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Letzter Blog-Update und Newsletter, 23. März 2020

Panamá

Grün 2020   Rot 2008

Panamá

28.-31.01.2020

Nach unserem heutigen Flug nach Panamá beginnt unsere Reise durch Mittelamerika.

Etwas angespannt fahren wir mit dem Taxi zum Flughafen von Cartagena. Bei all diesen Pleiten und Pannen der letzten Zeit trauen wir der ganzen Sache noch nicht so ganz. Aber alles klappt, das Flugzeug landet zur angegebenen Zeit und wir können Carmen - die Mutter unseres Schwiegersohnes - endlich in die Arme schliessen.

 

Zwei Tage später bekommen wir die Meldung, dass unser Camper in Colón zum Abholen bereit steht. 

Mit der Hilfe von Carmen und Dicky - ihrem Neffen - wickeln wir den Papierkram in Panamá City und Colón um einiges schneller ab und schon sind wir wieder im Besitz unseres mobilen Heims. Der Camper selbst hat die Fahrt - zum Glück - unbeschadet überstanden :o))

Darién – Anfang und Ende der Panamericana in Mittelamerika

03.-06.02.2020

Wenige Panameniós, sofern sie nicht selber im Grenzgebiet Darién wohnen, haben dieses Gebiet je betreten. Bis heute geistern Horror-Geschichten in deren Köpfen herum. Im Darién sei es gefährlich, da Schmuggler und Drogenhändler sowie Widerstandskämpfer die staatliche Ordnung und daher die persönliche Sicherheit weitgehend ausgeschaltet haben sollen.

 

Röbä möchte die Lage vor Ort selber auskundschaften und so begeben wir uns als erstes mit unserem Camper in das östlichste Gebiet von Panamá.

Der ehemals höchste Polizeichef Panamás und Nachbar von Carmen lässt seine Beziehungen spielen und will so sicherstellen, dass wir von dort auch wieder unbeschadet zurückkommen (siehe dazu auch unseren ersten Besuch in Colón im 2008).

 

Ein Teil der Strasse - bis an die Grenze zum Darién - ist übersät mit Löchern und so ruckelts ganz schön im Camper, anschliessend befahren wir perfekten Asphalt.

 

Zu unserer Überraschung säumen viele kleine Dörfer, grosse Rinder-Farmen und Teak-Plantagen die Strasse. Wir haben dichten Regenwald und wenig Zivilisation erwartet. 

 

Schnell bemerken wir, dass jeder Militärkontrollposten schon auf uns wartet. Per Funk werden wir weiter angekündigt und in Metetí bittet uns der wachhabende Soldat auf’s Militärgelände zu fahren. Jetzt steht uns eine längere Kontrolle bevor – befürchten wir!

Weit gefehlt, wir werden schon erwartet und vom ranghöchsten Militär im Darién persönlich begrüsst und eingeladen, die Nacht auf dem sicheren Kasernen-Gelände zu verbringen. Wow, wir sind beeindruckt!

Zuerst wollen wir aber noch nach Yaviza, dem Dorf am Ende und am Anfang der Panamericana im nördlichen Amerika.

Yaviza, ein kleines Dorf am Rande des Darién-Dschungels, - eingerahmt vom Río Chucunaque - ist Anfang und Ende der Panamericana im nördlichen Teil Amerikas. Bis zur Grenze Kolumbiens wären es noch ca. 80km Luftlinie durch die undurchdringliche Darién-Lücke.

Auf unserem Rundgang durch das Dorf werden wir interessiert beobachtet und immer freundlich gegrüsst. In der hintersten Ecke des Dorfes entdecken wir die Ruine des Fort San Gerónimo, das im 18 Jh. erbaut wurde und die spanischen Soldaten vor den Angriffen der Indianer und Piraten schützen sollte.

