Kurioses. Auffallendes. Spezielles. Ungewöhnliches.

Kurioses, Auffallendes, Spezielles, für uns Ungewöhnliches, einfach alles was wir in ganz besonderer Erinnerung behalten wollen - vielleicht auch für dich von Interesse.

Spanien - Typische Getränke, typisches Essen

Eine Spezialität - der Jamón Iberico - ist in den meisten Städten allgegenwärtig und praktisch auf jeder Speisekarte zu finden.

 

Jamón Iberico/Iberischer Schinken stammt vom Ibérico-Schwein. Dieses Schwein unterscheidet sich äußerlich vom normalen Hausschwein durch die meist dunklere Hautfarbe. Für die teuerste Qualitätsklasse - 20€ pro 100g - werden diese Schweine beinahe ausschliesslich mit Eicheln der Steineiche gefüttert. 

 

Der vom gewöhnlichen Hausschwein gewonnene luftgetrocknete Schinken wird Jamón Serrano oder Serrano-Schinken genannt. 

Sidra/Apfelwein wird hauptsächlich im Baskenland und in Asturien getrunken. Vor allem in den Städten gibt es zahlreiche Sidrerien (asturisch Chigres, spanisch Sidrerías), wo der Sidra auf charakteristische Weise ausgeschenkt wird:

 

Der Kellner hält ein Glas so tief wie möglich in einer Hand und giesst den Sidra aus einer Flasche mit erhobenem Arm ein, so dass er auf den unteren Glasrand plätschert. So wird der Sidra dekantiert und entwickelt sein Aroma. Allerdings spritzt dabei Sidra auf den Boden oder in ein Becken, was mindestens für uns kein grosser Verlust bedeutet hat ;o)

Spanien - Auto fährt Lift

In spanischen Städten ist Parkplatz ein rares Gut. Die meisten Strassen sind gesäumt von unzähligen Autos, einen freien Platz zu finden ist Glücksache und verlangt einem viel Geduld ab. Die wenigen Parkhäuser - wenn es den welche gibt - bleiben meistens leer, da sie für Langzeit-Parkierer zu teuer sind.

 

Eine platzsparende Lösung haben wir in einem Mehrfamilienhaus in Oviedo angetroffen, wo die Tiefgarage über einen Auto-Lift zugänglich gemacht wird - als Aufzugs-Greenhorn war Ursi begeistert von dieser cleveren Lösung.

Spanien - Hórreos

Hórreos sind Speicher, die früher zum Aufbewahren und Trocknen von Getreide dienten. Sie sind frei stehend und aus Holz oder Stein gebaut.

Die Hórreos stehen auf steinernen Stelzen oder einem steinernen Unterbau. Die grossen Steinscheiben die einen Überhang bilden, schützen vor Mäusen und Ratten. Die Luftschlitze am Speicher sind so eng gehalten, dass auch Vögel keinen Zutritt finden.

Die asturischen Speicher sind quadratisch, die galicischen Hórreos haben einen rechteckigen Grundriss. 

Portugal - Portwein

Obwohl ich bis anhin dem Portwein wenig abgewinnen konnte, habe ich mich diesem Thema angenommen. Mittels Führungen, ausgiebigen Degustationen sowie Verkostungen bei jeder erdenklichen Gelegenheit, konnte ich einen besseren Einblick gewinnen und mir dadurch nun eine umfassendere Meinung zu Portwein bilden ;o)

Doch dazu später :o)

Bei der Portwein-Herstellung wird die Gärung der Trauben - also die Umwandlung von Zucker in Alkohol - durch die Zugabe von Alkohol mit rund 77 % Vol nach etwa drei Tagen unterbrochen. Der hochprozentige Weinbrand muss zwingend aus weissem Traubenmost destilliert sein.

 

Auf 0,8 Liter Wein werden etwa 0,2 Liter Weinbrand hinzugegeben. Durch diese Zugabe sterben die Hefen ab, welche den Zucker im Traubensaft in Alkohol umwandeln. So bleibt im Portwein ein hoher unvergorener Anteil an Restzucker zurück, der dem Portwein seinen likörigen Geschmack verleiht. Die süssen Geschmacksnoten stammen also nicht wie bei vielen Likören von später zugefügtem Zucker, sondern von den Trauben selbst. 

Die bekanntesten Portweinsorten sind

 

Ruby Port

 

Ruby Portweine werden in grossen, bis zu 100.000 Liter fassenden Eichenfässern ausgebaut. Modern ausgestattete Hersteller verwenden auch INOX-Stahltanks. Die Grösse der Fässer verhindert einen schnellen Oxidationsprozess und einen intensiven Übergang von Aromen aus dem Holz in den Wein. Ein Ruby bleibt meist nicht länger als drei Jahre im Fass oder im Tank. Wegen der eingeschränkten Oxidation im Fass haben Ruby Ports auch Potential, sich in der Flasche weiterzuentwickeln. Weil sie geöffnet sehr schnell nachoxidieren, sollte die Flasche innerhalb 3-4 Tagen getrunken werden.

 

Qualitäts- und Preisabstufungen:

  • Ruby (Standard)
  • Ruby Reserva (Trauben junger Weinstöcke, gemischt aus den besten Wein-Jahrgängen)
  • Ruby Vintage (mit Ernte-Jahrgang; nur Spitzenjahrgänge, hochwertige Traubenqualität)
  • Late Bottled Vintage/LBV (mit Ernte-Jahrgang; längere Reifezeit und kleineres Fass als Vintage)

Tawny Port

 

Für Tawny Portweine werden kleinere Fässer verwendet (250-750 Liter), weil man so die Oxidation der Weine beschleunigen und den Austausch von Holzaromen mit dem Wein intensivieren kann. Tawny Portweine lagern mindestens drei bis fünf Jahre im Fass und zeigen daher ein dunkles, lohfarbens, oxidiertes Rot.

Da sie nach dem Öffnen kaum mehr nachoxidieren, können Tawny Ports in der Regel problemlos mehrere Tage bis Wochen nach dem Öffnen getrunken werden.

 

Qualitäts- und Preisabstufungen:

  • Tawny (Standard)
  • Tawny 10, 20, 30, 40 Jahre (mittleres Alter der Portwein-Mischung)
  • Tawny Colheita (mit Ernte- und Abfüll-Jahrgang; hochwertige Traubenqualität, nur ein Ernte-Jahrgang)
  • Tawny Reserva (hochwertige Traubenqualität, mindestens 7 Jahre im Fass)

White/Branco Port

 

Weisser Portwein ist weniger bekannt und verbreitet als sein rotes Pendant. Abgesehen davon, dass für Weisse Portweine weisse und rote Trauben als Rohstoff zum Einsatz kommen, ist die Herstellung von White Port identisch mit dem bereits beschrieben Herstellungsprozess der Ruby Portweine.

In der Regel sind weisse Portweine junge, fruchtige und süsse Weine. Weisse Portweine sind meist goldgelb bis strohgelb. White Ports eigenen sich sehr gut für Cocktails. Die bekanntesten Cocktails aus weißen Portweinen sind der Caipiporto und der Porto Tónico. 

 

Geschmacksabstufungen:

  • Branco Seco (trocken)
  • Branco Meio-Seco (halbtrocken)
  • Branco Doce (süss).

Rosé Port

 

Rosé Portweine sind relativ neu und sollen vor allem die jungen Partygänger ansprechen. Rosé werden ähnlich wie Ruby Ports hergestellt. Die Schalen der Trauben werden jedoch dem Traubenmost bei seiner Gärung nach spätestens zwei Tagen entzogen. So wird verhindert, dass zu viele der roten Farbstoffe der Traubenschale in den Wein übergehen. 

 

Übrigens: Alten Portweinflaschen werden - damit der alte, ev. verschimmelte Korken den Wein nicht berührt - die Hälse abgebrochen.

