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Letzter Blog-Update und Newsletter:  29. Juli 2022

Mexiko (30. Juni - 27. Juli 2022)

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Zurück in Teotihuacan

30.6.-11.7.2022

Diesmal haben wir ein ganz spezielles Andenken aus der Schweiz oder Amsterdam/Flugzeug mitgebracht...

Zwei Tage nach unserer Ankunft in Teotihuacán liegt Röbä mit Temperatur, Schnupfen, Husten, ziehendem Kopfweh, Müdigkeit und gurgelnder Atemnot im Bett. Ein Schnelltest bringt Gewissheit - Covid19. Ich versuche ihm so gut es geht aus dem Weg zu gehen, aber auf 12m2 ist das ein schwieriges Unterfangen – vor allem nachts. Und so kommt’s wie’s kommen muss – einen Tag später gehöre ich auch zum Club der Infizierten. Nach elf (!) Tagen fühlen wir uns wieder einigermassen fit, um die geplanten Reparaturen (Kühlschrank, Drehzahlsensor, neue Reifen) durchzuführen und anschliessend die nächste Reise anzutreten.

Glücklicherweise hatten wir die richtigen Medikamente in genügender Menge dabei!

Nischen-Pyramiden von El Tajín

Mit gefülltem Kühlschrank verlassen wir Teotihuacán und fahren 2300 Höhenmeter runter zur Karibikküste. Es ist ein herrliches Gefühl, wieder unterwegs zu sein und so geniessen wir die langsam ins tropisch wechselnde Landschaft.

Wir müssen uns aber auch wieder an die mexikanische Fahrweise gewöhnen - meistens sind die Fahrer zu schnell unterwegs, mit verheerenden Folgen....

Die einzigartigen Nischen-Pyramiden von El Tajín wurden zwischen 100 v.Chr. bis 1200 n.Chr. von den Totonaken erbaut. Seit dem Untergang im 13. Jh. holte sich der Urwald sein Territorium langsam wieder zurück und El Tajín war einige Jahrhunderte in der dichten tropischen Vegetation von Veracruz verborgen.

Die Nacht verbringen wir auf der Parkwiese von El Tajín und geniessen die Ruhe und den Vollmond. Nur die Hitze macht uns etwas zu schaffen. Letzte Nacht auf 2'300müM noch mit zwei Decken zugedeckt, laufen diese Nacht auf Meereshöhe die Ventilatoren auf Hochtouren. 

Vanille

Die in Mexiko hauptsächlich kultivierte Vanilla Planifolia gehört zur gleichen Pflanzenfamilie wie die in Madagaskar kultiviert Bourbon-Vanille.

Vanille ist eine Kletterpflanze und rankt bis zu dreissig Meter am Stamm eines Baumes oder Pfahles hoch. Die Sprösslinge der Vanillepflanze benötigen etwa drei Jahre, bis sie zum ersten Mal Blüten und Vanilleschoten ausbilden. Nach der meist manuellen Bestäubung wachsen innerhalb von neun Monaten die fast geschmacksneutralen grünen Kapselfrüchte aus der Blüte. Erst durch die anschliessende Fermentierung entstehen die bekannten dunklen Vanilleschoten.

Zur Zeit der Azteken war Vanille ein wesentlicher Bestandteil der Trinkschokolade 'Xocoatol'. Heute wird sie in Mexiko vor allem zum Verfeinern von Süssspeisen und Gebäck aller Art benutzt, aber auch zum Würzen von Fleisch oder Fisch.

Casitas an der Karibikküste

12.-18.07.2022

Nach der Vanille-Farm ist es nur noch einen Katzensprung bis zum Camping 'Coco Loco‘ in Casitas.

Der Schweizer Martin aus Emmenbrücke hat hier vor mehr als 30 Jahren, zusammen mit seiner mexikanischen Frau, ein Stück Karibikküste gekauft und es umgewandelt in eine Hotel-Restaurant-Camping Zone.

Wir geniessen nicht nur das Leben in der Hängematte, wir machen auch Spaziergänge am Strand und gehen sogar einmal ins Meer baden!! 

Martin ist ein passionierter, lizenzierter Schildchrötli-Schützer. Morgens um 06.00Uhr fahren wir los um die geschlüpften Jungen frei zu lassen. Bei Sonnenaufgang und genau an der Fundstelle der Eier lassen wir die süssen kleinen Chrabbler los. Noch etwas verdutzt und unbeholfen brauchen sie ein paar Minuten, bis sie realisieren, dass ihnen jetzt eine grosse und gefährliche Reise bevorsteht. Viel Glück ihr Kleinen!!

