Informationen für eigene Reisevorbereitungen

Bei unseren Reisevorbereitungen haben wir unglaublich viel aus anderen Reise-Blogs gelernt. Einige für uns relevante Informationen geben wir hier weiter und hoffen, dass das eine oder andere Detail jemandem bei seinen Reisevorbereitungen weiterhilft. Selbstverständlich sind wir gerne bereit auf entsprechende Mail-Anfragen weitere Details zu vermitteln.

Wird laufend ergänzt.

 

Allgemeines

  • Alle Ausweise haben wir gescannt und in unserer privaten Cloud (NAS von QNAP) hinterlegt, mehrfach farbig kopiert und laminiert. Eine Ablage in einer kommerziellen Cloud oder in der eigenen Mailbox geht natürlich auch, schienen uns jedoch nicht sicher genug.

Finanzen

  • US Dollar in bar und Kreditkarten (VISA & MASTERCARD).
  • Mit der VISA-Karte von DKB (Deutschen Kredit-Bank) kann man Geld an Automaten ohne zusätzliche Gebühren (nebst den lokalen) abheben und Kahrtenzahlungen ohne Spesen vornehmen. Voraussetzung dafür ist eine monatliche Überweisung von 700€ an die DKB.

Gemeinde, Steuern (Kt. ZH)

  • Wer mehr als sechs Monate die Schweiz verlässt, muss sich bei seiner Wohngemeinde abmelden. Solange man nicht in einem anderen Land wieder angemeldet ist, bezahlt man weiterhin in der ehemaligen Wohngemeinde Einkommens- und Vermögens-Steuern.

Impfungen, Medikamente, Profilaxe

  • zusätzlich zum normalen Update der Impfkarte haben wir Tollwut, Gelbfieber und Hepatitis geimpft.
  • Internationaler Impfausweis (gelb) ist in einigen Südamerikanischen Ländern notwendig, vorallem in Brasilien.
  • Für Reisen tropische Gebiete (Amazonas, Mittelamerika) haben wir ein 3x3m grosses Moskitonetz zum überdecken der Betten dabei.

ICT und Navigation

  • Samsung Smartphones mit 2 SIM-Karten (Schweizer prepaid SIM und ev. länderspezifische SIM)
  • HP Envy Laptop und MS Surface Pro 4 Notebook für Blog-Pflege, Routen-Vorbereitung, Lesen, Streamen, Musik, etc.
  • WLAN-Verstärker-Antenne  (TravelConnector TC12SE2 inkl. Router) zur besseren Zugreifbarkeit von WLAN/WiFi (ein gutes WiFi ist in einigen Ländern in SA schwierig zu finden)
  • Fotodrucker für Camper-Fotowand mit Familienfotos
  • HERE- und MAPS.me-Strassenkarten auf Smart Phones geladen, sodass diese zur Navigation auch off-line benutzt werden können. Zusätzlich dazu traditionelle Strassenkarten von allen Südamerikanischen Ländern.
  • Die App iOverlander ist sehr hilfreich um Stell-Plätze, Gas und andere Orte zu finden.
  • Für Taxi-Dienste und Zimmer-/Wohnungs-Mieten haben wir Uber und airbnb installiert
  • Nachtrag März 2021: In Chile und Kolumbien muss nach 30 Tagen für die Weiterbenutzung der lokalen SIM-Karte jedes ausländische Smartphone amtlich registriert werden (Pass und Kaufquittung sind dafür notwendig. Die Registrierung dauert etwa 5 Tage, kann aber bereits im Voraus in der Schweiz durchgeführt werden). In Brasilien können Ausländer keine SIM-Karten kaufen (eine brasilianische Freundin hat diese für uns beschafft)
    Da auch die lokalen pre-paid SIM-Karten nicht befriedigen (teuer, zum Teil aufwändig zu beschaffen),  nutzen wir ausserhalb der Campings ein Mobil WiFi /WLAN (AirCard von Qynamics in Neatgear-Gerät).

 Versicherungen

  • Reise-Krankenversicherung - Da nur angemeldete Bürger sich bei einer Schweizer Krankenversicherung versichern lassen können ist man gezwungen, für die Zeit nach der Abmeldung (siehe Gemeinde) eine ausländische Reise-Krankenversicherung abzuschließen. Einige CH KK lassen eine zeitlich begrenzte Sistierung der Zusatzversicherung/ZV zu. Mit dieser Sistierung könnte man bei einer allfälligen Rückkehr die frühere ZV ohne neuerlichen Gesundheits-Check/Risiko-Überprüfung wieder abschliessen. 
    Nachtrag März 2021: Durch den Corona-Lockdown in der CH blockiert, haben wir uns dort wieder angemeldet (Gemeinde und Krankenkasse). Wir beabsichtigen aber, uns neu bald wieder abzumelden und bei der Reiseversicherung  AVI Internationl Marco Polo versichern zu lassen.
  • Rega - Wir bleiben weiterhin Gönner, so dass im gesundheitlichen Notfall eine Rückschaffung möglich wäre. Viele südamerikanische Länder haben jedoch ausgezeichnete Spitäler.
  • Privat-Haftpflicht, Hausratversicherung, Diebstahl - Reduziert (Achtung - damit CH Versicherungen weitergeführt werden können, müsste man in der CH angemeldet sein).
  • Auto-Haftpflicht für Camper - über einen europäischen Vermittler in Uruguay für alle Mercosur-Länder (www.rsagroup.com.uy) abgeschlossen.
    Nachtrag März 2021: In diversen Ländern (z.B. Peru, Kolumbien, Panama) kann man, muss aber nicht (z.B. Ecuador nicht zwingend) eine Haftpflichtversicherung bei/nach Grenzübertritt lösen

