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Letzter Blog-Update und Newsletter:  27. November 2020

Spanien (29. Oktober 2020)

Blau - 2020   Rot - geplant, aber nicht besucht da Corona-Lockdown   Braun - frühere Reisen 

Vejer de la Frontera - Tarifa

Auf der Fahrt der Atlantikküste entlang nach Gibraltar liegt auf einem Hügel das weisse Bergdorf Vejer de la Frontera. Vier Tore führen in die ummauerte Altstadt, die auf 200müM thront. Auf der Suche nach einem Parkplatz verlieren wir uns in den engen Einbahngässchen und drehen ein paar Ehrenrunden.

Nach einem steilen Aufstieg zu Fuss erreichen wir schlussendlich die einladende Plaza de España, die uns bei den weiteren Erkundungsgängen durch die hübschen Gassen immer wieder als Orientierungspunkt dient.

Auf dem höchsten Punkt von Vejer steht eine Burg aus dem 14. Jh. Von hier aus haben wir eine herrliche Sicht auf das weissgetünchte Dorf.

Los Molinos de Viento/die Windmühlen stehen auf einem Hügel am Rande des Dorfes. Wegen ihrer guten Lage kamen die Bauern aus der Fläche hierher, um ihr Getreide und Mais zu mahlen.

Tarifa ist der südlichste Punkt Europas und nur 14 Kilometer Luftlinie von Afrika entfernt. Von hier aus können wir den Dschebel/Berg Musa und die spanische Exklave Ceuta gut erkennen.

Tarifa ist vor allem bei Kitesurfern sehr beliebt, denn hier bläst das ganze Jahr ein kräftiger Wind. Das bekommen wir auch zu spüren, denn er bläst uns unaufhörlich Sand in die Augen. Die Surfer freuts, denn die fliegen - zu unserem Erstaunen - bis zu 10m über dem Wasser hoch durch die Luft. 

Mit dem Mietauto fahren wir von San Roque/Spanien nach Gibraltar/Grossbritannien

Gibraltar (30. Oktober - 02. November 2020)

Gibraltar

29.10.-02.11.2020

Auf unserer Andalusien-Rundreise machen wir einen Abstecher nach Grossbritannien. Wir haben uns im spanischen San Roque - nahe der Grenze zu Gibraltar - einquartiert, denn die Preise auf der britischen Seite der Grenze sind ziemlich gesalzen.

 

Heute Freitag – unser erster Tag auf der 6.5km2 grossen Landzunge – beginnt schon mal etwas schwierig, denn wir finden – trotz Navi-Hilfe – die Einfahrt nach Gibraltar nur mit Mühe. Die Spanier machen es uns nicht einfach und wir sind uns doch schon einiges aus Südamerika gewohnt!!

Wir als einzige 'Portugiesen' weit und breit fallen den Grenzbeamten natürlich auch sofort auf und müssen zur Passkontrolle antreten. Zumindest verabschiedet uns die englische Beamtin sehr freundlich mit....'Thank you love!' :o)

 

Der Flughafen – der quer zur Landzunge liegt – bildet die eigentliche Grenze. Zum Wohnen bleibt da für die 34'000 Menschen nicht mehr viel übrig, denn ein Grossteil der Fläche wird vom 426m hohen Felsen eingenommen.

Als erstes fahren wir einmal rund um den alles dominierenden Felsen. Gibraltar musste sich oft gegenüber feindlichen Angriffen zur Wehr setzen und wir finden daher auf der ganzen Halbinsel verteilt zahlreiche Festungs-Anlagen und Verteidigungs-Stellungen.

Da wir mit unserem Auto nicht zu den verschiedenen Sehenswürdigkeiten im 'Upper Rock'-Naturpark fahren dürfen und wir nicht drei Stunden rauf und runter laufen wollen, buchen wir uns einen Führer mit Fahrzeug.

Der bringt uns zuerst zur St. Michaels-Höhle, eine der 150 natürlichen Höhlen, die den Fels wie einen Emmentaler-Käse durchlöchern. Diese lockt normalerweise mit Licht-Shows und Konzerten unzählige Touristen in ihre Tiefen. 

Einige dieser Tropfstein-Höhlen - vor allem solche in der Nähe des Ufers - dienten schon den Neandertalern als Behausung. 