 

So geht’s: Spezialeisen bis zur Rotglut aufheizen und damit den Flaschenhals umschliessen. Kaltes Wasser auf den Hals giessen - und schon ist die Flasche geöffnet

Was ich gelernt habe:

  • Portwein sollte man - ob rot oder weiss, ob jung oder alt - immer gekühlt drinken (7-9°C)
  • Nur 'alter' Portwein kann geöffnet im Flaschen-Regal stehen, 'junger' sollte relativ rasch getrunken werden

Trotz den Mühen, denen ich mich zwecks Steigerung meines Bildungs-Niveau unterworfen habe, wird Portwein auch zukünftig nicht zu meinen Lieblings-Getränken gehören ;o))

Portugal - Im Land der Azulejos/Kacheln

Das Wort Azulejos stammt nicht vom portugiesischen Wort 'azul‘/ blau, sondern aus dem Arabischen 'al zuléija'/poliertes Steinchen.

Die ersten Azulejos kamen im 14. Jahrhundert nach Portugal. Immer beliebter, dekorierten die Einheimischen mehr und mehr Kirchen und Klöster, Paläste und Häuser, Gärten, Brunnen und Treppenanlagen.

Ursprünglich mit Geschichten aus dem Leben von Heiligen bemalt, passten sich die Dekors der Azulejos jeweils den vorherrschenden Stilrichtungen an.

 

Azulejos an der Haus-Fassade schützen nicht nur vor Hitze und Feuchtigkeit. Die bemalten Kacheln zaubern auch bunten Glanz ins Bild vieler portugiesischer Städte.

 

Die Vielfalt ist riesig - hier eine kleine Auswahl:

Frankreich - Cointreau Destillerie

1849 gründeten die Brüder Adolphe und Edouard-Jean Cointreau in Angers die erste Destillerie des Hauses Cointreau und erhielten an der Weltausstellung 1878 in Paris für ihren Likör den Ersten Preis.

 

Süsse bis bittere Orangenschalen werden getrocknet und in Alkohol eingelegt. Der aromatisierte Alkohol wird anschliessend destilliert.

Neben dem klassischen Cointreau Triple sec in der Flasche aus Braunglas mit weißem Etikett gibt es seit einigen Jahren zwei weitere Sorten im Programm.

Der Cointreau Noir wird nach dem gleichen Rezept wie der klassische Cointreau hergestellt. Allerdings wird nach der Destillation nicht mit geschmacklosem Neutralalkohol aufgefüllt, sondern mit Cognac. 

Für den Cointreau Blood Orange werden im Zuge der Herstellung den süßen und bitteren Orangenschalen auch Schalen von Blutorangen aus Korsika beigemischt. Abgefüllt wird diese Sorte in Flaschen der klassischen Form mit rotem Etikett.

 

Als Orangenlikör gehört Cointreau zu den Curaçao-Likören und wird z.B. in den Cocktails 'Margarita', 'Sidecar‘, 'Mimosa' oder 'Cosmopolitan' verwendet. In unserer Jugend benutzte man Cointreau hauptsächlich für das Flambieren von Desserts.

Frankreich - Boule de Fort

Das Boule de Fort wird nur im Loire-Tal gespielt.

In einer eigens für dieses Spiel gebauten Halle versuchen zwei bis drei Spieler mit je zwei Boules – ähnlich dem Boccia – möglichst nahe an die gesetzte Kugel zu spielen. Die etwas flache Holz-Boule ist mit einem gewölbten Eisenring versehen und wird auf einer nach aussen leicht gewölbten Bahn gespielt, was zur Folge hat, dass sie sich in einer Zickzack-Linie dem Ziel nähert. 

Frankreich - Gallette, die salzige Variante der Crêpe

Eine Galette ist ein aus der Bretagne stammender Buchweizen-Spezialität und ist - neben der süssen Variante 'Crêpe' - in ganz Frankreich sehr beliebt. 

Der Teig besteht traditionell nur aus Buchweizenmehl, Salz und Wasser und wird herzhaft belegt, mit allem was das Herz begehrt - mmhh!

Frankreich - Pommes Tapées

Vor ca. 150 Jahren vernichtete die Reblaus innert 20 Jahren beinahe sämtliche Weinstöcke in Europa. Dies war natürlich auch für die Menschen im Loire-Tal eine Katastrophe. Die Weinbauern suchten verzweifelt nach einer anderen Lebensgrundlage und erfanden dabei die Pommes Tapées.

Als lagerungsfähiger Vitamin-Lieferant waren diese Äpfel - hauptsächlich in der Skorbut-geplagten Hochseeschifffahrt - ein riesiger Verkaufsschlager.

Inzwischen ist Wein aber wieder die Haupteinnahme-Quelle im Loire-Tal und Pommes Tapeés sind nur noch eine 'Randerscheinung'. 

 

Die geschälten Äpfel werden in einem Ofen bei niedriger Temperatur während drei bis fünf Tage getrocknet. In dieser Zeit müssen sie täglich mit einem Holzhammer vorsichtig geklopft werden, bis sie eine Dicke von ca. 2 cm erreichen. Nach diesem aufwändigen Verarbeitungsprozess sind die Äpfel über Jahre lagerfähig und geniessbar.

 

Pommes Tapées können - zusammen mit einem Braten - im Ofen geschmort, eingelegt in Wein oder Apfelsaft als Dessert - zusammen mit Glacé - oder als Snack - in getrockneter Form - gegessen werden.

Schweiz - Von der Birne zur Birnwegge

Bei der Firma Rüttimann in Abtwil durften wir die Arbeitsschritte von der frischen Birne zur Dörrbirne mitverfolgen und das weiche Endprodukt probieren. Es schmeckt herrlich!!

 

Die Birnwegge ist ein typisch schweizerisches bzw. ein Luzerner Hefegebäcke. Der gewürzte Birnenbrei wird aus getrockneten Birnen hergestellt, auf den Teig gestrichen, eingerollt und gebacken.

Kolumbien – Typische Getränke, typisches Essen

Kolumbien – Herausforderungen über die Festtage

Offensichtlich sind für einige technisch Interessierte die Beschreibungen der Fahrzeug-Probleme zu wenig detailliert. Dies zu Herzen nehmend, tragen ich in diesem Artikel für einmal etwas mehr Informationen zu unseren ‚Festtags‘-Herausforderungen zusammen.

 

Batterie-Ladegerät und Klimaanlage des Campers

 

Wie bereits früher berichtet führen wir seit Curitiba/Brasilien einen ca. 10kg schweren Spannungs-Transformator mit, damit wir unser 220V (Volt)-Campernetz an das im nördlichen Südamerika sowie in Brasilien vorherrschende 110V-Netz anschliessen können. 

Nach Monaten in Ländern mit ausschliesslich 110V-Netz ist die Installation mit diesem Transformator bzw. Spannnungsverdoppler zur Routine geworden. Der Zufall will es aber nun, dass auf einem Campingplatz an der Karibikküste neben 110V- ausnahmsweise auch 220V-Steckdosen vorhanden sind. Einem alten Instinkt folgend,  stecke ich das Ende der Kabelrolle bei 220V ein, worauf rasch eine Rauchwolke unter dem Beifahrersitz aufzusteigen beginnt  – das Batterie-Ladegerät des Campers hat nach Erhalt von 440V (220V wäre optimal ;o) kurzerhand den Geist aufgegeben.  

 

Da auch die Klimaanlage des Campers direkt am Netz angeschlossen ist, wird diese nützliche Einrichtung zusätzlich beschädigt.

 

Nach dem zweiten Anlauf finde ich eine Elektronik-Werkstatt in Santa Marta, die das Batterie-Ladegerät reparieren kann, für die Klimaanlage fehlen jedoch wichtige Ersatzteile. Bis auf weiteres müssen wir daher mit einem kleinen Ventilator vorlieb nehmen.

Lichtmaschine und Starter-Batterie des Fiat Ducato

 

Was sich mit dem - zwar nur selten - kurz aufleuchtenden roten Batterie-Symbol bereits seit Monaten angekündigt hat, wird bei unserer ersten Fahrt im 2020 zur Gewissheit. Das Batterie-Symbol leuchtet nun konstant, die Lichtmaschine lädt nicht mehr und die Batterie-Spannung fällt rasch ins Bodenlose.

 

Glück im Unglück – unser Camper versagt seinen Fahrdienst an der grössten Kreuzung unserer 300km langen Fahrt von Santa Marta nach Mompós. Hier in Bosconia hat sogar ein ‚Elektro-Mechaniker‘ seine Werkstatt eingerichtet.

 

Eines muss man den Fiat-Konstrukteuren lassen: Sie haben das letzte aus dem geringen Platzangebot im Motorenraum herausgeholt, zum Nachteil der Reparaturfreundlichkeit. 