Zum Mittagessen kaufen wir uns ein Brathähnchen und machen uns auf den Rückweg ins Nachtlager auf dem Militärstützpunkt von Metetí.

Auf der Rückfahrt Richtung Panamá City biegen wir ab zum Camping am grossen Stausee Lago Bayano, wo wir ganz alleine auf einer Landzunge die friedliche Stille, das Singen und Zwitschern der Vögel und das Brüllen der Heuleraffen geniessen. So stellen wir uns das Paradies vor!

Panama City 1. Teil

Die Stadt – mit ihren 820‘000 Einwohnern - grenzt im Süden an den Pazifik und im Westen an den Panama-Kanal. Seit unserem letzten Besuch vor genau 12 Jahren hat sich einiges verändert.

Es sind viele zusätzliche Wolkenkratzer aus dem Boden geschossen, Panamá besitzt jetzt eine Metrolinie, das Casco Viejo/Altstadt ist praktisch vollständig restauriert - aber leider sind die typischen bunten ‚Diablo Rojo‘-Busse aus dem Stadtbild verschwunden.

Es bleiben uns noch einige Tage bis zu unserem Ferienflug in die Schweiz und Carmens Haus - im Zentrum der Stadt - ist für uns ein guter Ausgangspunkt für ein paar Ausflüge.

Wir laufen durch’s Casco Viejo und bestaunen die unglaubliche Veränderung. Es gibt nur noch ganz wenige Ruinen – alles ist fein rausgeputzt.

Um der brütenden Hitze zu entfliehen wandern wir mit Franklin, Ileana und Laura durch den Parque Natural Metropolitano und hoch bis zum Aussichtspunkt Cerro Cedro – was auch nicht ganz ohne schwitzen möglich ist!!

Mit Carmen geht es heute per Katamaran auf die Pazifikinsel Taboga. Sie liegt gerade einmal 20 km von Panama City  entfernt und von den etwas über 700 Einwohnern spürt man nicht viel. Da wir leider unsere Badeanzüge zu Hause gelassen haben, gehen wir etwas Feines essen, schlendern die einzige Strasse rauf und runter und - das war's dann schon!

Schweiz

4. Heimaturlaub - und wieder einmal gestrandet!

15.02. bis auf unbestimmte Zeit

 

Den Camper am Zoll in Panama abgegeben, Koffer gepackt, freuen wir uns auf die Ferien bei unseren Liebsten in der Schweiz.

 

Der Wettergott meint es gut mit uns und so erwartet uns nach der Landung in Zürich nur ein Temperatur-Unterschied von 17° ;o)) 

Es ist Fasnachtszeit und wir geniessen mit unseren Enkeln das fröhliche Treiben in Luzern und in Baar/ZG.

Das Corona-Virus ist noch in weiter Ferne!

Jetzt geht's plötzlich Schlag auf Schlag! Das Corona-Virus dreht der Welt den Lebensnerv ab.

Die ersten europäischen Länder schliessen die Grenzen und in der Schweiz wird die Basler-Fasnacht abgesagt - ein erstes Raunen geht durchs Land. Nur langsam beginnen die Menschen den Ernst der Lage zu begreifen.

Der nächste Schock - auch die Schweiz schliesst die Grenzen, die Schulen, die Geschäfte und die Restaurants. Jetzt spielt sich unser Leben mehrheitlich zuhause ab.

 

Aus den anfänglichen Ausflügen mit unseren Enkeln zu den Spielplätzen werden nun Fahrradkreise und Waldspaziergänge, aber alles erst nach den täglichen 3 Morgenstunden Homeschooling!

 

Da auch Mittelamerika inzwischen Bekanntschaft mit dem Corona-Virus gemacht hat und alle Grenzen geschlossen sind, sitzen wir in der Schweiz auf unbestimmte Zeit fest :o(( 

Es gibt schlimmere Orte für einen einen Reise-Unterbruch und so versuchen wir das Beste daraus zu machen ;o))