Chili und die Ozeane

 

Hallo Gregory, hallo Gian, hallo Louis, hallo Zoe

 

Manchmal weiss man, dass irgendetwas komisch ist, aber man findet nicht heraus warum!

 

Aber für was sonst hat man Erwachsene in der Nähe !

 

„Grosiiii, Grosiii !“, habe ich gerufen. “Erinnerst du dich noch, wie wir am Meer gesessen sind und am Abend der Sonne zugeschaut haben, wie sie untergegangen ist?“

 

„‚Aber sicher Chili, wie könnte ich diese schönen Momente mit dir vergessen“, hat sie gesagt. 

 

 

 

 

„Grosiii, Grosiii, wenn ich aber jetzt am Abend ins Meer hinausschaue, geht dort keine Sonne mehr unter – das ist doch komisch, nicht?“

 

„Das kann ich dir erklären“, sagt sie und lässt Grossdädi eine Karte von Südamerika auf dem Computer zeichnen.

 

 

 

„Auf der linken Seite, im Westen von Südamerika, liegt der Pazifische Ozean.

Die Sonne geht immer im Westen unter, daher konnten wir in Chile so viele Sonnenuntergänge beobachten.“

 

 

„Jetzt haben wir Chile, Argentinien und Uruguay durchkehrt und sind nun im Osten von Südamerika.

 

Nun schauen wir auf den Atlantischen Ozean hinaus.

Da die Sonne immer im Osten aufgeht, könnten wir hier nun Sonnenaufgänge beobachten, wenn wir am Morgen nicht immer so faul im Bett rumhängen würden ;o))“

Schade, denke ich, keine Sonnenuntergänge mehr am Meer.

 

Diesen Abend bleibe ich aber trotzdem lange am Strand sitzen und schaue aufs Wasser hinaus.

„Ah, was ist denn das, da taucht ja die Sonne doch noch auf?!“  „..…Aber nein, das ist ja der Mond, der da aus dem Atlantischen Meer aufsteigt.“

 

Grosi sagt mir, dass ihr in der Schweiz den gleichen Mond und die gleiche Sonne beobachten könnt wie ich hier in Südamerika, nur einige Stunden früher.

Wenn ihr dabei ab und zu an mich denkt, dann würde mich das freuen – ich hab euch lieb.

 

Euer Chili