Mit Händen wie Gynäkologen befreien die zwei Mechaniker die Lichtmaschine aus ihren beengenden Verhältnissen. Nach 3 Std, bei 40°C und 85% rel. Luftfeuchtigkeit, verschwitzt, sandgepudert wie Wiener-Schnitzel, haben sie das Ding ausgebaut. 

Der Laderegler – so vermutet der Meister – hat den Geist aufgegeben. Da ein baugleiches Teil an diesem Ort nicht zu finden ist, wird der alte rasch ausgeweidet und über ein Kabel mit einem neuen Laderegler lokaler Bauart verbunden.

Abends um 19 Uhr, nach 6 Std. Arbeit, ist die Lichtmaschine wieder an seinem angestammten Platz. Auch für den neuen Laderegler finden wir ein freies Plätzchen. Zündung an, und siehe da, es wird Licht :o))

 

Zwei Tage später leuchtet das beschi… Batterie-Symbol bereits wieder auf. Es ist kurz vor dem Eindunkeln, wir sind 4km vor dem Ziel – das schaffen wir noch!

 

Aber halt, wir sind auf dem falschen Weg, wir müssen umdrehen. Doch inmitten des Wendeversuchs ist die Batterie endgültig leer, alle elektrischen Systeme des Fahrzeugs verabschieden sich, der Motor schaltet ab.

In Minuten sind wir umringt von Bewohnern der umliegenden Bretter-Buden. Durch Stossen und Schaukeln können wir den Camper wieder in Bewegung versetzen. Doch auch die Brems- und Lenkhilfen sind ausgeschaltet, das schwere Fahrzeug ist nicht mehr zu halten. Glücklicherweise macht ein nahes Eingangstor der kurzen Fahrt ein Ende.

Alle wollen helfen, aber nur nach entsprechender Bezahlung. Ein Mechaniker und zwei Auto-Batterien reichen um den Camper wieder zu starten und den steilen Weg zurückzufahren. Um 21.30Uhr erreichen wir endlich den angepeilten Übernachtungsplatz. Damit ich mich am nächsten Morgen auf die Suche nach einer neuen Lichtmaschine machen kann, wird das Ding noch in derselben Nacht ausgebaut.

 

Aber auch in der eine Fahrstunde entfernten Grossstadt Cartagena bzw. in ganz Kolumbien ist keine Lichtmaschine dieser Bauart zu finden. Also nochmals ein Reparatur-Versuch. Nach langem Suchen finden wir in einem der unzähligen Ersatzteil-Läden einen originalen Bosch-Laderegler und neue Leistungsdioden.

 

Am nächsten Morgen wird die reparierte Lichtmaschine und die inzwischen geladene Batterie wieder montiert - der Camper startet anstandslos – uff, geschafft.

Nicht ganz, meint Ursi und macht mich auf einen Reifen aufmerksam, der Luft verloren hat. Da es aber bereits wieder eindunkelt verschiebe ich diese Reparatur auf den nächsten Morgen. 

Eine dicke Schraube hat sich in einen Hinter-Reifen gebohrt und die Luft langsam entweichen lassen. Selbstverständlich wird das Loch selbst gestopft, der Reifen muss jetzt nur noch aufgepumpt werden. Also, Kompressor anschliessen, Camper starten – aber der Motor gibt nur ein gurgeln von sich. Die Batterie ist bereits wieder leer – sie hat das zweimalige Entladen nicht überlebt.

 

So mache ich mich mit luftleerem Reifen und der defekten Batterie in einem Mototaxi ins nächste Dorf auf. Alvaro, ein älterer Batterie-Händler – in einem von Säure verfressenen T-Shirt - ist erstaunt über meine wartungsfreie, aber leider defekte Hochleistungsbatterie. Nein, sowas gibt’s in Kolumbien nicht, meint er kopfschüttelnd.

 

Mit einer Auswahl lokaler Batterien und einem aufgepumpten Reifen mache ich mich wieder auf zu unserem ausgeweideten Camper. Eine der Batterien passt, der Reifen ist wieder montiert.

Bei der Testfahrt - alles scheint zu funktionieren - lassen wir noch in einer Garage den überfälligen Ölwechsel machen.

 

Am nächsten Tag ist leider aber das ganze Motoren-Öl wieder draussen ….. doch nun ist genug - nicht alle sind an technischen Details interessiert – lassen wir’s gut sein ;o))

Kolumbien – Restaurant Carmen, Medellín

Ein gutes Restaurant in der Nähe und mein Geburtstag vor der Tür – also nichts wie hin zum Feiern!

 

Carmen und ihr Mann Rob verstehen es, die Aromen und die grosse Vielfalt Kolumbiens zu einem sehr leckeren 10-Gänge Menu mit passendem Wein/Bier zusammenzuführen. Nach vier Stunden verlassen wir gesättigt und glücklich das Restaurant :o))

Ecuador – Äquator und Corioliseffekt

Der Äquator ist eine imaginäre Kreislinie von ca. 40‘000km Länge. Die Linie zieht sich durch 11 Länder um die Mitte der Erdkugel und teilt diese in eine südliche und eine nördliche Halbkugel und trägt per Definition den Breitengrad 0. Von hier aus werden die Breitengrade zu den beiden Polen gemessen. 

In einem von uns besuchten Museum auf dem Äquator (Museum Intinan; Breitengrad 00°00’04 S) wird den Touristen der Einfluss des Corioliseffekts bzw. der Einfluss der sich drehenden Erde auf das aus einem Becken abfliessende Wasser vorgeführt.

Leider handelt es sich bei dieser Vorführung um eine gut gemachte Verarschung der anwesenden Zuschauer. Obwohl der Corioliseffekt die Drehrichtung von globalen Wetter- und Windsystemen bestimmt, ist dieser Effekt zu schwach um einen wesentlichen Einfluss auf abfliessendes Wasser aus einem Becken auszuüben.

 

So funktioniert der Coriolis-Trick:

  • Wasser auf der linken Seite in ein Becken kippen, anschliessend Stöpsel ziehen -> das Wasser fliesst im Uhrzeigersinn ab, angeblich wie auf der Südhalbkugel.
  • Wasser auf der rechten Seite in ein Becken kippen, anschliessend Stöpsel ziehen -> das Wasser fliesst im Gegen-Uhrzeigersinn ab, angeblich wie auf der Nordhalbkugel.
  • Wasser langsam mittig in ein Becken kippen, einige Zeit ruhen lassen und dann Stöpsel ziehen -> das Wasser fliesst ohne zu drehen ab, angeblich wie auf dem Äquator.

Ecuador - Typische Getränke, typisches Essen

Ecuador - Kakao

Ecuador ist einer der grössten Kakao-Produzenten weltweit. Auf einer Kakao-Farm können wir den Kakao-Prozess ‚Vom Baum in die Tasse‘ in einer Kurzversion mitverfolgen.

Hier werden 3 verschiedene Kakaos angebaut. Nacional (Baum wird bis zu 6m hoch, braucht 4-5 Jahre bis zur ersten Ernte, reift von grün zu gelb), Trinitarian (Baum wird bis zu 3m hoch, braucht nur 8 Monate bis zur ersten Ernte, reift von dunkelrot zu gelb-gestreift) und ein Hybrid aus den beiden. Der geschmacklich intensivste ist der Nacional und daher auch der teuerste.

Geerntet wird alle 15 Tage, das ganze Jahr über. Bereits beim Pflücken werden die weiss-fleischigen Kakao-Bohnen aus der Schale entfernt und in 50kg-Säcke verpackt. Die Schalen bleiben liegen und dienen mikroskopisch kleinen Blütenbestäubern als Lebensgrundlage.

In den Säcken trocknet das Fruchtfleisch und die Bohnen durchlaufen darin einen 5-tätigen Fermentierungs-Prozess. Anschliessend werden die Bohnen an der Sonne getrocknet und für den Export wieder in Säcke abgepackt.

Unser Führer Simon zeigt nun wie die Kakao-Bohnen von den Abnehmern geröstet und gemahlen werden. Aus der Mühle tropft eine sämig-glänzende Kakao-Masse, die herrlich nach Röstaromen und Kakao duftet. 

