Alaska/Haines - Skagway

Der Ort liegt wunderschön am blauen Chilkoot Inlet Fjord und erinnert uns etwas an den Urnersee.

Haines selber wird aber nicht grosse Spuren in unserem Gedächtnis hinterlassen. Ausser ein paar wenigen alten Gebäuden und vielen Souvenirläden gibt es hier nicht viel zu sehen. Auch die lokale Bier-Brauerei mit den zu hopfigen/bitteren IPAs entzückt uns nicht. 

Um doch noch migrierende Lachse zu sehen unternehmen wir einen Ausflug per Mountain Bike. Wir radeln ans Ende des Fjords zum Chilkoot River. Hier sind nicht nur die Fischer wieder voll in ihrem Element, sondern auch Seelöwen warten auf Lachse- vermutlich vergeblich. Ausser einer gefangenen Dolly-Forelle sehen wir den ganzen Tag kein anderes Fisch-Wesen. Enttäuscht radeln wir wieder nach Haines zurück.

Heute Sonntag - bei immer noch tollem Wetter - nehmen wir die Fähre nach Skagway.

1897 - der Unternehmer Captain William Moore legte von Skagway aus Saumwege über White Pass und Chilkoot Pass an, um die rasch wachsende Anzahl Goldsucher über die Grenze nach Kanada/Whitehorse und damit ins 800km entfernte Dawson City zu bringen - natürlich gegen eine kleine Gebühr. 

 

Für die in Skagway gelandeten Goldsucher begann somit hier der sehr entbehrungsreiche Weg in den kanadischen Norden. Nicht nur die Menschen litten unter den harschen Bedingungen, auch die Pferde wurden bis zum Umfallen geschunden. Angesichts der mehr als 3000 Pferdegerippe am Wegesrand wurde dieser Saumweg bald auch unter dem Namen Dead Horse Trail bekannt.

Noch heute stehen in Skagway einige der um die Jahrhundertwende erbauten Gebäude. Daher legen in den Sommermonaten täglich einige Kreuzfahrtschiffe an und entladen unzählige Touristen. Sie flanieren über die  Holzstege, freuen sich an den Auslagen in den zahllosen Juweliergeschäften und kaufen T-Shirts 'Ich war in Skagway' in den noch zahlreicheren Souvenirläden. Nach einem schnellen Bier geht's zurück aufs Schiff und Skagway wird wieder zur Geisterstadt. Wir essen noch ein feines Nachtessen in einem altehrwürdigen Restaurants, stellen uns auf einen ruhigen Übernachtungsplatz und werden Alaska morgen verlassen.