Die Abenteuer von Chili dem Pinguin

Diese Seite enthält die Abenteuer von Chili dem Pinguin und ist für unsere Enkel Gregory (2011), Gian (2013), Louis (2013) und Zoe (2016) gedacht.

Chili und die Schokolade

 

 

Hallo Gregory, hallo Gian, hallo Louis, hallo Zoe

 

Hoffentlich habt ihr immer noch Zeit neben der 1. Primarklasse bzw. neben dem 1. Kindergarten meine Erlebnisse zu lesen. 

 

Schokolade werdet ihr aber sicher immer noch gerne mögen. 

Wie ihr wisst, habe auch ich Schokolade sehr sehr gerne.

 

‚Grosi, bitte bitte kauf mir doch von dieser Schokolade. Die da ist meine Lieblingsschokolade‘. Meistens funktioniert es, ihr kennt ja Grosi :o))

 

Oft teile ich meine Schokolade mit Grossdädi, vor allem wenn viele Nüsse drin sind. Die mag er nämlich besonders gerne!

‚Chili, weisst du eigentlich woher die Schokolade kommt?‘, hat mich Grossdädi gestern gefragt. Sicher weiss ich das, ich war ja beim Einkaufen dabei. ‚Aus dem Supermarkt natürlich‘, habe ich ihm geantwortet.

 

Er hat gelacht und mir in der Nähe unseres Übernachtungsplatzes einen Baum gezeigt, auf dem Kakao wächst. ‚Das soll Schokolade sein? Das gelbe Ding riecht aber ganz und gar nicht nach Schokolade!‘

Er hat ein grosses Messer genommen und die Frucht in der Mitte durchgeschnitten. ‚Da sind Samen drin, die mit Fruchtfleisch umgeben sind.‘

 

‚Wenn wir diese Samen an der Sonne trocknen lassen und dann schälen, dann kommen schwarze Kakao-Bohnen zum Vorschein.

Diese können wir fein malen, mit Zucker und Milch mischen und schon haben wir Schokolade.‘ 

 

‚Grossdädi will immer alles ausprobieren, ihr wisst ja wie er ist. Aber so viel Aufwand für etwas Schokolade…. da ist mir die Schokolade aus dem Supermarkt lieber.‘

 

Und übrigens – ‚Grosi, bitte bitte kauf mir doch mal von diesen Gummibärli. die mag ich auch sehr gerne‘.

 

Liebe Grüsse

 

Euer Schleckmaul Chili

Chili beim Fischen

 

Hallo Gregory, hallo Gian, hallo Louis, hallo Zoe

 

Mit dem Park-Ranger Nery, mit Grosi und Grossdädi darf ich im Rio Negro fischen gehen.

 

Juhui, da freu ich mich aber. Anstelle von Büchsen-Sardinen endlich wieder mal frischen Fisch zum Essen.

Ich will Raubfische fangen, am liebsten natürlich Piranhas. Damit diese Fische anbeissen braucht man Fleisch als Köder. Und natürlich auch eine Angelschnur und einen starken Hacken.

Nery zeigt mir wie ich die Angelschnur mit dem Fleisch-Brocken in den Fluss werfen muss, damit das Ganze nicht in meinen Federn hängen bleibt.

 

Nach ein paar Anläufen hab ich den Trick raus und warte nun auf meinen ersten selbstgefangenen Fisch.

Ich warte und warte, warte und warte – gähn, ei bin ich müde – hätte gestern früher ins Bett gehen sollen ;o))

 

Ich warte und warte.....

 

 

Doch jetzt, jetzt zieht etwas an meiner Angelschnur. Sicherlich hat ein riesiger Piranha angebissen. Mit aller Kraft ziehe ich meinen Fisch aufs Boot – oooh, es ist kein Piranha.

 

Macht nichts – Hauptsache der Fisch ist frisch.

 

Obwohl dieser Fisch doch etwas gross für mich alleine ist - mmmhh – er schmeckt trotzdem sehr lecker.

 

Grosse Schnecken schwimmen an unserem Boot vorbei. Grossdädi meint, diese Schnecken könne man auch essen.

 

Doch ich ziehe frischen Fisch diesen Schnecken vor – das versteht ihr doch. Ihr esst auch lieber Fisch als Schnecken, oder!?

 

 

Liebe Grüsse

 

 

Euer Fischer Chili

Chili, die Ameise und das Termiten-Nest

Hallo Gregory, hallo Gian, hallo Louis, hallo Zoe

 

Vor kurzem habe ich einen gehörigen Schreck gekriegt.

 

‚Grossdädi, Grossdädi, irgendetwas kraxelt mir den Rücken hoch! Hilfe, nimm das weg, bitte, bitte!‘, habe ich geschrien.

 

‚Ich sehe nichts!‘, sagt Grossdädi, ‚hast du Flöhe?‘ ‚Nein, aber jetzt krabbelt das Ding bereits über mein Gesicht. Grossdädi, hilf mir, nimm das bitte weg!‘

‚Halb so wild, es ist nur eine grosse Ameise‘, lacht Grossdädi. Inzwischen ist das Ding aber wieder runter von meinen Federn.

 

‚Wo ist sie? Schau, dort ist sie, im weissen Kreis. Sie trippelt bereits auf einen grossen Erdhaufen zu‘.