Für eine ‚Warme Schokolade‘ wird  Zitronen-Gras in Wasser aufgekocht, die Kakao-Masse beigegeben und, je nach Geschmack, etwas Rohrzucker beigemischt – schmeckt sehr gut !

 

Natürlich kann man die Kakao-Masse auch in eine Schokoladen-Form giessen (100% Kakao) oder vorgängig mit Wasser, Milch oder Zucker verdünnen und geschmacklich anreichern (Chili, Nüssen, usw.), sodass Schoko-Tafeln mit 60, 75 oder 80% Kakao-Gehalt entstehen.

Ecuador - Panama-Hut / El sombrero de Paja Toquilla

Auf Grund ihres guten Sonnenschutzes waren die Toquilla-Strohhüten aus Ecuador beim Bau des Panama-Kanals - 1914 - sehr gefragt. Der Hut wurde dadurch international bekannt und man begann ihn “Panama-Hut” zu nennen, obwohl er aus Ecuador stammt.

 

Das Stroh wird aus der Toquilla-Palme gewonnen. Die hochwertigeren Hüte werden in Heimarbeit aus sehr feinem Stroh geflochten und kosten zwischen 150 bis über 1000 US$. Die gröberen und etwas günstigeren Modelle werden inzwischen maschinell hergestellt. 

Peru - Typische Getränke, typisches Essen

Peru – Der teuerste Kaffee der Welt

Unter der Mithilfe eines kleinen, frechen Säugetieres – des Nasenbärs /Cati– wird in einer Kooperative der wohl teuerste Kaffee der Welt produziert –  1200 Euro pro Kilo.

 

Und das alles nur, weil die Kaffeebohnen auf einem etwas unappetitlichen Herstellungsprozeses basieren. Sie durchlaufen nämlich den Verdauungstrakt des Südamerikanischen Coati.

Die kleinen Kletterkünstler fressen die rohen Kaffeekirschen, die Kaffeebohne wird dabei im Verdauungstrakt fermentiert und am Ende ausgeschieden.

Die ausgeschiedenen Bohnen werden anschliessend in einem aufwändigen Prozess gewaschen, sortiert, getrocknet, geschält und geröstet.

 

Wir haben diesen Kaffee probiert. Er hat uns gut geschmeckt, aber für unseren unerfahrenen Gaumen ist er den Preis nicht wert.

Bolivien - Typische Getränke, typisches Essen

Bolivien - Diesel Partikel Filter (DPF)

Der DPF ist ein mechanischer Filter, der in der Abgasanlage eingebaut ist und die Russpartikel aus dem Abgas von Dieselmotoren entfernt. Von Zeit zu Zeit muss der DPF gereinigt werden, was die Software des Fahrzeugs automatisch einleitet.

 

Unser Fiat Ducato 130 erfüllt mit diesem DPF die gesetzlichen Abgas-Vorschriften von Euro 5.

 

Während meinen Vorbereitungen auf unsere Südamerika-Reise bin ich im Internet auf diverse Reise-Foren gestossen, wo sich ‚fachkundige‘ Personen in hochtechnischen Artikeln über die Problematik eines DPF und den damit verbundenen, unvermeidlichen Störungen in Höhen über 2500müM unterhalten haben.

 

‚Verstopfen des DPF durch schlechten Diesel, zu wenig Sauerstoff für die Regeneration des DBF, Motor geht in Notlauf oder gibt gar den Dienst auf,  DPF muss ersetzt werden, etc.‘ sind nur einige der diskutierten Horror-Szenarien. Meistens wird in diesen Foren von einer Reise nach Bolivien mit einem Euro 5-Fahrzeug abgeraten oder aber kostspielige Modifikationen an DPF oder Fahrzeug-Software als unumgänglich bezeichnet.

 

Nachdem wir nun in Bolivien mehrere Wochen auf Höhen zwischen 3500-4700müM tausende von Kilometern ohne jegliche Störung gefahren sind, kann ich mit gutem Gewissen behaupten, dass solche Höhen mindestens für unseren Fiat Ducato 130 (Jg. 2012) absolut kein Problem darstellen

 

Dies ist umso erstaunlicher, da der Schwefelgehalt des bolivianischen Diesels (und damit der Russ im Abgas) um ein mehrfaches über der europäischen Norm liegt (Eurodiesel hat 10ppm, bolivianischer Diesel oft 1000-2000ppm).

 

Um einer anstehend Regeneration ideale Voraussetzungen zu bieten, sind wir wo immer möglich mit einer Geschwindigkeit von über 60km/h und einer Drehzahl von über 2500 UpM gefahren. Das sich diese hochtourige Fahrweise positiv auf die störungsfreie Funktion unseres DPF ausgewirkt haben könnte, kann ich jedoch nur vermuten. 

Bolivien – Restaurant Gustu

Für heute Abend haben wir einen Tisch im Restaurant Gustu - Quechua Wort für Geschmack - reserviert.

 

Alle Produkte und Getränke, die Kamilla Seidler - Latin America's Best Female Chef - verwendet, stammen aus Bolivien. Zu jedem Gang wird auch das passende Getränk serviert.

Die 19 Gänge sind ein Feuerwerk an Geruch und Geschmack.

 

Das Ganze wäre ein kulinarischer Höhepunkt, wenn der Abend nicht mit einem leichten Hungergefühl geendet hätte – schade. 

Bolivien - Treibstoff tanken

In Reise-Foren und –Applikationen ist das Tanken von Treibstoff in Bolivien ein beliebtes und kontrovers diskutiertes Thema. Viele dieser Beiträge sind jedoch oft ‚Gehörtes und Weitererzähltes‘, ‚Vermutetes‘ oder nur ‚Gerüchte‘. Daher hier für den zukünftigen Bolivien-Reisenden einige Informationen zu diesem Thema - Informationen, die wir über mehrwöchige Aufenthalte in Bolivien sammeln konnten.

 

Ein Liter Treibstoff kostet einen bolivianischen Autofahrer zurzeit 3.7 Bolivianos (Nov. 18) bzw. 0.54 Schweizer Franken. Ein Ausländer bezahlt hingegen für einen Liter Treibstoff zurzeit das 2.4-fache, d.h. 8.9 Bs bzw. 1.30 SFr. Damit bei diesem Geschäft alles mit rechten Dingen zu und her geht ist der Tankwart verpflichtet, den Verkauf dieses Treibstoffs in einer Buchhaltungs-Software zu erfassen und eine Quittung auszustellen.

 

Diese Preispolitik ist zum Teil nachvollziehbar, weisst jedoch einige Besonderheiten auf:

  • Den Bolivianos wird suggeriert, dass ein Ausländer über viel Geld verfügt und daher einen viel höheren Preis bezahlen kann.Dieses Denken hat sich bereits in viele andere Geschäftszweige eingeschlichen. Will man z.B.  auf einem Gemüse-Markt einen Preis wissen, kriegt man erst nach längerer Überlegung des Verkäufers eine entsprechende Antwort – und bezahlt anschliessend ein Mehrfaches des üblichen Preises.
  • Die Umsetzung dieser Preispolitik kann nur schwer überwacht werden, sodass Tankwarte und Ausländer viel Fantasie zur Umgehung derselben entwickeln können.
  • Das Betanken eines ausländischen Fahrzeuges ist mit administrativem Mehraufwand für den Tankwart verbunden, was manchmal zu einer Verweigerungshaltung führen kann (wir haben keinen Diesel mehr, Ausländer bedienen wir nicht, o.ä.).

Basierend auf dem Obigen haben wir uns beim Tanken von Treibstoff wie folgt verhalten (in absteigender Häufigkeit):

  • Da wir in der Schweiz für Treibstoff eh mehr bezahlen würden als hier in Bolivien, fahren wir direkt an die Zapfsäule, verlangen Diesel für Ausländer und eine Quittung. Meistens ist der Tankwart von diesem Verhalten so verblüfft, dass er ohne weiteres unseren Camper volltankt, ID und Autonummer verlangt und zum Abschluss eine Quittung ausstellt.
  • Kleinere Tankstellen verfügen manchmal nicht über die Mittel (Software, Quittungsblock), um Treibstoff legal an einen Ausländer verkaufen zu können. Damit man trotzdem zum benötigten Treibstoff kommt, erklärt man dem Tankwart, dass man keine Quittung benötigt und ihm z.B. 6 Bs/0.88 SFr pro Liter bezahlt. Da er damit die Differenz von 2.3 Bs pro Liter in die eigene Tasche stecken kann, ist der Tank im Nu gefüllt.
  • Am billigsten kommt man als Ausländer an Treibstoff, indem man sich mit einem Kanister in die Warteschlange stellt. Offensichtlich ist das Befüllen von ‚ausländischen‘ Kanistern nicht klar geregelt, sodass man auf diesem Weg den lokalen Preis von nur 3.7 Bs/0.54 SFr pro Liter bezahlt. Reisende mit knappem Budget nehmen dafür auch das mehrmalige und manchmal auch zeit-intensive Anstehen in Kauf.

