Mérida

12.-16.11.2021

Die Spanier gründeten 1542 Mérida auf den Ruinen der alten Maya-Stadt T’ho. Die rasterförmig angelegten Strassen dieser typischen Kolonialstadt haben keine Namen - sondern Nummern. Die Strassen mit geraden Zahlen verlaufen in Nord-Süd-Richtung, die mit ungeraden von Ost nach West.

 

Im Zentrum, der mit dem Sisal-Anbau reich gewordenen Stadt, liegt der Zócalo/Plaza de la Independencia, wo sich abends die Einheimischen zu einem Schwatz treffen.

Wir nehmen ein Taxi und fahren in den nördlich gelegenen Paseo de Montejo - einer der schönsten Strassen Méridas. Wir spazieren dem Boulevard entlang ins Zentrum und bewundern die Prachtbauten der Blütezeit des 19. Jahrhunderts.

Mittlerweile ist es dunkel. Bei einem Italiener - an der Plaza Santa Lucia - gibt’s eine feine Pizza und ein Glas Malbec. Die Kathedrale, das Rathaus und der Palast des Stadtgründers Montejo am Zócalo sind beleuchtet und erstrahlen in einer spezielle Atmosphäre. 

Da wir Mérida gestern nur im Dunkeln gesehen haben, schauen wir uns heute die Innenstadt nochmals bei Tageslicht an. Zu Fuss laufen wir in der Mittagszeit durch die praktisch ausgestorbenen Strassen - es ist Siesta - zum Zócalo. Im Zentrum und im Markt scheinen die Menschen keine Zeit für Siesta zu haben, denn hier ist doch einiges los. In einem kühlen Innenhof können wir der Sonne entfliehen und unseren Durst mit einem Ananassaft löschen. Jetzt sind wir wieder fit für den 2km-Marsch zurück zum Hostal/Camping La Ermita, wo noch ein Berg schmutziger Wäsche auf eine Reinigung wartet.