Ich folge der Ameise zu einem Erdhaufen, wo sie rasch in einem Loch verschwindet. Der Haufen ist beinahe so hart wie Beton. Diesen Haufen haben ursprünglich Termiten gebaut. Nachdem sie aber umgezogen sind, haben sich hier Ameisen niedergelassen.

Gerne wäre ich der Ameise in ihr Nest gefolgt, aber leider ist die Öffnung zu klein oder ich viiieeel zu gross. –  was denkt ihr?

 

Aber ich kann raufklettern und mache dabei gar nichts kaputt. Von hier aus  kann ich noch viele solche Erdhaufen sehen. Manche sind etwas kleiner, manche aber auch noch viel grösser als dieser hier.

Grossdädi erklärt mir, dass diese Erdhaufen hauptsächlich der Temperaturregelung dienen. Das eigentliche Termitennest liegt unter dem Boden und kann riesengross sein. In einem solchen Nest wohnen manchmal viele tausend Termiten zusammen mit ihrem Königspaar.

 

Die meisten Termiten sind sogenannte Arbeiter. Sie beschaffen Nahrung und kümmern sich um die vielen Eier, die die Königin legt. Termiten mit etwas kräftigeren Beisszangen nennt man Soldaten. Sie bewachen die Eingänge ins Termitennest und lassen keine Fremden hinein.

 

'Termiten sind viel kleiner als die Ameise, die an dir rum gekraxelt ist,' sagt Grossdädi. 'Sie kommen im Gegensatz zu den Ameisen aber nur nachts aus ihren Nestern.'

 

Da ich Nachts in meinem Bettchen liege, werde ich somit nie einer Termite begegnen - eigentlich schade - oder?

 

Tschüss, bis zum nächsten Mal

 

Euer Chili

Chili und die Kokosnuss

 

 

 

 

Hallo Gregory, hallo Gian, hallo Louis, hallo Zoe

 

Bei euch in der Schweiz habe ich gelernt auf Bäume zu klettern – erinnert ihr euch noch?

 

Hier in Südamerika gibt es auch Bäume. Einer dieser Bäume heisst Kokospalme und auf dieser Palme wachsen riesige Nüsse – Kokosnüsse. Auf eine solche Palme bin ich hochgeklettert. Die war riiiichtig hoch und ich hatte ein bisschen Angst dort oben -

 

Grossdädi hat mir dann geholfen wieder runterzuklettern :o))

Kokosnüsse kennt ihr sicher vom Einkaufen. Aber habt ihr gewusst, dass die frische Nuss mit viel Flüssigkeit gefüllt ist und dass man dieses Kokoswasser auch trinken kann. Nein?

Doch, sicher!

 

Bei Levi kann man gekühlte Kokosnüsse kaufen. Mit wenigen Machete-Hieben öffnet er eine Kokosnuss für mich.

Das Kokoswasser ist beinahe klar wie Wasser und schmeckt erfrischend gut. Das Klettern hat mich sehr durstig gemacht und ich sauge wie wild am Strohhalm.

 

'Nicht so schnell', meint Grossdädi, 'du hast ja die Kokosnuss beinahe schon ausgetrunken!'

Ahhh, das war köstlich!!!


Aber das ist noch nicht alles. Im Verlauf der Reifung wird aus dem Kokoswasser das weisse Kokosfleisch, das man essen kann. 

 

Mit zwei raschen Hieben spaltet Levi die Kokosnuss. 

Das Kokosfleisch ist weich und sabberig, schmeckt aber trotzdem gut – mmmhhh. 

Falls ihr mich mal besuchen kommt, lade ich euch zu einer Runde Kokosnuss ein – das wird euch sicher auch schmecken.

 

 

Bis dahin - euer Chili

Chili und die Ozeane

 

Hallo Gregory, hallo Gian, hallo Louis, hallo Zoe

 

Manchmal weiss man, dass irgendetwas komisch ist, aber man findet nicht heraus warum!

 

Aber für was sonst hat man Erwachsene in der Nähe !

 

„Grosiiii, Grosiii !“, habe ich gerufen. “Erinnerst du dich noch, wie wir am Meer gesessen sind und am Abend der Sonne zugeschaut haben, wie sie untergegangen ist?“

 

„‚Aber sicher Chili, wie könnte ich diese schönen Momente mit dir vergessen“, hat sie gesagt. 

 

 

 

 

„Grosiii, Grosiii, wenn ich aber jetzt am Abend ins Meer hinausschaue, geht dort keine Sonne mehr unter – das ist doch komisch, nicht?“

 

„Das kann ich dir erklären“, sagt sie und lässt Grossdädi eine Karte von Südamerika auf dem Computer zeichnen.

 

 

 

„Auf der linken Seite, im Westen von Südamerika, liegt der Pazifische Ozean.

Die Sonne geht immer im Westen unter, daher konnten wir in Chile so viele Sonnenuntergänge beobachten.“

 

 

„Jetzt haben wir Chile, Argentinien und Uruguay durchkehrt und sind nun im Osten von Südamerika.

 

Nun schauen wir auf den Atlantischen Ozean hinaus.

Da die Sonne immer im Osten aufgeht, könnten wir hier nun Sonnenaufgänge beobachten, wenn wir am Morgen nicht immer so faul im Bett rumhängen würden ;o))“

Schade, denke ich, keine Sonnenuntergänge mehr am Meer.