Brasilien – Cajú/Cashew

Eine unserer liebsten Nüsse finden wir hier im Nordosten von Brasilien zurzeit an jedem Strassen-Verkaufsstand. Sei es komplett als Cajú-Frucht, als Fruchtsaft, als Konfitüre oder eben auch als über dem Feuer geröstete Nuss.

Über Dutzende von Kilometer fahren wir an den riesigen Caju-/Cashew- oder Nierenbaum-Plantagen vorbei. Der Cajú-Baum ist in dieser Gegend heimisch, wurde aber von den Portugiesen rasch nach Asien und Afrika weiterverbreitet. 

Brasilien - Castanha de Pará/Paranuss

Die Castanha de Pará oder Para-Nuss ist eine harte Nuss zum Knacken. Doch nicht nur die sehr dicke äußere Schale muss man überwinden um an die köstlichen Kerne zu gelangen.

 

Nein, jede einzelne Nuss ist nochmals gut verpackt und muss geknackt werden.

Der Para-Nussbaum kann bis zu 50 m hoch werden und ist vor allem im Amazonasbecken heimisch. Offensichtlich ist es bis jetzt nicht gelungen den Baum zu kultivieren, so dass eine Vielzahl von Amazonier ihr Geld mit dem Suchen der wilden Bäume, dem Aufsammeln und Verarbeiten der Para-Nuss verdienen.

 

Frisch aus der Schale schmeckt die Nuss ähnlich wie Kokosnuss. Erst nach dem Trocknen erhält die relativ teure Köstlichkeit ihren typisch nussigen Geschmack.

 

Brasilien - Radieschen, aber hallo!!

....und die schmecken auch wie richtige kleine Radieschen!

 

Für zwei Personen reicht ein Radies ;o))


Paraguay - Chipa

 

Eine typische Spezialität von Paraguay sind die Chipa.
Diese Anis-Käsebrötchen werden aus Manioc-Mehl hergestellt und werden zu jeder Tageszeit als Zwischenmahlzeit gegessen.
Oft werden sie auch mit Schinken, Poulet oder Fleisch gefüllt.
Das Wort Chipa stammt aus dem Guaraní und bedeutet Brot oder Kuchen.

 

 

 

Die Chipa Guazú wird aus Eiern, Milch, Käse, Zwiebeln und Mais wie ein Auflauf zubereitet.

Sie schmeckt auch kalt sehr gut. 

Paraguay - Terere, das eisgekühlte Nationalgetränk

 

 

Im Gegensatz zu den Chilenen, Argentiniern und Uruguayos trinken die Paraguayos den Yerba Mate Tee eisgekühlt und nennen ihn Terere.

 

Auch bei der Tee-Mischung sind sie flexibler und konsumieren neben Yerba Mate auch weitere Kräuter. 

 

Kräuterfrauen mischen am Strassenrand nicht nur medizinische Tees sondern auch den begehrten Yerba Mate Tee.

Das Eiswasser tragen die Paraguayos in grossen Thermoskannen unter dem Arm mit sich herum. Beinahe alle 30 Sekunden ziehen sie an ihrer Bombilla und verschaffen sich so einen abwechslungsreichen Alltag.

 

Jeder will natürlich die schönste Thermoskanne vorzeigen können, sodass das Verzieren der Behältnisse ein gutes Geschäft für begabte Handwerkerinnen geworden ist.

Brasilien - Saft aus Zuckerrohr

 

Wegen seiner unglaublichen Grösse und bedingt durch die Lage zwischen dem Äquator und dem südlichen Wendekreis bietet Brasilien ein vielfältiges Klima.

 

Sofern man weiss wie, kann man hier praktisch jede Frucht und jedes Gemüse kultivieren.

 

Frische Fruchtsäfte findet man oft auf den Speisekarten oder erhält sie an der Strassenecke in einem ‚Saftladen‘.

 

 

Manchmal trifft man auch auf einen Stand, der Saft aus Zuckerrohr verkauft.
Genau – Zuckerrohr muss man nämlich nicht zwingend in Zucker, Rum oder Cachaça verwandeln ;o))

 

Der frische Saft ist auch ‚unbehandelt’ sehr wohlschmeckend. 

Als erstes wird das Rohr mit Bürsten gereinigt. In einer Presse wird anschliessend das Zuckerrohr ausgequetscht. Das Resultat ist eine trübe grüne Flüssigkeit, die mit etwas Limettensaft versetzt, köstlich erfrischend schmeckt.  

Brasilien - Cachaça

Sowohl Cachaça als auch Rum werden aus Zuckerrohr hergestellt. Doch während Rum meistens aus einem Nebenprodukt der Zuckerherstellung gewonnen wird (Melasse), verwendet man für die Destillation von Cachaça direkt den Saft aus gepresstem Zuckerrohr.

 

Das Zuckerrohr wird dazu mit Hilfe von Walzen ausgepresst. Die anschliessende Vergärung läuft aufgrund des heissen Klimas stürmisch ab. Nach 24-36 Stunden ist sie bereits abgeschlossen. Der entstandene ‚Wein‘ hat einen  Alkoholgehalt von 15-18 %.

 

Jetzt geht das schwach alkoholische Gemisch in die Brennblase. Hier wird es unter starker Hitze ein- bis zweimal gebrannt. Durch das Brennen erreicht der Schnaps  einen Alkoholgehalt von 38-48 %. Die besseren Cachaça-Sorten kommen nun zur Reifung für mehrere Monate oder Jahre ins Fass aus Tropenholz. Die günstigen Varianten werden praktisch unverändert direkt verkauft. 

Die Brände aus Zuckerrohrsaft sind häufig trockener, fruchtiger und würziger als die eher süßlichen, karamelligen Rums.

Obwohl ein gut gelagerter Cachaça einem guten Rum oder Whisky die Stange halten kann, bevorzugen wir Cachaça eher in Form von Cocktails. Mischt man nämlich Cachaça mit Limettensaft, Zucker und Eis wird das Ganze zu dem in Brasilien heimischen Caipirinha – mmhhh, köstlich erfrischend.

 

Im Gegensatz zu Europa werden aber in Brasilien normale Eiswürfel (Drink verwässert weniger schnell als mit Crashed Ice), weisser Zucker (wird rascher aufgelöst als brauner Rohzucker und hat kaum Eigengeschmack) und in Scheiben geschnittene Limetten verwendet.

Brasilien – Butia/Frucht der Geleepalme

Die Früchte der 6 bis 7 Meter hohen brasilianischen Geleepalme werden entweder frisch oder aber in vielfältigen Verarbeitungsformen (Gelee, Wein, Saft, getrocknet) gegessen.

Sie haben die Grösse von Kirschen , wenig Fruchtfleisch mit einem grossen Kern und schmecken süss-sauer.

Bolivien - Höhenkrankheit und Coca-Blätter

Um von Chile nach Argentinien - oder umgekehrt- zu gelangen müssen wir oft Andenpässe mit mehr als 4000m Höhenmeter befahren.

 

Obwohl der Luftdruck pro 1000 Höhenmeter jeweils um 10% sinkt und dadurch die Lunge weniger rasch Sauerstoff aufnehmen kann, haben wir solch rasche Aufstiege bis jetzt relativ leicht bewältigt – von leichtem Schwindel und Kurzatmigkeit einmal abgesehen.

 

Sobald wir jedoch 6 Std oder länger auf der neuen Höhe verweilen wollen/müssen, dann werden Kopfweh, Atemnot, Schlaf- und Verdauungsstörungen ernstzunehmende Probleme. Auch unsere ½ Std Altersturnen pro Tag verkommt in diesen Höhen in eine Stöhn- und Puste-Übung.

