Fahrt Recife - Salvador da Bahía

07.-13.09.2018

Weitere 800 km und keine Sehenswürdigkeiten in Sicht :oI

Mal ganz flach, mal etwas hügelig, mal gute Strassen und dann wieder Löcher, Löcher, Löcher….! Die erste Hälfte bis Aracaju bringen wir so schnell als möglich hinter uns. Hier geht’s in die Fiat-Garage, denn auch der Camper hat ein wenig die Nase voll und möchte unbedingt einen Oelwechsel ;o))

 

Am Abend machen wir zur Entspannung einen Strandspaziergang und bis auf die 14 Bohrtürme vor unserer Nase sieht alles idyllisch aus. Trotzdem wollen wir morgen weiter.

Von Aracaju nehmen wir die abwechslungsreiche hügelige Linha Verde – mehr oder weniger der Küste entlang bis Praia do Forte.

Der kleine gemütliche Badeort mit seinen zahlreichen Restaurants und ‚Lädelis‘ lädt zum Verweilen ein, denn viel haben wir noch nicht gemacht - ausser fahren.

 

Da uns aber der Strand auch hier nicht ‚gluschtet‘, verzichten wir aufs Baden im Atlantik und besuchen zum zweiten Mal - nach Santa Catarina - das Meeresschildkröten-Schutzprogramm 'Projecto Tamar'. Ist ja für einen guten Zweck ;o)))

Heute Donnerstag führt uns Guide Eric zum Castelo Garcia D’Ávila.

 

Die Burg wurde 1551 erbaut und gilt als die erste Wohn- und Verteidigungsanlage in ganz Brasilien. Zugleich ist es das erste portugiesisches Bauwerk in Brasilien. Von hier aus kontrollierte die Familie D’Ávila ihre riesige Fazanda und besass zeitweise mehr als 300'000 Sklaven. 

Anschliessend wandern wir im Riserva Sapiranga durch eine Mata Atlântica - eine Urwaldform mit der grössten Biodiversität aller Urwaldtypen. Die wenigen verbleibenden Waldabschnitte sind heute die am stärksten bedrohten Urwälder Brasiliens. 

Eric – Biologe, Mitbegründer und Bewohner der Riserva Sapiranga – weiss viel über dieses Gebiet zu erzählen und macht das mit grossem Enthusiasmus.

Über die Estrada do Coco/Kokosnussstrasse sind es gerade noch 80 km bis Salvador da Bahía.

Von Eric wissen wir, dass die Kokospalme aus Afrika stammt und von den Portugiesen nach Brasilien gebracht wurde. Die Kokosnüsse wurden damals als Ballast für die Sklavenschiffe benötigt und an der brasilianischen Nordostküste am Strand ausgeladen.