Rundreise ‘Winter, Wein und Wüstensand’ 1'750km

 

 

 

 

An der Busstation holen wir heute Donnerstag Tamara ab. Nach einem grossen ‚Hallo‘ geht’s zur Stadtbesichtigung und zum ersten Mate-Tasting.

 

Heute Freitag beginnt unsere Reise durch die winterliche Wüstengebiete.

 

Die Fahrt führt uns ins nördlich von Córdoba gelegene Jesus Maria.

Hier besuchen wir die Bodega La Caroyense und eine Wursterei. Die interessante Führung durch den Wursterei-Prozess weckt in uns ein kleines ‚Hüngerli‘ und wir essen uns durch die verschiedenen Wurstwaren.

Salinas Grandes
22.07.2017

Auf der Fahrt in den Norden breitet sich plötzlich eine riesige Landschaft in Weiss vor uns aus – die Salinas Grandes. Soweit das Auge reicht nur Salz - 2‘600 km2! Wir marschieren zwei Kilometer ins Innere der Salina und sehen, wie dort Salz abgebaut wird. 

 

Ein Presse-Team von der Zeitung ‚La Nacion‘ ist anwesend und integriert uns in ihren Artikel über die Salinas. Zusammen mit ihnen dürfen wir eine stillgelegt Salzgewinnungs-Anlage besuchen.

Parque Provincial Ischigualasto UNESCO
24.-25.07.2017
Auf der Fahrt zum nächsten Highlight dieser Rundreise stärken wir uns in einem Strassenrestaurant mit einem Asado. Es gibt ‚Cabrito‘ - Gitzi.

 

Im Park Ischigualasto beziehen wir unseren Campingplatz und, nach dem Besuch des Dinosauriermuseums, geniessen wir den Sonnenuntergang.

Am Nachmittag geht die Fahrt im Konvoi durch den Park bzw. durch das Valle de la Luna. Der Besuch dieses Tales führt uns zurück in die Urgeschichte der Erde.

Wir fahren vorbei an bizarren Erosionslandschaften. Hier gab es schon vor 230 Millionen Jahren tierisches Leben und hier wurden die ältesten Saurierskelette der Welt gefunden. 

In Villa Unión legen wir eine zweitägige Pause ein und geniessen das warme Wetter. Bei einer Wanderung durch die Cañones del Triásico besuchen wir den alten, sehr interessanten Friedhof von Villa Unión.

Vallecito - Difunta Correa
30.07.2017
Am Sonntag fahren wir zur Pilgerstätte der Difunata Correra.

 

1841 herrschte in Argentinien Bürgerkrieg. Deolinda Correa - genannt Difunta Correa -  folgte kurz nach der Geburt ihres ersten Babys ihrem Mann, der von spanischen Soldaten verschleppt worden war. Tage später fanden Gauchos die Frau tot in der Wüste. Das Kind hatte wie durch ein Wunder überlebt, in dem es an der Brust seiner Mutter säugte. Der Leichnam der Mutter wurde bei einem nahe gelegenen Hügel begraben.

 

Ihr Grab ist heute ein berühmter Wallfahrtsort in Vallecito, Nähe San Juan. Die meisten Argentinier besuchen ihn zumindest einmal im Leben. Vor allem LKW-Fahrer verehren die Correa, da sie die Schutzheilige der Reisenden ist. Oft findet man in Argentinien kleine Kapellen der Difunta, bei denen die Gläubigen eine Flasche Wasser niederlegen.

 

 

Die Verehrung der Difunta Correa beruht auf dem Volksglauben und ist ohne kirchliche Anerkennung, was die Argentinier nicht davon abhält, zu Tausenden, an bestimmten Tagen sogar zu Hunderttausenden nach Vallecito zu pilgern und dort Wasserflaschen für die Verdurstete zurückzulassen. Difunta Correa verkörpert in der Legende das ideale Frauenbild: das einer treuen Frau, die ihrem geliebten Manne folgt, und das der sich aufopfernden Mutter.