 

Diesen Abend bleibe ich aber trotzdem lange am Strand sitzen und schaue aufs Wasser hinaus.

„Ah, was ist denn das, da taucht ja die Sonne doch noch auf?!“  „..…Aber nein, das ist ja der Mond, der da aus dem Atlantischen Meer aufsteigt.“

 

Grosi sagt mir, dass ihr in der Schweiz den gleichen Mond und die gleiche Sonne beobachten könnt wie ich hier in Südamerika, nur einige Stunden früher.

Wenn ihr dabei ab und zu an mich denkt, dann würde mich das freuen – ich hab euch lieb.

 

Euer Chili

Chile trifft seinen alten Freund Spoons

Hallo Gregory, hallo Gian, hallo Louis, hallo Zoe

 

 

Grosi und Grossdädi treffen ihre französischen Freunde nach über einem Jahr wieder in Uruguay. Mit dabei ist auch mein alter Freund Spoons, den ich in der Nähe von meinem Eisberg in Chile kennengelernt habe.

 

Ui, wie mich das freut. Endlich wieder jemand zum Rumspringen!

 

 

Spoons und ich beschliessen, den Bauernhof auf dem wir zurzeit campieren, auszukundschaften.

 

Benicio und Ramiro, die beiden Buben vom Bauernhof, schliessen sich uns an. Wir dürfen sogar auf ihrem Esel Doctor Sote reiten.

 

 

Oh, das ist aber eine wacklige Angelegenheit! ‚Festhalten Chili und Spoons!‘, rufen sie und los geht’s!

 

 

Benicio kann sehr gut klettern. Und schwups, ist er schon auf einem grossen Pekan-Nussbaum.

 

Mir mit meinen Flügeln und Flossen und Spoons mit seinen Hunde-Pfoten gefällt das Klettern nicht so super.

Auch fürchte ich mich ein bisschen vor der Höhe – da könnte man ja runterfallen – oder?

 

Aber Benicio passt gut auf uns zwei auf. Wie gut könnt ihr schon klettern?

Da spielen wir lieber Verstecken im grossen Melonenfeld. Wer Spoons und mich findet kriegt sicher ein Gummibärli von Mama oder Papa.

In einem der Hühnerställe treffen wir die Henne Gudrun, die uns Stolz ihren Nachwuchs zeigt.

 

Da ich auch in einem Ei auf die Welt gekommen bin, will mich Gudrun sofort adoptieren. Sie ist sehr lieb, aber ich bleibe doch lieber im Camper bei Grosi und Grossdädi.

 

Zum Abschied gibt sie mir noch ein Küsschen, was mich sehr freut.

Die  Tomaten, die hier auf dem Bio-Bauernhof wachsen, werden täglich auf den Markt gefahren.

 

Ihr habt sicher gerne Tomaten?

Ich hingegen hätte lieber wieder mal einen frischen Fisch zum Knabbern –mmmh.

 

Ich muss Grosi fragen, ob sie wieder mal Fisch für mich kauft…..

 

 

 

Vom vielen Spielen sind Spoons und ich richtig müde geworden und ruhen uns in unserer Hängematte etwas aus.

 

Leider wird Spoons bald nach Australien gehen – wer weiss, ob wir uns dann noch einmal sehen können – ich hoffe schon, denn ich hab meinen Freund Spoons inzwischen sehr gerne.

 

Euch natürlich auch - bis zum nächsten Mal !

 

 

Euer Chili

Chili braucht ein Bad

 

 

 

 

Hallo Gregory, hallo Gian, hallo Louis, hallo Zoe

 

 

Kaum habe ich mich etwas an das staubige Wüstenleben gewohnt, erschreckt mich eines Tages euer Grosi:

 

‚Chili, wie siehst du den aus, du bist ja ganz schmutzig! Du brauchst dringen ein Bad!‘ 

Könnt ihr euch vorstellen, wie mich das erschreckt hat?

Ich schwenke doch meine Flossen und Flügel ab und zu in einem Bach oder in einer Lagune – obwohl dies eigentlich meistens gar nicht notwendig wäre.

 

In meiner alten Heimat, auf dem Eisberg, war ich täglich am Schwimmen und Fische fangen und deshalb auch immer quietsch-sauber.

Auf diesem Wüstentrip mit Grosi und Grossdädy gibt es so viel Sand und so selten Wasser, da kann man ja nicht ganz sauber bleiben!

  

Nein, Grosi, ich mag nicht…. alles Schimpfen hilft aber nichts – ihr kennt ja Grosi – also ab ins  Thermal-Bad!

 

 

Igitt igitt...., das Wasser ist ja so warm wie das Wasser, dass ihr zuhause in eure Badewanne füllt.

 

Trotzdem werde ich ins Wasser gezwungen.

 

Der Wüstenstaub geht aber kaum weg, so dass mich Grosi mit einer harten Bürste bearbeitet.

 

Auuaa, das tut doch weh! Aber Grosi ist erbarmungslos und rubbelt mich von Kopf bis Flosse. 

Zum Schluss darf ich dann noch im warmen Wasser schwimmen und tauchen. Das ist aber gar nicht so wie in meinem eiskalten grauen See im Torres del Paine – Spass macht’s aber trotzdem - juhuii!

 

Und Grossdädi freut sich, dass ich wieder mal im Wasser rumplanschen kann.