Der nächste Stopp ist ein beliebter Aussichtspunkt auf dem Fels-Rücken. Hier leben die quirligen Berberaffen, die letzte in Freiheit lebende Affenpopulation in Europa.

Diese cleveren Tiere haben sich seit langem an uns Menschen gewöhnt und dementsprechend werden wir von den Älteren mit einem gelangweilten Blick begutachtet. Die Jungen sind noch sehr neugierig und immer auf der Suche nach etwas Essbarem. Also Autofenster geschlossen lassen und beim Aussteigen schnell die Türe wieder schliessen, sonst haben wir beim Runterfahren ein, zwei blinde Passagiere an Bord! ;o))

 

Für die Briten sind die Affen übrigens sehr wichtig, besagt doch eine Legende, dass mit dem Aussterben des letzten Affen auch die britische Herrschaft über Gibraltar beendet sein wird.

Great Siege Tunnels/Grosse Belagerungs-Tunnel

 

Die Great Siege Tunnels sind eine Reihe von Stollen und Kavernen im nordöstlichen Ende des Felsens von Gibraltar.

Diese wurden während der 4 Jahre dauernden Belagerung durch Franzosen und Spanier im späten 18. Jh. von den Briten aus dem Kalkfelsen gehauen.

 

Geplant war bis zu einem Felsvorsprung - The Notch - zu graben und auf diesem ein Geschütz für die ansonsten nicht gut einsehbare nordöstliche Grenze nach Spanien zu platzieren. Zur Belüftung gedachte Felsenfenster wurden jedoch bald zu Geschützstellungen umfunktioniert und der 'Notch‘ für eine Geschützbatterie ausgehöhlt. 

Im 2. Weltkrieg wurden weitere Festungsanlagen für die Unterbringung von bis zu 16‘000 Soldaten aus dem Felsen gehauen. Im Gegensatz zu den älteren Belagerungs-Tunnel sind diese Grabungen offensichtlich zu hastig durchgeführt worden, so dass die jüngeren Festungswerke infolge Einsturzgefahr heute nicht mehr betreten werden dürfen.

Nach einem typisch englischen Mittagessen - Fish & Chips - spazieren wir auf der Main Street durch die Fussgängerzone und lassen das Stadtleben auf uns einwirken. 

Weiter geht's in Spanien mit unserem Mietauto

Spanien (02. - 30. November 2020)

Blau - 2020   Rot - geplant, aber nicht besucht da Corona-Lockdown   Braun - frühere Reisen 

Marbella - Málaga

02.-09.11.2020

Unsere heutige Weiterreise entlang der Costa del Sol unterbrechen wir kurz im mondänen Marbella - die Stadt der Reichen und Schönen.

Wo angeblich sonst der Jet-Set über die Uferpromenade flaniert, führen heute die Einheimischen ihre Hunde 'Gassi‘ und nur eine Handvoll Touristen sonnen sich am Strand.

Dies ist wiederum sehr reizvoll für uns, denn wir haben die engen romantischen Gassen im maurisch-andalusischen Stil fast alleine für uns.

Einem kleinen Menschenauflauf begegnen wir aber vor dem Rathaus. Hier wird in Anwesenheit lokaler Prominenz aus Politik, Kirche, Polizei und Armee eine Gedenktafel feierlich eingeweiht.  

Nach weiteren 70km erspähen wir am Horizont einen grauen Smogschleier, der sich über Málaga ausbreitet. Nicht gerade einladent!

Wir zwängen unser munziges Truckli - sehr kleines Auto ;o) -  in unseren noch munzigeren Garagenplatz und beziehen unsere Wohnung für die nächsten sieben Tage.

Das Wetter wechselt zwischen Sonnenschein, bewölktem Himmel und starkem Wind, der uns den afrikanischen Wüstensand in die Augen bläst. Aber bei Temperaturen gut über 20°C gibt es nichts zu meckern und Regen fällt nur in der Nacht. 

Wir wollen natürlich auch unseren Horizont noch etwas erweitern und deshalb geht’s heute zurück in die Vergangenheit.