San Juan
31.07.-01.08.2017
Heute Montag beginnt der letzte Teil unserer Rundreise ‚Winter, Wein und Wüstensand‘ – wir sind im Weingebiet von San Juan.

Von der Touristeninformation erfahren wir, dass alle Bodegas geöffnet haben. Also los geht’s!!

 

1. Bodega Callia: Heute geschlossen!

2. Bodega Merced del Estero: Führung mit einem ‚Schwafli‘, der keine Rücksicht nimmt auf Ausländer, die sein       argentinisches ‚Genoschel‘ nicht verstehen :o( Wein nicht geniessbar!!

3. Finca Sierres Azules: Heute geschlossen!

4. Champagnera Miguel Más: Sehr freundliche detaillierte Erklärung. Empfängt uns noch fünf Minuten vor ihrer Mittagspause. Wein nicht geniessbar!! Champañer solala!

5. Bodega Fabril Alto Verde: Heute geschlossen!

6. Bodega Segisa: Unmotivierte junge Dame, die es gar nicht schätzt in ihrem Vortrag unterbrochen zu werden. 

Wir brechen nach kurzer Zeit ab und verlassen die Bodega :o((

7. Bodega Las Marianas: Freundliche Führung durch die kleine Bodega. Der teuerste Wein -140 Pesos/8.- SFr – kann man trinken.

 

Enttäuscht verlassen wir das Weingebiet von San Juan und freuen uns auf Mendoza!

1. August
Nach langer Suche finden wir südlich von San Juan einen Campingplatz, wo wir den Schweizer Nationalfeiertag mit einem Grill beschliessen.

Wein-Tour Mendoza
03.-05.08.2017
Das letzte Ziel der Rundreise mit Tamara – Mendoza – ist erreicht. Hier im Zentrum der Argentinischen Weinherstellung besuchen wir weitere sechs Bodegas.

 

1. Bodega Staphyle: Ricardo führt uns durch die kleine Bodega und wir probieren den jungen Wein direkt aus dem grossen Tank.

2. Bodega Clos de Chacras: Don Bautista Gargantini, ein Schweizer, der 1921 diese Bodega gründete. Wir geniessen nach der Führung ein leckeres 4-Gang Menue :o))

3. Bodega Cabrini: Das Highlight dieser Bodega ist die Herstellung von Messwein nach Vorschrift des Vatikans. Der Alkoholgehalt dieses Rose-Weins muss bei 18 Vol.% liegen.

4. Bodega Terrazas: Eine grosse elegante Bodega, die ein grosser Teil der Produktion in die

Schweiz exportiert. Wir dürfen zu unserer grossen Überraschung auf ihrem Gelände übernachten :o))

5. Bodega Septima: Ein weiteres Highlight - eine moderne junge Bodega. Auch sie exportiert die teuren Weine unter anderem auch in die Schweiz.

6. Bodega Ojo de Vino: Wir sind zum zweiten Mal bei Dieter Meier. Hier feiern wir bei einem köstlichen Essen und ein paar Gläsern ‚Puro‘ den Abschluss der Rundreise mit Tamara.

Tamaras Fazit nach der Rundreise:

 

Argentinien ist ein unglaublich grosses und vielfältiges Land. Der Wein und das Fleisch haben meine Erwartungen leider nicht erfüllt, sondern waren eher enttäuschend.

Was mich am meisten berührte, war die Freundlichkeit, Unkompliziertheit und Hilfsbereitschaft der Argentinier.

Wir bleiben noch eine Woche in den etwas wärmeren Gefilden auf dem Camping Parque Suizo in Mendoza.

Hier warten wir eine günstige Gelegenheit ab, um möglichst schneefrei und ohne unsere Schneeketten montieren zu müssen, über den Paso de Los Libertadores zurück nach Chile fahren zu können.