 

 

 

Das auf dem Foto, das bin ich. Kennt ihr mich noch?

 

 

Grosi meint zwar, etwas Seife hätte nicht geschadet.

Glücklicherweise darf man aber in einer Thermal-Quelle keine Seife benutzen – Uff, ich Glückspilz!

Irgendwie scheint es den Erwachsenen Spass zu machen uns Kleinen zu plagen.

 

Grosi erzählt mir zwar, dass ihr gerne in der Badewanne rumplanscht, was ich aber kaum glauben kann. Stimmt das wirklich?

 

Liebe Grüsse, auch an Mia und Edi, von eurem nun wieder sauberen Freund

 

Chili  

Chili in den Kupfer-Minen

  

Hallo Gregory, hallo Gian, hallo Louis, hallo Zoe

 

 

Wir ihr sicher wisst, hat Grossdädi immer viele Schrauben und Drähte in seinem Camper dabei.

 

Mit diesen metallenen Gegenständen kann er vieles reparieren, was unterwegs kaputt geht.

Bei der letzten Reparatur habe ich ihn gefragt: ‚Grossdädi, woher kommt denn eigentlich dieses rote Metall, aus dem dieser Elektro-Draht gemacht ist?‘

 

 

 

‚Chili, dieses rote Metall heisst Kupfer und ich zeige dir, wo es herkommt‘.

 

 

Am nächsten Morgen fahren wir in eine alte Kupfer-Mine.

Die Minen-Arbeiter lassen mich mit einem Kübel in einen tiefen dunklen Schacht runter. 

Unten angekommen füllen andere Arbeiter den Kübel mit Steinen.

Glücklicherweise darf ich danach wieder rauf ans Tageslicht. Die grossen Steine werden anschliessend mit einem schweren Hammer zu kleinen Steinen und Sand zerklopft. 

 

 

 

Die kleinen Steine und der Sand werden dann in einen Ofen geschüttet. Dieser Ofen ist viel grösser und heisser als euer Backofen in der Küche.

 

Dort wird das Kupfer aus dem Sand  geschmolzen.

 

Uii, das Kupfer ist nun unglaublich heiss und darum flüssig wie Sirup.

 

Sobald das Kupfer aber etwas abgekühlt ist, kann man das Metall in jede gewünschte Form bringen – zum Beispiel in einen Kupfer-Draht für Grossdädi.

Grossdädi zeigt mir danach eine andere Kupfer-Mine. Sie ist grösser und viel moderner als die alte Mine.

 

In dieser Mine werden die Steine mit einem grossen Bagger aus der dunklen Höhle geschaufelt, mit ganz starken Steinbrecher-Maschinen zerklopft und dann auf grosse Halden geschüttet. 

Ganz zum Schluss darf ich mit Grosi per Bus in die grösste Kupfer-Mine der Welt fahren.

 

Mei, dort ist alles soooo riiiiesig!

 

Die Lastwagen, die die Steine aus dem riesigen Loch zu den Steinbrechern fahren sind beinahe so gross wie euer Haus … kaum zu glauben, nicht?

Fragt doch mal euren Papa, ob er euch Kupfer oder auch andere Metalle wie Eisen, Zinn, Blei, Silber, Gold, usw. zeigen kann.

Alle diese Metalle gewinnt man ähnlich wie Kupfer aus Stein und Sand.

 

Diese Minen-Besuche haben mir unglaublich viel Spass gemacht. Schade, dass ihr nicht dabei sein konntet.

 

 Euer Chili

Chili am grossen Meer

Hallo Gregory, hallo Gian, hallo Louis, hallo Zoe

 

Nachdem ich euch in der Schweiz besuchen durfte, bin ich nun wieder zurück in Südamerika. Grosi und Grossdädi wollen der Wärme nach und fahren in den Norden von Chile.

 

 

 

 

 

Ihr habt sicher noch nicht vergessen, dass ich einmal auf einem Eisberg gewohnt habe. Mein Eisberg bestand aus gefrorenem Wasser. Daher bin ich froh, dass wir ab und zu auch mal ans Meer fahren und ich meine Flossen im kalten Wasser baden kann. Dieses Meer heisst Pazifik und ist das grösste auf der Welt, denn es bedeckt die halbe Erdkugel - es ist riesig.

 

 

 

Die Ufer hier sind voller Muschel-Schalen und Schnecken-Häuschen, aber da steckt niemand mehr drin. Ein bisschen ist das wie bei euch zu Hause – viele Schnecken-Häuschen im Garten, die meisten sind aber leer.

 

 

 

 

So, nun habe ich aber Kohldampf! Ich habe mich schon lange auf ein Picknick am Strand gefreut. Dafür habe ich Sardinen und Snickers mitgebracht – mmhh. Ich liebe Fisch und Schokolade, am liebsten beides gleichzeitig.

 

 

 

Jetzt aber genug gefaulenzt, ich will mir eine groooosse Sandburg bauen. Aber was mache ich bloss falsch? Der Sand fällt immer wieder zusammen – blöd. Ich hab doch gesehen, wie Gregory, Gian, Luis und Zoe solche Burgen in ihren Sandkästen geformt haben. Das sah doch so leicht aus. 

Grosi kommt mir zu Hilfe.

 

‚Chili‘ sagt sie ‚du musst nassen Sand nehmen, dann klappt’s bestimmt‘. Gesagt, getan – Grosi hat wieder mal recht und die Burg ist so im Nu gebaut.