Visas

  • Die meisten südamerikanischen Länder gewähren ein 3-Monat gültiges Touristen-Visa. Wer länger bleiben möchte verlässt das Land für eine kurze Zeit und reist anschliessend wieder ein.
  • Nachtrag: Schweizer erhalten in  Brasilien ein 3 Monats-Visum, anschliessend muss man das Land für 3 Monate verlassen, bevor man wieder 3 Monate erhält
  • Nachtrag: Schweizer erhalten in Bolivien und Equador nur ein 3 Monats-Visum pro Kalenderjahr

 Vollmachten

  • Damit neben dem offiziellen Fahrzeugeigentümer (gem. Fz-Ausweis) noch andere Personen (z.B. Ehefrau) zum Fahren des Wohnmobils berechtigt sind, empfiehlt es sich, eine Vollmacht dabei zu haben, mit der der Fahrzeugeigentümer anderen Personen zum Fahren des Fahrzeugs berechtigt.
  • Um dem Back-Office zu Hause während der eigenen Abwesenheit die Arbeit zu erleichtern – oder gar erst zu ermöglichen – sollte man sich vorher genau überlegen, wer welche Vollmacht benötigt und diese bei den jeweiligen Institutionen (Banken, Versicherungen etc.) persönlich hinterlegen.

Wohnmobil

  • Knaus Sky TI MEG 650, Fiat Ducato Multijet, 130 PS, 2.3l, Jg. 2012, Euro 5
  • 4x4 ist keine zwingende Notwendigkeit mehr für Südamerika  :o))
  • Für das Befahren der vielen Schotter-Pisten empfiehlt es sich, falls nicht bereits vorhanden, das Fahrzeug mit Gummi-Kotflügeln auszustatten.
  • Kontrollschilder  - Da ausserhalb Europas die uns bekannten CH-Autoversicherungen nicht gültig sind, schicken wir die Kontrollschilder bei der Ankunft im Hafen von Hamburg in die CH zurück; den Fahrzeugausweis haben wir behalten. In der CH liessen wir uns Schilder-Duplikate anfertigen (Turi-Funk, Brütisellen), welche wir kurz vor dem Einschiffen am Camper mittels gekonterten Schrauben (Diebstahl-Hürde) befestigen.
  • Ersatzteile - Haben ein vom Fiat-Spezialisten zusammengestellten Ersatzteilsatz dabei
  • Solaranlage - mit Wechselrichter (12V/230V, kurzzeitig ca. 1'200W für Kaffee-Maschine)
  • Gas - selbst eingebaute fixe Stahlflaschen, 2x14kg LPG. Diverse Adapter (Gas-Flaschen & LPG) sowie Komponenten zum Basteln von flexiblen Gasverbindungen (z.B. zum Umfüllen aus lokaler Gasflasche).
  • Keller-Einrichtung - 8 graue Faltboxen von Coop, Winter- & überzählige Kleider in platzsparenden Vakuum-Beuteln von Ikea.
  • Ersatzrad, Pneu-Reparaturkit und -Reparatur-Flüssigkeit
  • Windschutzscheiben-Reparaturkits für kleine Beschädigungen
  • Fiberglas-Reparaturkit für Beschädigungen an den Kunststoff-Elementen des Campers (inzwischen bereits mehrfach benutzt; kann lokal auch bei Farben-/Pintura-Shops gekauft werden; Epoxy-Resina)
  • Nachtrag: Für Naturstrassen (Schlaglöcher, Waschbrett) sowie für Pisten mit tiefem Sand ist die Reduktion des Reifendrucks um ca. 2 bar eine gute Sache. Ein guter Druckluftkompressor ist zum raschen Wieder-Aufpumpen unverzichtbar.
  • Nachtrag: In Brasilien treffen wir zum ersten Mal auf 110V-Netzspannung. Wir kaufen uns daher in Curitiba einen Spannungs-Transformator 110V-/230V mit 3000VA Scheinleistung für Klimaanlage, Kühlschrank, Kaffeemaschine und Licht.