 

Ein langsamer Aufstieg (1000m pro Tag) mit anschliessender Angewöhnungszeit (2-3 Tage) sind die empfohlenen Verhaltensregeln um diesen Höhenkrankheits-Symptome vorzubeugen. In der Praxis sind diese Regeln jedoch kaum einzuhalten.

 

So ist es in Chile oder im Anden-nahen Argentinien nichts ungewöhnliches, dass in 1-2 Fahrstunden ein Aufstieg von über 2000 Höhenmetern bewältigt werden können.

Auf Rat der Einheimischen haben wir daher für den geplanten mehrtätigen Ausflug auf den Altiplano von Bolivien – zwischen 4300 und 5500müM - auf dem Bauern-Markt von San Pedro de Atacama/Chile einen Beutel Coca-Blätter und einige Lutsch-Bonbons aus Coca-Essenz gekauft. 

 

 

Auch für den Aufstieg und das Verbleiben auf diesen Höhen müssen wir eine Lösung finden.

  

Nach den ersten 1000 Höhenmetern – in diesem Fall bereits nach ½ Std Fahrzeit  - haben wir daher unser erstes Nachtlager auf einer Höhe von 3500müM aufgeschlagen.

 

Der Blick auf den Vulkan Licancabur und die Atacama -Wüste 1000m tiefer ist zwar überwältigend, Kopfweh und Atemnot machen sich jedoch bald bemerkbar. 

Mit einigen Coca-Blätter in der Backe oder einem Coca-Bonbon im Mund kann das Blut mehr Sauerstoff aufnehmen und die ungemütlichen Symptome verschwinden für eine gewisse Zeit. Sobald jedoch der Erstickungs-Reflex – ich kriege keine Luft mehr - dem leichten Schlummern ein Ende setzt, ist die nächste Portion Coca fällig. So überstehen wir diese erste Nacht unter Coca-Einfluss im Kurzintervall-Schlummern und sind am nächsten Morgen hundemüde.

 

Der Camper bringt uns in der nächsten ½ Std auf 4300müM, wo wir die Grenze nach Bolivien passieren. Unsere Fahrten auf dem Altiplano lassen uns mehrmals die 5000müM-Grenze überschreiten, die zweite Nacht verbringen wir aber auf 4400müM.

 

In dieser Nacht können wir bereits etwas längere Zeitabschnitte durchschlafen, Coca und Schlafen mit hochgelegtem Oberkörper sei Dank. Die Schlafqualität in den folgenden zwei Nächten ist aber weiterhin wechselhaft, ohne die Wirkung der Coca-Substanz wäre dies vermutlich jedoch noch schlimmer.

 

Die Coca-Blätter sind für die Bewohner dieser Höhenlager nicht wegzudenken. Obwohl die UNO den Coca-Blättern viele positive Eigenschaften zuschreibt und eine Sucht ausgeschlossen werden kann, ist das Gewächs leider mit einem grossen Makel behaftet.

Mittels eines komplizierten chemischen Prozesses kann nämlich aus den Coca-Blättern das Aufputschmittel Kokain gewonnen werden – die süchtig machende Droge der Getriebenen und Erfolgsverwöhnten.  Aus diesem Grunde ist in den meisten Ländern der Welt der Verkauf und der Besitz von Coca-haltigen Produkten verboten – ein Umstand, den man in einigen Südamerikanischen Ländern kopfschüttelnd zur Kenntnis nimmt.

 

Für uns ist jedoch nach einer Woche auf durchschnittlich 4500müM klar: Nimmt man sich die Zeit für die empfohlene  Akklimatisierung nicht, dann ist für die ersten 5 Nächte kaum mit einem erholsamen Schlafe zu rechnen – mit oder ohne Coca-Blätter.

 

Argentinien/Chile - Typische Speisen

Typische argentinische/chilenische Spezialitäten:

 

Empanadas sind mit Fleisch, Käse, Gemüse oder Meeresfrüchten gefüllte Teigtaschen. Sie sind aus dem täglichen Leben der Argentinier und Chilenen nicht wegzudenken.

 

Locro/Argentinien ist ein Fleisch-Bohnen-Mais-Eintopf. Der Bohnen-Eintopf wird in Chile Porotos genannt.

 

Mote - typisch chilenisches Dessert mit gekochtem Korn und getrockneten Pfirsichen

 

Papas Andinas  sind rosa-gelbe Kartoffeln aus der Andenregion

 

Pancho - Hot Dog mit Ketchup, Mayo, Senf, Käse und Chips

 

Milanese - paniertes Schnitzel mit Brot oder Pommes

 

Chile - Avocados/Paltas

Diese grün-schwarzen Dinger werden Paltas genannt und vor allem in Chile sind sie heiss begehrt.

Es gibt keine Mahlzeit wo die Palta nicht in irgendeiner Form auftaucht. Sei es im Hamburger, im Hot Dog, im Salat, als Brotaufstrich, in Scheiben, gewürfelt oder als Mus.

Auch bei uns in der Camper-Küche ist die Palta  inzwischen ein fester Bestandteil der Mahlzeiten ;o))

Argentinien/Chile - Beton-Eier zur Weinreifung

Weine in Beton-Eiern reifen zu lassen, ist für uns was ganz Neues. In Frankreich und Spanien sollen solche Gefässe schon seit längerem im Gebrauch sein. In Chile und Argentinien ist diese Art des Weinausbaus aber noch in der Experimentier-Phase. Die meisten der von uns besuchten Weingüter  versuchen sich nun in dieser neuen Reife-Technik.  

Wein wird heutzutage vor allem in Edelstahlbehältern produziert, die langlebiger und pflegeleichter sind als die klassischen Holzfässer. Edelstahl hat jedoch den Nachteil, dass kaum Sauerstoff an den jungen Wein kommt; eine Reifung in Edelstahl ist somit nicht möglich. Fässer aus Holz sind hingegen porös. Dadurch findet ein geringer, aber stetiger Sauerstoffaustausch statt. Diese schonende Oxidation lässt den Wein reifen und harmonischer werden.

Weinfässer aus Beton sind pflegeleichter und robuster als Holzfässer. Anders als Edelstahltanks sind Beton-Eier in geringem Maße porös und verfügen zusätzlich über sehr feine Verdunstungs-Härchen. Sie ermöglichen so eine Reifung wie in den traditionellen Holzfässern, ohne jedoch die in manchen Weinen nicht erwünschten Holznoten zu hinterlassen. Einige Experten sind überzeugt, dass sich Beton-Eier wegen ihrer Form sogar besser als Holzfässer zur Weinreifung eignen. Wir warten gespannt auf die zukünftigen Weine :o))

Chile – Piñones – Nüsse der Araukarie

Die Nüsse der Araukarie wachsen in einem grossen Zapfen. Man kann sie schälen und roh essen, in der Pfanne rösten oder weich kochen. Sie schmecken ähnlich wie Kastanien sind aber etwas schwieriger zu schälen.

Einkauf auf chilenisch

Wir brauchen ein kleines Lämpchen für den Schuhschrank – also nichts wie los, eine Ferreteria suchen. Eine Ferreteria ist etwas zwischen einem Eisenwarengeschäft und einem Gemischtwarenladen – aber man bekommt hier alles!


Wir werden fündig und müssen zuerst einmal zehn Minuten anstehen – ohne Nümmerli zu ziehen!

Die freundliche Dame bringt uns das gewünschte Lämpchen – kassiert und drückt uns den Kassabon in die Hand – nicht aber die Ware.

Zuerst heisst es nun weiter unten an der Kasse 2 anstehen – ohne Nümmerli zu ziehen – um von einer netten Dame den Kassabon auf die Richtigkeit überprüft und abgestempelt zu bekommen!

Weiter zur nächsten Stelle - hier müssen wir nun ein Nümmerli ziehen und wieder warten bis unsere Nummer 94 aufgerufen wird.

Wir übergeben einem netten Herrn unseren Kassabon, der wiederum zu Dame Nr. 1 marschiert um unser Lämpchen zu holen, es in eine Plastiktüte zu verstauen und uns in die Hände zu drücken!!!