 

Gefällt euch meine kleine Sandburg?

 

Nun bin ich aber müde vom ‚Sändelen‘. Bei einem Mittagsschläfchen kann man viel Energie tanken. Wer weiss, was mein nächstes Abenteuer sein wird.

 

Tschüss ihr vier und sagt bitte liebe Grüsse an Mia und Edi

 

Euer Chili

Chili bei seinen Freunden in der Schweiz

Hallo Gregory, hallo Gian, hallo Louis, hallo Zoe

 

Die ersten drei der insgesamt sechs Wochen in der Schweiz darf ich bei Gian und Zoe in Abtwil wohnen.  

 

 

 

 

In ihrer Badewanne haben mir die beiden gleich zu Beginn meines Besuchs den chilenischen Wüsten-Sand aus den Federn gewaschen – ach, was für ein herrrrrlich frisches Gefühl.

Zum Spielen kommen Gregory und Louis oft zu Besuch nach Abtwil. Ganz speziellen Spass habe ich an unseren Wanderungen in die Wälder. Ihr baut dort Schlösser und Burgen, grilliert und springt viel herum – ganz schön anstrengend für einen kleinen Pinguin wie mich :o))

Die letzten drei Wochen in der Schweiz darf ich bei Gregory und Louis in Knonau wohnen.

 

 

 

Gregory und Louis nehmen mich abwechslungsweise in ihre Hochbetten mit und lassen mich bei ihren anderen Plüschtieren schlafen – das war soooo warm und kuschelig.

Gian und Zoe kommen nun nach Knonau zum Spielen. Wisst ihr noch?

Einmal haben uns sogar die Rettungsdienste eingeladen. Wir durften Feuer löschen und in ihre Fahrzeuge und Helikopter schauen – ei, das war aber interessant :0))

 

Kurz bevor ich mit Grosi und Grossdädi wieder nach Chile fliege,  klopft es an der Tür - wer könnte dies jetzt noch sein? 

Meine Freunde öffnen vorsichtig die Tür. Draussen stehen zwei kleine Pinguine und rufen: 

 

Hallo Zoe, hallo Louis, hallo Gian, hallo Gregory

 

Wir sind Mia und Edi aus Chile und sind die Cousine und der Cousin von Chili. Chili hat uns so viel Lustiges von euch erzählt und von seinen Ferien in der Schweiz geschwärmt. Wir haben gedacht, dass wir auch gerne bei euch sein würden. Mia möchte gerne bei Zoe und Gian Ferien machen und ich, Edi, wäre gerne bei Gregory und Louis zuhause. Was meint ihr, geht das?

 

Leider ist meine Zeit bei euch viel zu schnell vorbeigegangen. Nun bin ich aber froh, dass Mia und Edi noch etwas bei euch bleiben können. Wenn ihr wollt, komme ich aber auch gerne wieder mal zu Besuch in die Schweiz.

 

Vielen Dank, dass ich bei euch sein durfte. Ihr wart alle soooo lieb zu mir. Ich vermisse euch bereits und werde viel an euch denken. 

 

Tschüss, euer Chili

Chili sucht den Osterhasen

Hallo Gregory, hallo Gian, hallo Louis, hallo Zoe

 

Hier in Chile gibt es eine Insel, die Oster-Insel heisst. Ob dort wohl der Oster-Hase wohnt – was meint ihr? Leider wissen es auch Grosi und Grossdädi nicht.

 

Also muss ich das selber rausfinden. Die Insel ist so weit draussen im Meer, dass ich das Flugzeug nehmen muss. Natürlich bin ein bisschen nervös - wegen dem Fliegen und so. 

Auf der Insel angekommen machen wir uns mit einem Töff auf die Suche nach dem Osterhasen. Ich spreche den erstbesten Inselbewohner, den ich finden kann darauf an. Er ist gross und schaut ganz grimmig ins Meer hinaus, gibt mir aber keine Antwort. Hat er mich vielleicht nicht bemerkt weil ich so klein bin?

 

Nebenan finde ich ein Stroh-Haus, das wie ein umgedrehtes Oster-Nest aussieht. Könnte dieses Haus dem Oster-Hasen gehören? Leider ist niemand zuhause und so fahren wir weiter kreuz und quer über die Oster-Insel.

‚Da, da auf der Wiese – stopp, stopp Grossdädi – das dort könnte der Osterhase sein!‘, rufe ich. Doch als wir näherkommen sehe ich, dass es nur ein Pferd ist. Leider weiss das Pferd auch nicht wo der Osterhase wohnt.

 

In der Nähe sind aber Menschen, die ein Oster-Nest auf dem Kopf rumtragen – komisch! Ich habe überall bunte Oster-Eier gefunden, also dann kann ja der Oster-Hase auch nicht mehr sehr weit weg sein - oder?

Ich versuche es nochmals bei den grossen Einheimischen. Doch sie beachten mich nicht und geben mir auch keine Antwort.

 

 

 

Ich habe gehofft, dass ich auf der Oster-Insel den Oster-Hasen antreffen würde, aber leider habe ich ihn hier nicht gefunden. Weiss jemand von euch wo der Osterhase sein könnte? 

Obwohl ich den Oster-Hasen nicht gefunden habe, bin ich nicht traurig.

