Nationalpark Cahuita

26.-29.05.2021

Am Mittwoch - nach nur gerade 27km Fahrt - erreichen wir den kleinen Touristenort Cahuita. Im Gegensatz zu Puerto Viejo ist hier nicht viel los, nur der karibische Regen prasselt auf unsere Windschutzscheibe. 

Etwas ausserhalb des Dorfes finden wir eine Reggea-Bar, die auch Camping anbietet. Die kommende Hurrikan-Saison (Juni-November) soll laut Meteorologen ausserordentlich heftig werden - für uns Grund genug, Spann-Band und -Stange bei unserem Sonnen-/Regen-Dach zu montieren. Jetzt noch schnell die Wäsche abliefern, bevor wir es uns unter unserem noch trockenen Vorplatz gemütlich machen. 

Von grau/schwarz zu blau - am dritten Tag zeigt sich die Sonne wieder, es wird richtig warm und alles strahlt in den schönsten Farben.

In Cahuita haben wir die Musik von Walter Ferguson kennengelernt (danke Elena). Hier steht auch ein Denkmal von ihm. Ferguson wurde 1919 in Panamá geboren, zog mit 2 Jahren nach Cahuita und gilt als Vater der Calypso-Musik. Er singt hauptsächlich in 'Patuá', eine jamaikanisch-kreolische Sklaven-Sprache mit englischen Wurzeln - uns gefällt's!

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Cabin in the Wata
von Walter Ferguson
02 Cabin In the Wata.m4a
MP3 Audio Datei 9.5 MB

Am nächsten Morgen regnet es bereits wieder, aber wir lassen uns von unserem Vorhaben nicht abbringen. Wir wollen den 9km langen Pfad durch den Nationalpark Cahuita bewandern. Dieser NP ist der älteste Park in Costa Rica und umfasst die Landnase östlich von Cahuita und einen grossen Meeresabschnitt mit einem vorgelagerten Korallenriff.

 

Mit einem Taxi fahren wir zum Eingang Puerto Vargas, wo wir von einer Gruppe Brüllaffen lautstark begrüsst werden. Nun stoppt glücklicherweise auch der Regen und wir laufen die ersten Kilometer trockenen Fusses auf einem Holz-Steg über ein überschwemmtes Dschungel-Gebiet. 

Weiter geht es dem hellen Sandstrand entlang um die Landnase 'Punta Cahuita' herum. Dabei müssen wir extrem aufpassen, dass wir die kleinen Einsiedlerkrebse, die uns ständig über den Weg laufen, nicht zertrampeln. 

Vom 300m entfernten Korallenriff liegen haufenweise Riff-Abbrüche am Strand. Die vielen Krebse haben in diesen Schutthalden Gelegenheit, ihre Wohnungen gegen was grösseres/komfortableres auszutauschen ;o)

Im feucht-warmen Klima gedeihen verschiedenste kleine und grosse Pilze und verzieren die herumliegenden Hölzer. 

Auf den letzten drei Kilometern müssen wir noch zweimal einen Fluss überqueren – ohne Brücke. Es braucht schon etwas Überwindung in dieses Kaffee-braune Wasser zu steigen, denn nur ein paar Meter vorher wurden wir von den hier offenbar anwesenden Cocodrilos/Krokodilen gewarnt!!

 

Die grösseren Tiere des Parks wie Puma, Ozelot, Wasch- und Wickelbär bekommen wir leider nicht zu Gesicht, dafür ganz viele kleine interessante Kriecher, Hüpfer, Krabbler und Flieger. 

Unsere Verabschiedung aus dem Park übernimmt Petrus mit einem zünftigen tropischen Regenguss - für einmal eine willkommene Erfrischung.