erlebte.

Das muss man selber gesehen haben!!!!

 

Wir schlendern dem Uferweg entlang und begegnen immer wieder den putzigen und gefrässigen Nasenbären.

Nach sechs Tagen in Foz do Iguaçú ziehen wir weiter nach Paraguay.

Fazit südliches Brasilien

Brasilien ist der flächen- und bevölkerungsmässig fünftgrösste Staat der Erde und mit über 186 Millionen Einwohnern der bevölkerungsreichste Südamerikas. Er nimmt 47% des Kontinents ein. Angesichts der unglaublichen Grösse dieses Landes drängt sich eine Unterteilung unseres Fazits auf. 

 

Auf unserer 75 Tage dauernden Reise durch das südlichen Brasilien haben wir festgestellt, dass

 

…. die Menschen freundlich aber mehrheitlich eher zurückhaltend sind

…. das Land grün und hügelig ist

…. die Farbe der Erde oft rötlich oder gar orange leuchtet

…. der Regen auch ausserhalb der Regenzeit lange und heftig runterkommen kann

…. kein oder nur wenig Abfall am Strassenrand liegt und Abfalltrennung keine Seltenheit ist

…. eine Nachtruhe-Regelung existiert

…. auf der Strasse immer viel zu schnell gefahren wird

.... und darum die Geschwindigkeit mit sehr vielen, vorangekündigten Blitzern und Schwellen im Zaum gehalten wird 

.... fast überall und auch die kleinsten Beträge mit Kreditkarte bezahlt werden können

…. relativ wenig Spektakuläres zu besichtigen gibt

.... und dass diese Sehenswürdigkeiten meistens viele Fahrstunden auseinander liegen

Die Reise geht in Paraguay weiter