 

Ich darf ja bald zu euch in die Schweiz fliegen. Ich freue mich schon riesig, euch kennen zu lernen – bis bald.

 

Euer Chili 

Chili endeckt den Sport

Hallo Gregory, hallo Gian, hallo Louis, hallo Zoe

 

Wenn Grossdädi und Grosi einmal nicht mit dem Camper durch Südamerika fahren, wollen sie immer was unternehmen oder Sport treiben.

Mir wäre lieber, wenn wir dann an der Sonne liegen und einfach nichts tun könnten. Sport scheint aber Spass zu machen, daher will ich mir mal diesen Sport anschauen.

 

Grossdädi und Grosi nehmen mich zuerst mit auf den Tennisplatz. Dort schlagen sie mit einer Art Bratpfanne wie wild auf einen kleinen gelben Ball ein. Hin und her geht der Ball, doch weder Grossdädi noch Grosi scheinen ihn wirklich zu mögen. Immer wieder schlagen sie den armen Ball auf die andere Seite, wobei ihnen oft das Netz im Wege ist - komisch!

Das Korbball-Spiel ist hingegen logisch und für mich überhaupt kein Problem. Einen kleinen Ball in diesen grossen Ring zu werfen ist überhaupt nicht schwierig.

Grosi meint zwar, dass man beim Spielen nicht auf dem Ring sitzen darf und der Ball auch viel grösser sein müsste. Aber he - ich bin ja auch nur ein kleiner Pinguin – oder.

 

 

 

 

 

 

Am Nachmittag nimmt mich Grossdädi mit zum Joggen.

Dieser Sport macht mir richtig Spass. Man wird gehörig durchgeschüttelt und muss sich festklammern. Leider hat Grossdädi aber zu kurze Haare dafür!

Eines Tages packen Grossdädi und Grosi die Bikes vom Camper runter. Mei, die sehen vielleicht aus. Sie sind voller Dreck und müssen vor Gebrauch gründlich gereinigt werden - und das soll Spass machen?!

 

Nach einer gründlichen Wäsche geht’s dann aber doch noch los. Ich hüpfe auf die Lenkstange und will losradeln. ‚Stopp‘, sagt da Grossdädi, ‚ohne Velo-Helm geht da gar nichts‘. Also ziehe ich mir das grüne Ding über und lasse mir anschliessend den Wind durch die Federn blasen. 

Auf einem der Camping-Plätze hat es auch einen Swimming Pool. Da will ich sofort schwimmen gehen, aber weder Grossdädi noch Grosi sind begeistert.

Mit ‚Chili, das Wasser ist doch viel zu kalt‘ wollen mir die beiden Weicheier den Spass verderben. ‚Baah, normalerweise schwimme ich im Eiswasser‘, entgegne ich Ihnen und springe ins kühle Nass.

Herrlich - das nenn ich Spass!

Ich ziehe meine Runden im Becken, tauche in die Tiefe und springe hoch in die Luft. Ich kann nicht genug davon kriegen. ‚Chili, komm jetzt wieder raus, es wird bereits dunkel!‘, heisst es irgendwann. Nach zwei Stunden platzt Grossdädi der Kragen und er zupft mich an meiner Zipfelmütze aus dem Wasser.

Von allen Sportarten ist Schwimmen eindeutig mein Lieblingssport.

 

Ich frage mich, welchen Sport Gregory, Gian, Louis oder Zoe wohl am liebsten machen? Lasst mich doch das bitte wissen.

 

Tschüss, bis zum nächsten Mal.

Euer Chili

Chili im Märliwald

Hallo Gregory, hallo Gian, hallo Louis, hallo Zoe

 

Auf meiner langen Reise durch Südamerika bin ich auch an einem Märliwald vorbeigekommen. Diesen geheimnisvollen Wald will ich natürlich sofort mit Grossdädi durchstreifen und die Wald-Bewohner kennen lernen.

 

Vorsichtig betreten wir den dichten grünen Wald. Sobald ich jedoch einen Fuss in den Wald setze, wird es sofort mucksmäuschenstill. Alle Vögel haben aufgehört zu zwitschern, kein Geräusch ist mehr zu hören. Wir haben das Gefühl, dass man uns von allen Seiten beobachtet. Uns ist etwas mulmig zumute, doch Hand-in-Flosse marschieren wir mutig weiter. 

Von einigen Bäumen ringeln sich nun Schlangen, die aufgeregt zischen und züngeln. Grossdädi weiss, dass die farbigsten Schlangen oft auch die giftigsten sind. Schlangen sind jedoch meistens ungefährlich, wenn man sie in Ruhe lässt. Daher machen wir einen grossen Bogen um diese Reptilien und marschieren weiter durch den immer dunkler werdenden Wald.

Plötzlich raschelt es im Gebüsch und eine Horde Krokodile rennt knurrend auf uns zu. Eines der Krokodile schnappt mich und knurrt ganz laut. Die Krokodile sperren uns kurzerhand in ihr Gefängnis. Grossdädi bittet die Krokodile, wenigsten mich wieder freizulassen. Er erzählt ihnen, dass Pinguine wie ein Krokodil als Ei auf die Welt kommen.

Nachdem die Krokodile dies gehört haben werden sie sehr freundlich. Man zeigt uns nun sogar die jüngsten Mitglieder der Krokodil-Familie - ein Nest voller Krokodil-Eier. 