Martin zeigt uns die französische Kolonie Jicaltepec, die 1834 von Migranten aus Haute-Saône und Côte d'Or gegründet wurde.

Um ins Dorf zu gelangen, müssen wir den Río Filobobos mittels einer Hängebrücke überqueren. Wir tauchen ein in eine andere Welt. Die alten Kolonialbauten sind repariert, es liegt kein Abfall auf der Strasse, die Hinweisschilder sind in französischer Sprache, die Dorfkirche steht auf dem Fussball-Platz und in den gepflegten Gassen grüssende und lachende Menschen.

Teotihuácan zum Dritten

18.-25.07.2022

Zurück geht es über die Autopista nach Pachuca. Wie so oft beginnt es am Nachmittag zu regnen - doch verflixt - die Scheibenwischer bleiben nach einem müden Wisch-Wasch mitten im Sichtfeld stehen. Regenzeit ohne funktionierende Scheibenwischer ist ein no-go, also biegen wir wieder nach Teotihuácan ab und tuckern durch die Regenschauern zum uns bereits bekannten Trailer Park.

Prozessionen und Böllerschüsse leiten das jährliche Kirchenfest der Kathedrale Teotihuácan ein. Für drei Tage wird im Viertel um die Kirche laut gefeiert. In drei grossen Zelten werden traditionelle Kampf-Tänze aufgeführt, und buntes Jahrmarktstreiben füllt die Plätze und Gassen. 

Scheibenwischer wieder in Stand gestellt, nützen wir die Zeit noch, um hier mit dem guten Internet die verschiedenen Versicherungen für die USA abzuschliessen. Dann geht es Richtung Norden. Wir waren gerne hier, sind aber auch froh, wenn wir erst wieder für unseren 6. Heimaturlaub zurückkommen werden/müssen ;o)

Mineral del Monte und Prismas Basálticos

Von Teotihuacán aus geht’s zur alten Bergbausiedlung Mineral del Monte auf 2700m. Den Ort haben wir schnell durchlaufen, denn es gibt hier nicht viel zu sehen ausser Souvenirläden, die Silberschmuck, Lederartikel und Krimskrams anbieten. Eine Spezialität wollen wir hier aber unbedingt probieren – Pastes. Die sehen aus wie Empanadas…..schmecken aber viiiiel besser!!

Gestärkt fahren wir runter ins Tal zu den Prismas Basálticos/Säulen aus Basaltgestein (30-50m hoch), die eine Schlucht säumen. Vor einigen Millionen Jahren hat sich hier ein glühender Lava-Strom in einen Sumpf ergossen und - nach Kontakt mit kaltem Wasser - in 5- oder 6-eckige Prismen aufgespalten.

 

Die Nacht verbringen wir alleine im Park – kein Hundegebell, keine Musik, keine Kirchenglocken, kein Strassenlärm – so muss es im Paradies sein ;o)

Grutas Tolantongo

Das himmelblaue Wasser der Grutas Tolantongo steht bei fast jedem Mexiko-Reisenden auf dem Programm – erstaunlich, dass unser Reiseführer Lonely Planet den Ort nicht kennt!

Durch eine karge Landschaft fahren wir hoch an eine Schluchtkante. Doch bevor wir über zahlreiche Serpentinen runter ins Tal fahren können, werden Fahrzeug und Mensch von Viren und/oder Bakterien mittels Dusche und Ausräuchern 'befreit' ;o)

Tief unten im Tal erhaschen wir einen ersten Blick auf den türkis-blauen Fluss mit unzähligen Badenden drin. 

Wir finden ein ruhiges Plätzchen am Rio Tolantongo, sind aber – obwohl Dienstag und der Platz riesig – rasch von anderen Autos umzingelt.

Zu Fuss laufen wir 45 Min. steil hoch zu den Thermalbecken und müssen zu unserer Enttäuschung feststellen, dass es keine natürlichen Becken sind. Auch hier ist es ziemlich voll und uns 'gluschtet’s‘ gar nicht in diese überfüllten Becken mit über 30°C zu sitzen – zumal wir jetzt nach diesem steilen Aufstieg lieber kühleres Wasser hätten.

Mit dem Colectivo/Bus fahren wir kurz darauf wieder runter und laufen zum imposanten Wasserfall. Aber auch hier ist alles überfüllt - Mexiko hat Schulferien!

Am anderen Morgen verlassen wir um 07.00Uhr die Schlucht und geniessen bei Sonnenaufgang unser Frühstück hoch oben auf der Kante.