Mit dem imposanten Bau der Kathedrale - ein Juwel der spanischen Renaissance - wurde im 16. Jh. begonnen und trotz 200-jähriger Bauzeit wurde sie nie fertiggestellt.

Wir tauchen noch weiter ab in der Zeitrechnung.

Die Alcazaba/القصبة  - Festungs- und Palastanlage - wurde Mitte des 11. Jh. von Mauren bzw. von aus Nordafrika stammenden Arabern errichtet und blieb in ihrem Besitz, bis 1487 spanische Truppen - nach mehr als dreimonatiger Belagerung - die Festungsanlage erobern konnten.

Mit dem Bus fahren wir hoch zum Castillo de Gibralfaro.

Die Burg war Truppenunterkunft und Schutz für die unterhalb liegende Alcazaba. Von der eigentlichen Burg ist nicht mehr viel zu sehen, dafür hat man von den Wehrmauern - bei klarem Wetter - einen herrlichen Blick auf Málaga.

Ich erinnere mich noch gut. Früher bei uns zuhause hiess es, wenn Besuch kam: “Nimsch nu es Churzes?“ Gemeint waren damit ein Lindenblüten-Schnaps für die Herren oder einen Málaga-Wein für die Damen.

 

Was liegt also näher, als dass wir uns jetzt auch ein 'Churzes' gönnen!

 

Die über 170jährige Bodega Antigua Casa de la Guardia öffnet bereits morgens um 9 Uhr. Dort geht aber niemand hin um Kaffee zu trinken, denn den bekommt man hier gar nicht aufgetischt.

Hier geht man ausschliesslich hin, um ein Glas Málaga zu trinken - und das bereits morgens um neun. Der Málaga wird von einem der zwanzig Fässer direkt ins Glas gefüllt. Die Rechnung schreibt der Kellner mit Kreide auf die alte Holztheke .

Caminito del Rey/Königspfad

Was früher ein Klettersteig für Verwegene war, ist nach seiner Erneuerung vor 5 Jahren zum interessanten Höhenweg für schwindelfreie Touristen geworden. In der Hochsaison - und ohne Corona - machen sich alle 15min ca. 30 Personen auf den Weg, daher wird eine Voranmeldung zwei Monate im Voraus empfohlen.

 

Der ursprüngliche Pfad wurde gebaut, um in dem unwegsamen Gelände das Baumaterial für einen Wasserkanal zu transportieren und später die Anlage auch unterhalten zu können.

 

Der neue Pfad führt über dem alten - auf einer Länge von ca. 3km - auf etwa 100m Höhe, entlang senkrechter Felswände, durch zwei bis zu 200m tiefe Schluchten des Río Guadalhorce.

 

Hoch oben ziehen Gänsegeier ihre Kreise und scheinen das Geschehen in den Schluchten aufmerksam zu beobachten. Im Waldstück zwischen den beiden Schluchten kann man - mit etwas Glück - auch den Iberischen Steinbock beobachten. 

 

Nachdem wir uns in der 1. Schlucht langsam an die Höhe gewöhnen konnten, schraubt sich der Pfad in der 2. Schlucht zum Teil in schwindelerregende Höhen - uns hat's gefallen!

Paraje Natural Torcal de Antequera

Vor ca. 150 Millionen Jahren begann sich hier durch die alpine Auffaltung der Meeresboden zu erheben. Seitdem nagen Regen, Schnee und Wind an diesen Kalksteinformationen und schaffen interessante Stein-Skulpturen und Fels-Formationen.

Diese sind wiederum ein wahres Paradies für die kletterfreudigen Iberischen Steinböcke, die sich mittlerweile schon ganz gut an den Menschen gewöhnt haben.

Ein zwei-stündiger Wanderweg führt uns durch den Paraje Natural Torcal de Antequera, den wir mit 250 Fotos wieder verlassen. Hier eine kleine Kostprobe!

Almerimar

Bei den Vorbereitungen in Málaga zur Weiterreise in das östliche Andalusien fällt uns auf einer Karte ein riesiger weisser Fleck auf. 'Was ist denn das?', fragen wir uns und schauen uns diese Landnase im Internet etwas genauer an. 

 

Obwohl die Recherchen uns rasch die Augen öffnen, sind wir von dieser menschengemachten Landschaftsveränderung geschockt und wollen uns das vor Ort genauer anschauen - auf geht's nach Almerimar!

