Vulkan Arenal

02.-04.07.2021

Unsere Rundfahrt durch Costa Rica nähert sich langsam dem Ende zu - aber ein Zückerchen haben wir noch vor uns - das Gebiet um den Vulkan Arenal.

 

Wir verlassen San José via San Ramón - gem. Reiseführer eine Zigarrenhochburg. Dort finden wir aber trotz intensiver Suche und mit grosser Unterstützung der Bevölkerung nur ein kleines Kleidergeschäft, das zwischen Blusen, Hosen und Socken ein paar selbst gerollte Zigarren verkauft.

Etwas enttäuscht von diesem Abstecher geht die Fahrt weiter Richtung Arenal. Eine enge, unübersichtliche, kurvenreiche Strasse, rechts und links hohe Sträucher und Bäume. Langsam zieht Nebel auf.

 

Plötzlich lichtet sich der Himmel und majestätisch steht er vor uns - der angeblich schönste Vulkan Mittelamerikas - der 1670m hohe Vulkan Arenal. Der eindrückliche Schicht-Vulkan zeigt sich in perfekter, konischer Form.

 

Unser Nachtlager schlagen wir im Nationalpark Arenal - direkt zu Füssen des Vulkans auf.

Heute Samstagmorgen sind wir um 08:00 Uhr die ersten Wanderer auf dem Sendero Bosque 1968 - nicht schwierig, wir haben ja direkt neben dem Eingang übernachtet ;o))

 

Der 4 km lange Rundweg unterhalb des Vulkans führt durch die bereits wieder überwachsenen Lavafelder des letzten grossen Ausbruchs 1968. Ein Erdbeben erweckte damals den Riesen aus einem 400-jährigen Tiefschlaf - 90 Menschen fanden den Tod. Bis im Oktober 2010 war der Vulkan Arenal noch dauernd in Bewegung, heute steigt nur noch Rauch aus seinem Schlund - wir können also getrost zu seinen Füssen rumkraxeln.

Die Weiterfahrt entlang des Arenal-Sees - etwa so gross wie der Zürichsee - ist eine kleine Enttäuschung. In den Reisebeschreibungen wird diese Strecke hochgelobt, aber einen Blick auf den See und den Vulkan ist bei dieser überwachsenen Uferstrasse kaum möglich. 30 lange Kilometer fast nur Sträucher und Bäume :o(

Auch unser Übernachtungsziel, das Schweizer Hotel Los Héroes/Die Helden ist geschlossen. Wir müssen uns eine andere Bleibe suchen, was sich als schwierig herausstellt. Der erste Platz nimmt keine Camper mehr auf, der zweite warnt uns vor der sehr lauten nächtlichen Party-Musik und der dritte ist geschlossen. Glück haben wir beim Hotel Mystica, das uns gegen ein Nachtessen Asyl gewährt. Bei einer Pizza, einem Insalada Caprese und einem (doch noch) herrlichen Blick auf den See beenden wir diesen Fahrtag.