 

 

Das nennt man Arbeitsbeschaffung ;o))

Chile - Planetario Natural Alfa Aldea, Vicuña

Einmal in die Sterne gucken - das ist das Ziel des heutigen Abends. 
Wir werden um 19.30 Uhr im Camping abgeholt und zum Freilicht-Planetarium gefahren. Als Einführung sehen wir einen 3D-Film über das Weltall und geniessen dazu ein Glas Rotwein. 
Mit einer warmen Wolldecke ausgerüstet geht es anschliessend zum 15 Zoll-Teleskop.
Dort erklärt uns Mario die verschiedensten Sternbilder, u.a. das Kreuz des Südens und der Grosse Hund.
Zum Aufwärmen wird uns eine heisse Suppe und Knoblibrot serviert :o))
Die Höhepunkte des Abends - wir schauen uns Sirius, Jupiter und den Mond durchs Teleskop an und können mit dem Handy sogar den Mond durchs Teleskop fotografieren.

Als Abschluss hören wir über das Radioteleskop Töne, die der Jupiter und die Sonne abstrahlen (Mond-Foto, aufgenommen mit Robys Handy).

Chile - Pisco, Destillerie Mistral

Pisco wird wie Cognac oder Weinbrand aus Wein destilliert. Die Destillerie Pisco Mistral verwendet dazu die weissen Traubensorten Pedro Ximenez und Muscat de Alexandria. Nach der zum Teil mehrfachen Destillation wird der Pisco in amerikanischen Eichenfässern - je nach Qualität bis zu sieben Jahren - gelagert.  Der Alkoholgehalt liegt zwischen 35° und 46°. Das Sortiment der Destillerie reicht vom einfachen Pisco (für Cocktails) bis zum delikaten Getränk für Geniesser. Das hauseigene Museum gibt uns einen guten Einblick in die Pisco-Herstellung von früher.

Argentinien - Wer darf wen nicht überholen – oder das Kreuz mit den argentinischen Überholschildern

Argentinische Schilder-Maler und ihre künstlerische Freiheit - für unsere Interpretation Bilder anklicken!

Chile – Früchte und Beeren

Auf dem Markt entdecken wir Früchte und Beeren, die wir noch nicht kennen. 

 

 

Chile - Holzschindeln auf der Insel Chiloé

Auf der Insel Chiloé bewundern wir die alte Bauweise der Häuser, vor allem die zahlreichen Formen der Holzschindeln. 

Chile - Brücke und Fluss ohne Namen

 

 

 

In Chile hat jede Brücke und jeder Fluss einen Namen - aber diese zwei sind leider leer ausgegangen!! :o)))

Argentinien - Patagonischer Wind

Im Süden Patagoniens fahren wir immer wieder an den Verkehrsschildern vorbei, die uns auf den starken patagonischen Wind hinweisen.

Nicht nur die Natur bekommt dies zu spüren, auch unser Camper muss ganze Arbeit leisten.  

Argentinien/Balneario El Condor - Felsensittiche

In den kilometerlangen Klippen von Balneario El Condor gibt es eine der weltweit grössten Ansiedlungen von Felsensittichen. Diese Papageien kommen nur im südlichen Argentinien, in Chile und in Uruguay vor. Der Felsensittich erreicht eine Gesamtgröße von 45 cm und kann bis zu 30 Jahre alt werden. Ein Paar bleibt ein Leben lang zusammen. Das Weibchen legt 2-3 Eier, die Küken schlüpfen im November. 

Argentinien/Patagonien - Frucht- und Fleisch-Kontrollen

22.11.2016

Heute Dienstag nehmen wir die 310 km nach Balneario El Condor in Angriff. Kaum haben wir die Stadt Bahía Blanca verlassen, müssen wir unsere erste Fruchtkontrolle passieren. Mit diesen Kontrollen wird versucht, den Süden von Argentinien von der Maul- und Klauenseuche sowie von Fruchtfliegen frei zu halten.

Der Kontrolleur fragt uns nach mitgebrachten Früchten. Unsere Orangen haben wir vorsichtshalber zu Saft verarbeitet und da Bananen kein Problem sind, sind wir sauber. Wir müssen 70 Pesos (SFr 4.50) für die Desinfektion unseres Campers bezahlen und werden zur Weiterfahrt durch die Sprüh-Anlage entlassen. Aber Pech, die Anlage funktioniert nicht und so nehmen wir noch ein paar Fruchtfliegen und Bakterien mit in den Süden! ;o))

 

Kaum 50 km weiter südlich unsere erste Fleischkontrolle. Dieser Herr steuert sehr freundlich aber zielstrebig auf unseren Kühlschrank zu. Auf unseren vakuum-verpackten Würsten klebt glücklicherweise ein Logo, das die Mitnahme erlaubt – haben wir nicht gewusst. Im Eisfach findet er aber auch unsere zwei Schweins-Koteletten. Mit enttäuschtem Gesicht erkläre ich ihm, dass dies unser Abendessen wäre. Darauf meint er, ich könne sie hier und jetzt braten und dann sei alles in Ordnung. Gesagt getan, ich schmeisse die tief-gefrorenen Fleischstücke in die Pfanne und wenig später schwebt ein angenehmer Geruch von gebratenem Fleisch durch die Kontroll-Station. Nach einem kritischen Blick in die Bratpfanne dürfen wir auch hier passieren!!

Argentinien/Sierra de la Ventana - 1. Vogelspinne

 

 

 

 

Beim Wandern auf den Cerro Bahía Blanca läuft uns dieses Prachtexemplar einer Vogelspinne buchstäblich über den Weg!

Argentinien/Tigre - Unsere Waschmaschine ‚Lavadorita‘

Nachdem wir jeweils mehrere Stunden investieren mussten, um eine Wäscherei zu finden, die Wäsche abzuliefern und wieder abzuholen, haben wir uns entschlossen, eine eigene Waschmaschine zu kaufen. Wir erstehen unsere ‚Lavadorita‘ in einem ‚All Plasticos‘- Geschäft.

 

Typ:                                       Rüttelbox

Füllmenge:                           2 kg

Waschprogramm:              Schongang und Hauptwaschgang – kein Spülgang und kein Auswringen

Temperatur:                        kalt bis 60°

Waschdauer:                      1 Fahrtag über Naturstrasse (jedes Loch in der Strasse ist willkommen)

Preis:                                    SFr. 12.-

 

Da Ursi ihre seidene Unterwäsche zu Hause gelassen hat, werden wir den Schongang (Lavadorita unmittelbar hinter Beifahrersitz) vermutlich sehr selten benutzen.
Der Hauptwaschgang (Keller, hinten rechts) hingegen ist sehr effektiv, vor allem beim Fahren auf Naturstrassen. Zurzeit bin ich auf der Suche nach einem Trockner, so dass ich diese mir übertragene Hausarbeit auch bald weitergeben kann. ;o))

Uruguay - Kunstvoller Nestbau - bevorzugte Wohnlagen

Einmal pro Jahr baut das Vogelpaar ein solches Wunderwerk aus Lehm. Die Vorlieben des Standortes sind jedoch recht verschieden. 

Uruguay - Vorsorge gegen Reifenpannen (Bike oder Camper)

Profis, die man bei einer Reifenpanne gerne dabei hätte.

Uruguay/Montevideo - Grande Angola Abschieds-Song

Text, Ursi & Roby Gisler
Melodie, ‚Wir lagen vor Madagaskar‘

 

Wir lagen vor Montevideo und hatten keinen Koch an Bord.
In den Fässern da faulten die Fische und manchmal wollte einer über Bord.

 

Ahoi Pasajeros ahoi, ahoi.
Wenn Robys Schifferklavier auf der Angola ertönt
ja dann singen wir alle fröhlich mit – ej warum
weil viele Stunden und viele Tage, wir nach Uruguay geschippert sind.

