Villa de Leyva

04.-08.12.2019

Auf der Fahrt nach Villa de Leyva ändert sich die Landschaft. Sie ist nicht mehr komplett mit Bäumen und Büschen bewachsen und erinnert uns wieder sehr an die Schweiz.  

Das Städtchen Villa de Leyva wurde 1572 von den Spaniern gegründet und ist – dank seinen gut erhaltenen kolonialen Häusern – ein nationales Monument.

Alle Strassen und Plätze sind mit grossen runden Kopfsteinen gepflästert – was schön zum Ansehen ist aber das Laufen schwierig macht.

Wir finden Unterschlupf in einer alten stillgelegten Mühle. Das riesige parkähnliche Anwesen mit einem alten Haus im Kolonialstil steht unter Denkmalschutz und beherbergt viele Tiere. 

Die Umgebung von Villa de Leyva ist wegen einem ausgetrockneten Meer reich an Fossilien und ein Paradies für Paläontologen.

Im Centro de Investigaciones Paleontológicas können wir viele Fossilien bestaunen und auch den Wissenschaftlern bei der Arbeit zusehen. 

Zahllose Fossilien findet man auch eingemauert in Hausmauern oder als Verzierungen in den Gärten der Stadt.

Im Monquirá Park errichteten vor 4000 Jahren die indigenen Bewohner Stehlen, um den Lauf der Sonne, des Mondes und der Sterne zu beobachten.

 

Die 30 grossen Megalithen/Steinsäulen in phallischer Form - ca. 2200 Jahre alt - dienten auch dem Fruchtbarkeitskult.

Die junge Bodega Ain Karim  - eine der wenigen Weinproduzenten in Kolumbien - produziert unter dem Label Marqués de Villa de Leyva im Moment Weine aus Sauvignon Blanc, Merlot und Cabernet Sauvignon, experimentiert aber auch mit anderen Traubensorten.

 

Keine Frage, dass wir für eine Führung und eine Degustation vorbei gehen. Dem Merlot können wir nichts abgewinnen, aber der Cabernet Sauvignon Reserva Especial mundet köstlich. 

Etwas ausserhalb steht die Casa Terracotta. Laut dem kolumbianischen Architekten Octavio Mendoza soll es das grösste Lehmhaus der Welt sein.

Der eigentliche Grund weshalb wir so lange in Villa de Leyva bleiben, ist das grösste Fest des Jahre - das Festival de Luces. An drei Abenden konkurrieren verschiedene Feuerwerks-Firmen miteinander und testen ihre neuesten Entwicklungen.

 

Das Freitag-Feuerwerk dauer 1 1/2Std und wird von erhabener Musik untermalt - diese Darbietung gefällt uns sehr.

Für das Samstags-Feuerwerk sind riesige Menschenmassen angereist und stauen sich auf den Gassen und Plätzen. Diesmal ist es ein zwei-stündiges 'Geballer', was wir frühzeitig verlassen. Auf dem Heimweg werden wir von den zum Teil sehr betrunkenen Massen beinahe erdrückt.

Am Sonntagabend bleiben wir daher dem Gedränge fern und geniessen ein ausgezeichnetes Fondue bei uns zuhause.