 

Die Sonne scheint warme 22°C, das Meer leuchtet blau und die Strände sind fast menschenleer - wir geniessen die Fahrt der Costa del Sol entlang in unser neues Domizil.

09.-24.11.2020

In Almerimar dem Küstenstreifen von El Ejido - beziehen wir eine Hochhauswohnung im 9. Stock. Erst hier erfahren wir, dass Andalusien heute Montag um 14.00 Uhr seine Corona-Massnahmen verschärft hat und diese bereits um Mitternacht in Kraft treten werden. 

Neben einer verlängerten Ausgangssperre und erschwertem Reisen werden nun auch noch unsere wichtigsten Reiseziele - Granada und Córdoba - in einen neuerlichen Lockdown versetzt. Die nächsten zwei Wochen bleiben dort alle Museen, Restaurants und Sehenswürdigkeiten geschlossen.

 

Nun hat sie uns also wieder eingeholt - die Pandemie - und zwingt uns einen längeren Reise-Stopp auf. Nachdem wir diese Hiobsbotschaft verdaut haben, nisten wir uns gemütlich ein und geniessen das warme Wetter.

 

Hier in Almerimar wirkt alles etwas surreal. Zwischen zwei Meeren - dem blauen Mittelmeer und dem weissen Mar de Plástico/Plastikmeer - eingeklemmt, ist diese Ferien-Siedlung in dieser Jahreszeit praktisch menschenleer. 

Almería

Da wir von den Corona-Restriktionen nicht viel spüren, fahren wir heute Mittwoch ins 50km entfernte Almería.

Über der Hafenstadt thront die im 10. Jh. von den Mauren erbaute beeindruckende Festung Alcazaba.

Auch die mächtige Kathedrale, die auf den Ruinen einer Moschee im 16. Jh. erbaut wurde, diente als Wehranlage zum Schutz vor nordafrikanischen Piraten. 

Ausser den beiden Sehenswürdigkeiten sind wir von der Stadt Almería nicht wirklich angetan. Uns fehlt das in den Reisebüchern vielgepriesene maurische Flair. Was uns jedoch auffällt ist das eher lieblose, ungepflegte Stadtbild.

Tabernas-Wüste

Wir haben Zeit und so machen wir uns auf in den 'Wilden Westen' Spaniens. Hier in der einzigen Wüste Europas wurden Filme gedreht wie Lawrence von Arabien, Spiel mir das Lied vom Tod, Vier Fäuste für ein Halleluja, 

Indiana Jones, Der letzte Kreuzzug, Der Schuh des Manitu, usw. usw.

 

Schöne Erinnerungen aus Südamerika werden wieder wach. Aber einmal mehr fragen wir uns bangen Herzens, wie es wohl unserem Camper in Panamá ergeht. In einem Zollgelände für 6 Wochen abgestellt, steht unser Fahrzeug nun bereits seit über 9 Monaten dort - ungeschützt vor der gleissenden Sonne und den sintflutartigen Tropenstürmen.

Mar de Plástico/Plastikmeer

Bei näherem Hinschauen beginnt das Interesse unser Erschrecken über diese riesige Plastikfläche zu verdrängen und wir wollen genauer wissen, was dahinter steckt.

 

In einer ansonsten unfruchtbaren Gegend, vor den Ausläufern der inzwischen schneebedeckten Sierra Nevada ist eine Fläche von ca. 350km2 - zweimal das Fürstentum Liechtenstein oder 35'000 Fussballfelder - mit Plastik-Gewächshäusern bedeckt. Von September bis Juni werden hier hauptsächlich Tomaten, Peperoni, Zucchini, Gurken, Brokkoli und Blatt-Salate auf eine Art und Weise angebaut, wie wir es in diesem Ausmasse bis jetzt noch nicht gesehen haben.

Aufgerüttelt durch einen Pestizid-Skandal im 2007 setzen die über 15‘000 Anbaubetriebe inzwischen auf etwas mehr Ökologie in ihrer Anbauweise.

