Poconé - Porto Velho

23.-30.07.2018

Es sind immer noch 1400 km bis Porto Velho!!

Jetzt könnte man annehmen, dass diese Strecke in zwei Tagen zu bewältigen wäre. Doch hier gibt es keine Autobahnen, sondern nur unebene und mit Löchern versetzte Landstrassen mit Höchstgeschwindigkeit 80 km/h. Durch die vielen Baustellen kommt es immer wieder zu Wartezeiten bis 30 Minuten. Röbä meint:“ Schon fast wie in der Schweiz am Gotthard!!“ ;o))

Mehr oder weniger spulen wir im Lastwagen-Konvoi unsere Kilometer gegen Norden ab.

Die Landschaft wechselt von flachen Getreidefeldern - die bis zum Horizont reichen – zu hügeligem Buschland. Zu sehen gibt es wenig. Es ist bis zu 38 Grad heiss. Da es praktisch keine Campingplätze mehr gibt, schlafen wir auf Tankstellen. Dort stehen saubere Duschen gratis zur Verfügung und die Nächte sind meistens ruhig, ausser wenn wir wieder mal von dröhnenden Kühllastwagen umringt sind :o((

 

 

Auf einer dieser Tankstelle treffen wir auf die brasilianische Familie Pai Mãe, die uns vor lauter Begeisterung spontan zu sich nach Hause zum Mittagessen einlädt.

Nach einem weiteren Fahrtag biegen wir müde in den Camping Rancho Grande ein.

Dieser grosse und ruhige Platz lädt zum Verweilen ein. Wir beschliessen zwei Tage Rast zu machen.

Der einzige, der bei unserem Anblick in Stress kommt, ist der Pfau. Er entdeckt sein Spiegelbild im Autolack und sofort wird attackiert und gekratzt – nicht zum Wohl unseres Campers:o/

  

Neben einem ausgedehnten Urwald-Spaziergang machen wir noch einzelne Ausbesserungsarbeiten und legen einen Waschtag ein.

Wieder mit Energie vollgetankt, heisst es heute neue Vorderreifen suchen, nach Porto Vuelho fahren, Flussfahrt nach Manaus organisieren, für eine Woche einkaufen und einen Schlafplatz finden!

Mal sehen wo unser Energiepegel heute Abend steht :o)

 

 

 

Bei den Reifen haben wir grosses Glück.

Lucimar - Besitzer einer grossen Pneu-Garage für Lastwagen in Ariquemes – ist begeisterter Reisender und traut seinen Augen kaum, als er uns sieht.

So einen Camper ist der Traum von seiner Frau und ihm. Er hilft uns die richtigen Pneus zu finden und lässt sie uns sogar noch gratis montieren – Geschenk unter Amigos, wie er lachend meint ;o))

 

 

 

 

 

Thank you very much, Lucimar.

Hope to meet you and Cingldy one day some place again!

Wir sind da!!

In Porto Velho fahren wir direkt zum Hafen um Ausschau nach einem Schiffs-Agenten zu halten.

Der erste meint, auf Transportplattformen dürften - ausser einem Lenker - keine weiteren Passagiere mehr mitfahren. Das hätte bedeutet, dass Röbä hinterher schwimmen müsste ;o))

 

Der zweite Agent hat keine Skrupel und wir buchen unsere Verschiffung nach Manaus.

Am Mittwoch 1. August soll die 5-tägige Schifffahrt losgehen. Wir bezahlen jedoch nur mal die Hälfte des Preises, denn dieser Typ ist uns nicht so richtig geheuer. Die andere Hälfte kriegt er, sobald unser Camper auf der Balsa steht.

 

Nun müssen noch Wasser, Lebensmittel und Getränke für diese Reise eingekauft werden. Anschliessend fahren wir zum Hafen, wo wir uns einen Schlafplatz suchen.