Chili auf der Dracheninsel

Hallo Gregory, Gian, Louis, Zoe und Seraina

 

Erinnert ihr euch noch? Die Insel, die mir Guapi gezeigt hat, in der Ferne, wo Drachen leben sollen? Genau die! 

In euren Büchern und bei euch im Fernseher habe ich gesehen, dass tapfere Ritter oft mit feuerspeienden Drachen kämpfen. Ich bin auch tapfer, also will ich das auch machen.

 

‚Chili, willst du dich wirklich auf dieses Abenteuer einlassen? Das könnte gefährlich werden,‘ meint Grossdädi.

 

Ich aber kenne keine Angst. Nur durch einen Ritterhelm geschützt nähere ich mich einem dieser schrecklichen Reptilien. Leider habe ich aber kein Schwert wie ihr. Daher schwinge ich mich furchtlos auf diesen Drachen und unterwerfe ihn.

Da der Drachen aber nur aus Stein ist, kann ich Grossdädi damit nicht von meinen kämpferischen Fähigkeiten überzeugen.

‚Vielleicht halten die Drachen ja eine Pinguin-Prinzessin gefangen und nur ein tapferer Ritter wie ich kann sie aus ihren Fängen retten. Ich muss auf diese Dracheninsel!'

 

Guapi bleibt natürlich zu Hause, eine Landschildkröte kann ja nicht schwimmen.

 

Ich aber kann gaaaanz schnell schwimmen und bald schon bin ich auf der Dracheninsel. Noch kann ich keines dieser Biester erspähen. Ich klettere auf einen Kaktus und halte Ausschau.

 

Dort sehe ich einige Drachen und sie kommen auf mich zu – oh oh!  Was mach ich jetzt? 

Mutig gehe ich ihnen entgegen und stelle mich dem Kampf. Liebe Freunde in der Schweiz – behaltet mich in guter Erinnerung…..

 

‚Wer bist denn du?‘ fragt mich der Anführer der Drachen mit fürchterlicher Stimme.

 

‚Ich bin der mutige Ritter Chili und ich werde mit euch bösen Drachen kämpfen‘, entgegne ich.

 

‚Aber wir sind doch gar nicht böse. Wenn du uns nichts machst, tun wir dir doch auch nichts‘, entgegnet ihr Anführer.

Und tatsächlich. Sobald ich meinen Helm abgelegt habe und näher gehe, sehen die Drachen gar nicht mehr böse aus.

Aus allen Richtungen kommen sie nun angelaufen und begrüssen mich freundlich. Von einer gefangenen Prinzessin wissen sie auch nichts. 

Auf jeden Fall sind diese Drachen nicht böse. Im Gegenteil, wir haben uns den ganzen Nachmittag über Geschichten erzählt und zusammen gelacht.

 

Als die Sonne langsam untergeht, verabschiede ich mich von meinen neuen Freunden und schwimme zu Grosi und Grossdädi zurück.

Einer der Drachen, Edgar, schwimmt sogar mit mir bis ans Festland.

Liebe Freunde in der Schweiz, heute habe ich was Wichtiges gelernt:

 

Nicht alles, was in Büchern steht oder im Fernseher gezeigt wird, muss wahr sein !

 

Euer tapferer Chili