Bald danach verabschieden wir  uns von den Krokodilen und überqueren auf einer wackligen Hänge-Brücke einen Graben voller Skelette. Man hat uns erzählt, dass diese Knochen von Tieren stammen, die  vor langer Zeit in den tiefen Graben gefallen sind. Nun bin ich und Grossdädi natürlich doppelt vorsichtig und setzen unseren Weg fort.

Bei einer schwarzen Hexe fragen wir nach dem Weg zu den sieben Zwergen. Die Hexe ist sehr freundlich und zeigt uns wo wir lang gehen müssen.

Leider sind die Zwerge nicht zu Hause. Offensichtlich hatten sie aber bereits Besuch, da 2 Tassen zusätzlich auf dem Tisch stehen. Ich bin sicher, dass eine der Tassen Schneewittchen gehört - doch wem könnte die andere Tasse wohl gehören?!

Auf dem Weg durch den Märliwald begegnen wir vielen weiteren sonderbaren Wesen. Doch alle sind sehr freundlich, wollen mit mir spielen oder mich im Wald herumtragen. 

Etwas weiter im Waldes-Innern begegnen wir einer Horde Affen, die sich durch die Bäume schwingen. Kurzentschlossen schwinge ich mich auch hoch und kreische mit den Affen um die Wette. Uiiihh, dass macht Spass. Grossdädi ist froh, dass ich dabei nicht runterfalle.

Gegen Abend machen wir uns auf den Weg nach Hause. Grossdädi und ich sind müde von der langen Wanderung und froh, dass Grosi bereits mit einem feinen Nachtessen auf uns wartet. Kurz danach schlüpfe ich in mein kaltes Bett und träume schon bald von meinen Abenteuern im Märliwald.

Chili und sein Zuhause

Hallo Gregory, hallo Gian, hallo Louis, hallo Zoe

 

Nachdem ich nun bereits mehrere Wochen bei eurem Grosi und bei eurem Grossdädi wohne, möchte ich euch mein Zuhause vorstellen.
Ihr kennt mein Zuhause aber bereits ein bisschen. Es ist der weisse Camper, mit dem ihr auch schon in die Ferien gereist seid :o))

 

An diesem rollenden Haus gibt es immer wieder etwas zu  tun oder zu reparieren. Selbstverständlich helfe ich Grossdädi dabei.
Am liebsten bin ich aber einfach draussen und spiele Verstecken - ob ihr mich früher findet als Grossdädi ?? 

 

 

Falls das Wetter es zulässt, sind wir den ganzen Tag draussen.

 

Am Abend grilliert Grossdädi oft und ich helfe ihm dabei. Es riecht immer sehr gut nach gebratenem Fleisch, aber am liebsten hätte ich natürlich frischen Fisch.

Falls es mal regnet oder wir nichts Gerilltes mehr mögen, kocht Grosi etwas Feines. Diesmal macht sie wieder mal 'Gschwelti‘. Dazu gibt es neben Käse und Salat immer auch Sardinen. Grosi weiss natürlich, dass ich Sardinen sehr gerne esse - mmhh!

 

Wenn nur das Geschirr-Abwaschen und -Trocknen nicht wäre. Ich mache beides nicht gerne, aber Grossdädi sagt immer ‚wer essen will muss auch was dafür tun‘. Also helfe ich auch hier. Vielleicht gibt es dafür ja bald wieder mal Fisch.

 

Ich würde ja gerne auch im Dunkeln noch draussen spielen, aber euer Grossdädi und euer Grosi gehen sehr früh ins Bett. Glücklicherweise schlafen sie dann aber auch umso länger am Morgen, was mir schon besser zusagt.

 

Bevor wir jedoch jeweils einschlafen liest Grossdädi mir noch eine Geschichte vor. Er hat mir erzählt, dass er - oder Grosi - euch früher auch jeweils noch eine, zwei oder gar drei Geschichten vor dem Einschlafen vorgelesen haben.

 

Zum Schlafen rutsche ich dann aber rüber zu eurem Grosi, da sie oft ein kaltes Bett hat. Ich habe gerne kalt beim Schlafen – wie früher auf meinem Eisberg im Lago Grey.

 

Also dann - gute Nacht, träumt was Schönes - bis bald.

 

Euer Chili

Chili und seine Freunde

 

Hallo Gregory, hallo Gian, hallo Louis, hallo Zoe

 

Erinnert ihr euch noch an mich? Ich bin Chili, der Pinguin.

 

Letztes Mal habe ich euch erzählt,  dass ich auf einem Eisberg gewohnt habe, bevor mich euer Grosi und euer Grossdädi auf ihre Südamerika-Reise mitgenommen haben.

 

Beim Camperfahren sitze ich wie ihr beim Esstisch und schaue aus dem Seitenfenster der vorbeirauschenden Landschaft zu.

Inzwischen bin ich bereits weit herumgereist und habe dabei viele neue Tiere kennengelernt. Einige davon möchte ich euch heute vorstellen.

Am liebsten habe ich mit den Hühner-Küken gespielt. Sie haben viel gepiepst (pieps, pieps, pieps) und ich habe viel in ‚pinguinisch ‘gewiehert (iiiiaaaa, iiiiaaaa – ähnlich wie ein Esel).

