Lago Llanquihue Rundfahrt – Vulkan Osorno

22.-27.02.2017

Wieder flott unterwegs, beginnen wir heute Mittwoch eine Rundfahrt um den zweitgrössten See Chile, den Lago Llanquihue.

Den ersten Tag verbringen wir in Puerto Varas, einer touristischen Kleinstadt direkt am See, wo sich viele deutsche Einwanderer niedergelassen haben. Neben vielen deutschen Köstlichkeiten wie Wurst, Sauerkraut, Bier, Streuselkuchen, etc. steht hier auch die getreue Kopie einer Kirche aus dem Schwarzwald. Sie ist komplett aus Holz gebaut und mit Blech abgedeckt.

Auf der heutigen Weiterfahrt zum Vulkan Osorno kommt Roby plötzlich eine Superidee – wir nehmen die Bikes und fahren hoch zum Vulkan! Ok, sind ja nur 14 km und 1100 Hm! :o(

 

Aber einmal mehr heisst es, zuerst die Bikes vom Naturstrassenstaub zu befreien. Dann geht es los!

 

Die ersten zwei Kilometer gehen gemächlich rauf und runter, die nächsten zwölf erbarmungslos steil hoch – was für eine Schinderei!! Das Ziel immer schön vor Augen – den Vulkan Osorno mit 2660 m Höhe und seiner gleichmässigen Form - der schönste Vulkan Chiles.

Oben kann Roby nur kurz ausruhen, denn er muss wieder runter den Camper holen, da wir die tolle Aussicht und das schöne Wetter hier für einige Tage geniessen wollen.

Nach einer ruhigen Nacht – wunderbarer Sternenhimmel mit Kreuz des Südens und Milchstrasse – machen wir eine Kurzwanderung zum kleinen Krater Rojo.

Das Gebiet am Fuss des Vulkans ist ein Skigebiet und mit Sessellifte erschlossen.

Kaum sind wir zurück, fährt ein roter Sprinter vor – es ist Mike! Gemütlich sitzen wir zusammen und berichten über die letzten Reise-Erfahrungen.

Da Mike ein erfahrener Sanitär ist und unser Abwasser-System trotz mehrmaligen Reparaturversuchen immer noch etwas tropft, entscheiden Roby und er, das Problem endgültig zu lösen.

Es wird ein Schlachtplan ausgeheckt, brauchbares Reparaturmaterial vom Altmaterialhaufen der Sesselbahn besorgt und  - ab an die Arbeit!

Den Abend geniessen wir bei einem feinen Nachtessen vor unvergesslicher Kulisse der untergehenden Sonne.

Heute Montag heisst es wieder runter vom Vulkan und somit eintauchen in eine dicke Nebelsuppe.
Doch wir haben Glück, in Frutillar – übersetzt Erdbeere - lichtet sich der Nebel und die Sonne scheint. Alles ist hier auf Tourismus ausgelegt und sehr Deutsch! Guggerzytli – Bier – Kuchen – Geranien.

Roby und ich laufen im ‚Fasi‘ rum – an der Beach die Chileños mit den Badeanzügen! Brrr!


Im Hintergrund der rauchende Osorno – nein, nein, keine Angst, es hat sich nur eine Wolke an der Eiskappe verheddert! ;o))