 

Plastik-Recycling vor Ort, Kompostierung der Pflanzenabfälle, Tropfen-Bewässerungen oder geschlossene Wasser- und Nährstoff-Kreisläufe, biologische Kontrolle von Schädlingen und vieles mehr dienen aber nicht nur dem Umweltschutz sondern sind inzwischen auch finanziell interessant.

 

Die Konkurrenz aus Algerien, Tunesien und Marokko ist jedoch gross, die Versuchung sich nicht an die Europäischen Vorgaben bezüglich Umwelt- und Arbeiterschutz zu halten, somit vermutlich auch. 

Lola Gómez Ferrón - Besitzerin der Firma Clisol und Vorreiterin von ökologischem/biologischem Gemüseanbau - nimmt uns mit auf eine 4-stündige Führung durch ihre vier Fussballfelder grossen Gewächshäuser. Was uns sehr beeindruckt - sie kennt jeden noch so kleinen Schädling, den wir sogar durch die Lupe übersehen würden. Sofort setzt sie den entsprechenden Schädlingsbekämpfer ein - ihr Liebling ist Nessie, ab und zu auch Marienkäfer. Damit diese Insekten bei den Jungpflanzen auch genug zu futtern haben, bekommen sie zu Beginn des Pflanzenwachstums sogar sterilisierte Schädlinge von ihr mitgeliefert.  

Nach der Führung und nach dem Genuss sehr geschmackvoller Tomaten, Gurken und Peperoni sind auch wir überzeugt von Clisols Anbau-Philosophie. 

 

Wenn da nur nicht die vielen Lastwagen wären, die jährlich die 3-4 Millionen Tonnen frischen Gemüses vom südlichen Andalusien in die mehrere tausend Kilometer entfernten Supermärkte transportieren müssten :o( 

Hauptabnehmer sind nämlich wir Mitteleuropäer, wir die auch im Winter frisches Frühlings- oder Sommer-Gemüse auf unseren Tellern haben wollen. 

 

Für dieses Transport-Problem hat auch Lola keine Lösung, daher gibt es vermutlich zurzeit für uns Konsumenten nur einen guten Weg - regional Produzenten bevorzugen, wieder vermehrt saisonales Gemüse kaufen und auch die kurvigen Gurken und Rüebli nicht zu verschmähen, denn die werden bei uns zu häufig noch kompostiert!

Nerja

24.-29.11.2020

Eigentlich wollten wir ja die Zeit bis zu unserer Rückkehr Mitte Dezember in Almerimar an der Wärme aussitzen. Da aber die Wohnung schon weitervermietet ist, beginnt heute unsere Heimreise in Raten.

 

Im 120km westlich gelegenen Küstenort Nerja quartieren wir uns für fünf Nächte ein. Der Vermieter erklärt uns, dass wir wegen Corona den Ort nicht verlassen dürfen und dass die Polizei die Strassen gesperrt hält. Von dem haben wir aber auf der Hinfahrt überhaupt nichts gespürt!

 

Leider haben wir kein Wetterglück, denn es sind trübe Regentage angesagt und wir müssen die Heizung voll aufdrehen, um uns und die kalten Wände der Wohnung zu wärmen. Jeder nur so kleine Sonnenstrahl zieht uns sofort raus.

In den wenigen Sonnenstunden machen wir uns auf eine Wanderung den Klippen entlang. Es geht über einen rutschigen Erdweg steil runter zum Strand. Kieselsteine, klares Wasser und eine Gruppe Möwen erwarten uns.

 

Am Ende der Bucht zeigt der 'Wanderweg' nach oben?! Kraxelnd über eine steile Felspartie geht's rauf zu einem der zahlreichen antiken Meldetürme - immer unter Beobachtung der Iberischen Steinböcke, die sich wahrscheinlich über unsere Kletterfähigkeiten wundern ;o))

Am Sonntag geht's wieder nach Sevilla, von wo wir am Montag über die Grenze nach Portugal fahren. Nach einer weiteren Nacht in Faro - wo unsere Andalusien-Reise vor 44 Tagen begonnen hat - geht's am Dienstag mit dem Schnellzug nach Lissabon. Am Samstag, 5. Dezember, fliegen wir retour in die winterliche Schweiz.

Von Nerja/Spanien kehren wir via Sevilla per Mietauto wieder nach Faro/Portugal zurück.