 

Leider hab ich ihre Sprache nicht verstanden, aber wir hatten viel Spass zusammen. Auch ihre Mama und ihr Papa hatten mich gerne und wollten, dass ich noch länger bei ihnen bleibe.

Auch die Sprachen meiner anderen Spielkameraden habe ich nicht verstanden. Versteht ihr wenn diese Tiere etwas zu euch sagen?

 

Aber natürlich wisst ihr, wie diese Tiere sprechen und wie sie heissen – oder nicht?

 

‚Wau wau wau‘ hat der kleine Hund mich angebellt.

 

Die Katze war ganz lieb und hat zu mir ‚miau miau miau‘ gesagt.

 

Das kleine Kalb hatte etwas Angst vor mir – könnt ihr euch dies vorstellten - Angst vor einem kleinen Pinguin – und hat ganz schüchtern ‚muh muh muh‘ gesagt.

 

Das Pferd hatte nicht grosses Interesse an mir und sagte nur kurz ‚wieehh, wieehh, wieehh‘ !

Die Raupe hatte keine Zeit zum Spielen, da sie sich bald in einen Nachtfalter verwandeln will.

 

Leider sind auch das Guanaco-Baby und die Huemul-Mutter sofort davongesprungen, als ich sie in ‚pinguinisch‘ (iiiiaaaa, iiiiaaaa) angesprochen habe. Vielleicht wären sie geblieben und hätten mit mir gespielt, wenn ich ihre Sprache hätte sprechen können – was denkt ihr?


Kennt ihr selber Wörter in einer anderen Sprache?

Mit dem kleinen Amardillo hatte ich aber riesig Spass. Er hat sich zu einer Kugel zusammen gerollt und als ich ihn angeschubst habe, ist er wie ein Ball davon gerollt.

 

Mit den Nandu-Babys durfte ich den ganzen Tag Verstecken spielen. Als die Sonne dann aber schlafen ging, kam die Nandu-Mutter und hat sie mit in ihr Nest genommen.

 

Speziell überrascht war ich jedoch als ich meine Cousins, die Magellan-Pinguine, kennenlernen durfte.

 

Diese Pinguine sprechen ‚pinguinisch‘ wie ich (iiiiaaaa, iiiiaaaa), wohnen aber in Sandhöhlen. Uiii, das muss komisch sein – ständig diesen Sand zwischen den Flossen.
Meine Cousins waren jedoch sehr nett zu mir. Wir haben viel  gespielt.

 

Natürlich habe ich ihnen auch von euch, meinen 4 Freunden in der Schweiz und von euren eigenen tierischen Freunden erzählt (Selim, Naila, Oli, Lili, etc.).

 

 

 

 

 

 

 

Gestern bekam ich noch Besuch von Spoons. Er macht auch eine grosse Reise durch Südamerika. Wir haben einander von unseren Freunden erzählt und lustige Geschichten ausgetauscht.

Doch nun genug für heute – ich bin richtig müde vom Erzählen.

 

Ich werde euch aber bald wieder schreiben und von meinen neuen Abenteuern erzählen.

 

Tschüss

 

Euer Freund Chili

Chili und der Eisberg

Hallo Gregory, hallo Gian, hallo Louis, hallo Zoe

 

Ich bin ein kleiner Pinguin und heisse Chili

Früher war ich auf dem Gletscher zuhause, den ihr weit, weit hinten, am Anfang des Lago Grey (Grauer See) sehen könnt.
Dort ist es immer sehr kalt und windig. Es gibt dort nicht viel zu spielen oder zu sehen. Deshalb bin ich eines Tages einfach auf einen der Eisberge gehüpft, die jeden Tag vom Gletscher in den See fallen.

Der starke Wind hat mich und meinen grossen Eisberg rasch hinausgeblasen - uiiihhh, das war lustig!
Alles war so neu für mich. Ich fuhr vorbei an grünen Bäumen und riesigen Bergen. Ab und zu bin ich weiteren Eisbergen begegnet, aber auf diesen hat kein Pinguin gewohnt. Meine Reise auf dem Eisberg hat mich immer weiter weg vom Gletscher geführt.

 

Inzwischen bin ich mit meinem blauen Eisberg am anderen Ende des Lago Grey angelangt. Im Gegensatz zu euch wird ein Eisberg nicht grösser, sondern schmilzt und wird immer kleiner. Schade, ich habe gerne auf meinem Eisberg gewohnt, doch nun ist er bald zu klein dafür.

Glücklicherweise habe ich heute euer Grosi und euren Grossdädi kennengelernt. Sie haben mir erzählt, was sie alles erleben und dass sie noch ganz Südamerika bereisen wollen. ‚Darf ich mit euch kommen, bitte bitte bitte?‘ habe ich gebettelt. 

‚Natürlich darfst du mit uns kommen‘, haben eure Grosseltern zu mir gesagt. ‚Pack ein was du für die Reise brauchst‘, hat Grosi gesagt. Daher bin ich nochmals auf meinen Eisberg geklettert und habe mir noch ein grosses Eis-Stück und einige Sardinen für unterwegs mitgenommen. 

Und weil ich so kleine Füsse habe, hat mich Grossdädi flugs in seinen Rucksack gesetzt. 

 

Ich bin gespannt, was ich nun alles erleben werde.

 

Natürlich werde ich euch bald wieder schreiben und von meinen spannenden Abenteuern erzählen.

 

Tschüss

 

Euer Freund Chili