 

Grüne Tomaten u. Pasta u. Pasta, u. Pasta u. Pasta u. Pasta,
u. Pasta u. Pasta u. Pasta und dazwischen etwas hartes Brot.
- Ref.
Der Steward Sonny Boy Mendoza war die gute Seele auf dem Kahn.
Doch er hatte Sehnsucht nach seinen Kindern und hat uns in Santos verlahn.
-
Ref.
Plötzlich schrie einer ‚Mann über Bord!‘ und sofort rannten alle los.
Doch die Waschmaschine war nicht mehr zu retten und so machen wir die Wäsche mit den Händen bloss.
-
Ref.
Franzosen verstecken sich hinter Autos – was die wohl bloss da machen?
Sie bräunen den Busen und das ‚Füdeli‘ und geheim bleiben all die andren Sachen.
-
Ref.
Die Michi, der Tobi und der Michel wohnen über oder neben dem Fitnessraum.
Sie können das Gestöhne nicht mehr hören und planen Anschlag mit Wein auf den Hampelmann.
-
Ref.
Die Reise ist nun zu Ende, vorbei ist die bittersüsse Zeit.
Doch dank WIFI, Satellit und Diesel bleiben wir in Touch und uns ist kein Weg zu weit.

Deutschland/Scharnebeck/Nähe Lüneburg - Schiffshebewerk

Die Besichtigung des Schiffshebewerks in Scharnebeck bietet ein sehenswertes technisches Schauspiel. Dieses moderne Bauwerk bietet Schiffen die Möglichkeit eine Höhe von 38 Metern zu überwinden.

Brasilien/Jundiai - Churrascaria/Rodizio

Eine Churrascaria ist ein traditionelles Restaurant in Brasilien, in dem es vor allem gegrilltes Fleisch und Würste gibt.

 

Na, das wollen wir uns nicht entgehen lassen!

 

Jeder Tisch erhält eine Art „Fleisch-Ampel“ , wobei die eine Seite rot, die andere grün ist. Ist die grüne Seite aufgedeckt, marschieren die Servicekräfte mit verschieden gegrillten Fleisch-Spiessen an - Rodizio. Die rote Seite signalisiert, dass man vorübergehende eine Pause braucht.

Alle Beilagen können wir uns von einem umfangreichen Buffet holen.

 

Das war super lecker!

 

Brasilien/Jundiai - Häuser malen

Ich sitze auf der Hotel-Terrasse und lese in einem Buch als ich irgendwann realisiere, dass sich rechts von mir etwas nach links und rechts bewegt. Ja da staune ich nicht schlecht! Da hängt doch ein junger Mann an einem Seil und streicht die Aussenwände des Nachbargebäudes. Um eine grössere Fläche in einem Zug streichen zu können, stösst er sich immer wieder mit den Füssen von der Wand ab und während er sich so von links nach recht schwingt, bedeckt er noch schnell eine Fläche mit neuer Farbe. Insgesamt benötigt er für diese Wand nur 60 Minuten - bei uns würde schon das Aufstellen des Gerüsts länger dauern!!

Argentinien/Córdoba - Mate

"Vamos a tomar un Matecito“!

Mate ist ein beliebtes Aufgussgetränk in Südamerika und wird aus den kleingeschnittenen trockenen Blättern

des Mate-Baumes (5-6m hohes Stechpalmengewächs) gewonnen.
Das Trinkgefäß wird etwa zur Hälfte mit Yerba (Kraut) gefüllt, mindestens so hoch, dass das Sieb der Bombilla (Röhrchen) ganz in die Yerba eintauchen kann.

Die Yerba wird etwas angefeuchtet, danach wird die Bombilla vorsichtig eingesetzt. Aufgegossen wird mit heissem aber nicht gekochtem Wasser. Nun gilt es, sorgfältig an der Bombilla zu ziehen um nicht zuviel heisses Wasser aufs Mal in den Mund zu kriegen. Das Gefäss wird in der Runde herumgereicht und mehrmals mit Wasser wieder aufgefüllt. Wenn der Mate keinen Geschmack mehr hat, wird das Kraut ausgetauscht.


Da die Mate-Trinker das Haus nicht ohne ihre Mate-Utensilien verlassen, gibt es überall Automaten, wo man für wenig Geld heisses Wasser in die Thermosflasche nachfüllen kann.

Mexiko/Teotihuacan - Mexikanische Spezialitäten

Als Vorspeise - Termiteneier. Die Escamoles sind eine Delikatesse in Mexiko.

Hauptgang - Schaffleisch, in der Haut der Agave gegart.

Zum Zvieri - Kaktus-Früchte

Mexiko City - Tacos al Pastor

An einer Seitengasse von Mexiko DF laufen wir gegen die Mittagszeit an einer Dönerbude vorbei. 

Doch halt, das sieht etwas anders aus! Das müssen wir probieren. Der Koch erklärt uns, dass dies Tacos al Pastor und sehr beliebt bei den Mexikanern sei.

Einfach köstlich!

Mexiko City - Mescal & Tequila

Unsere ersten Mescals und Tequilas in Mexiko.

 

Der Mescal wird aus dem Fruchtfleisch verschiedener Agaven-Arten hergestellt. Der Geschmack und das Aus- sehen des Mescal variiert je nach Art der Agave, der Region sowie der Zubereitung und der Dauer der Lagerung. Der bekannteste Mescal ist der Tequila, welcher in der Umgebung der Stadt Tequila ausschliesslich aus der blauen Agave gebrannt wird - tja, wem's schmeckt!

Schottland - Kleinster Coleslaw-Salat

Die ganze Gruppe hat Hunger, nur ich nicht so recht. Macht nichts - ein Salat und ein Bier ist genau richtig!

 

In einem Restaurant in Glasgow bestellen alle eine währschafte Mahlzeit und ich mir einen Coleslaw-Salat.
Das Gelächter ist gross als mein Salat serviert wird - mit zwei Bissen ist das "Ding" verschluckt! Na soooo klein war mein Hunger nun auch wieder nicht!!! Aber Bier nährt ja auch ;o))

Schottland - Blind Summit/Hidden Dip

Blinder Gipfel - Versteckte Senke!
Ok, die Strassen waren etwas hügelig aber vor jedem Hügel eine Tafel, die uns auf den Hügel aufmerksam macht??!! Und wir gehen mal davon aus, dass es nach jedem Hügel irgendwann wieder runter geht!

Schottland - Whisky

Malt-Whiskys werden auch heute noch in beinahe allen geografischen Regionen Schottlands destilliert. Diese haben sich aber im Laufe der letzten zwei Jahrhunderte in Bezug auf die Whisky-Herstellung sehr unterschiedlich entwickelt. Als Folge von Krisen, Gersten-Missernten, Kriegen oder durch wirtschaftlich bedingte Zusammenlegungen reduzierte sich die Anzahl der Destillerien in ganz Schottland im Laufe dieses Zeitraumes in einem beinahe unglaublichen Ausmass. Von den um das Jahr 1800 weit über 1000 aktiven Destillerien waren im Jahr 1899 gerade noch 148 lizenzierte Malt-Destillerien übrig geblieben. Heute sind davon nicht einmal mehr 100 in Betrieb!

Um so mehr geniessen wir diesen feinen Tropfen (Edradour Ruby)!

Schottische Küche

Vor der Reise viel gehört, viele Warnungen bekommen: " Esst das jaaaaa nicht!"

Um so mehr wollten wir uns dieser Herausforderung stellen. Ok, bei der Suppe und beim Fischcake kann ja noch nicht so viel passieren. Beim Haggis und dem Black Pudding waren wir schon etwas vorsichtiger. Unser Fazit: "Suuuuuper lecker!"

Haggis ist das schottische Nationalgericht. Es besteht aus Schafs-Innereien und ist sehr nahrhaft. Diese pikante, fleischige Spezialität wird traditionell mit pürierten „Neeps“ (Rüben) und „Tatties“ (Kartoffeln) gereicht. 

Black Pudding ist eine Art Blutwurst mit Hafer und wird in der Pfanne angebraten. 

 

Sticky Toffee Pudding (Dessert) ist eine seeeehr süsse Angelegenheit und ist praktisch auf jeder Speisekarte in Schottland zu finden. Annalis hat dieses Zeug heiss geliebt aber ich (Ursi) konnte es schon fast nicht mehr anschauen!

Panamá - Zigarren

Bei der Rückfahrt von Bocas del Torro kehren wir bei der Zigarrenfabrik Costa ein, die in der Nähe von Panama City aus kubanischem Tabak verschiedene Zigarren-Typen und -Grössen herstellt. Selbstverständlich kann Roby nicht widerstehen und deckt sich mit einigen Kisten der milden und sehr günstigen Glimmstängel ein.

Helado hecho en Panamá

Mal was Anderes - aber auch gut und schööön kühl!!