Strohmuseum Wohlen

In der ehemaligen Strohfabrikantenvilla Isler in Wohlen widmet sich das Strohmuseum der aussergewöhnlichen Geschichte der Freiämter Hutgeflechtindustrie.

In keiner anderen Region der Welt sind im 19. Jahrhundert solch feine Hutgarnituren hergestellt worden wie im aargauischen Freiamt. 

Aus schlichten Strohhalmen entstanden hier die feinsten Hutgarnituren und Geflechte aller Art. Stroh war im Freiamt über zwei Jahrhunderte fest mit dem Alltag der Menschen verbunden. Was im 18. und 19. Jahrhundert als Heimarbeit begonnen hatte, entwickelte sich zu einer exportorientierten Industrie für einen internationalen Modemarkt. Es bescherte Wohlen einen wirtschaftlichen Aufschwung und machte das Dorf als "Chly Paris" für seine feinen Geflechte weltbekannt.

Im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts setzte langsam der Niedergang ein und Stroh musste den synthetisch hergestellten Produkten weichen.