01.-5. Februar 2026
Da unser Camper erst zwei Tage vor unserem Kurztrip nach Garmisch-Partenkirchen (kurz GaPa genannt) vom Strassenverkehrsamt Aargau freigegeben wird, entschliessen wir uns, dorthin mit dem PW zu fahren und im Gästehaus Angela zu nächtigen.
Die 1935 fusionierten Orte Garmisch und Partenkirchen sind ein bekanntes Reiseziel für Wintersportler. Da in kurzer Zeit bei uns zwei Operationen anstehen, wollen wir kein Unfallrisiko eingehen und beschränken uns aufs Wandern und die Gegend zu erkunden.
Der gemütliche Ort beeindruckt uns mit seinen alten sonnenverbrannten Holzhäusern und den aufwendigen Fassadenmalereien, die Geschichten vergangener Epochen erzählen.
Dazu kommt, dass wir uns ja in Oberbayern befinden. Zahlreiche Wirtshäuser locken mit leckerem Weissbier, mit Haxe und Bratkartoffeln, Braten und Knödel oder ganz einfach mit Käsespätzle, yammy!
Blauer Himmel und die Sonne blinzelt zwischen den Bergspitzen durch. Der perfekte Tag für den Ausflug auf die Zugspitze, mit 2.962m der höchste Berg Deutschlands. Der Gipfel kann mit der Zugspitzbahn oder der Seilbahn erreicht werden. Wir entscheiden uns für eine Rundfahrt.
Am Zugspitzbahnhof in GaPa beginnt die Fahrt mit der Zahnradbahn Richtung Eibsee. Kurz danach fährt die Bahn in den Zugspitztunnel ein und klettert Meter um Meter durch den kompakten Kalkstein dem Zugspitzplatt auf 2600m entgegen. Wir geniessen die wunderbare Aussicht auf die umliegenden, mit Schnee bedeckten, Berge.
Mit der Gletscherbahn geht es weiter in luftige Höhen und nach fünf Minuten erreichen wir die Spitze mit einer beeindruckenden Fernsicht auf unzählige Gipfel.
Sehr imposant ist auch die Fahrt mit der Luftseilbahn runter zum Eibsee. Nicht nur passieren wir die mit 127m weltweit höchste Stahlstütze, wir legen auch gleichzeitig den weltweit grössten Gesamt-Höhenunterschied von 1.945m mit einer Luftseilbahn zurück.
Heute Dienstag steht ein weiteres Highlight auf dem Programm. Wir unternehmen eine Rundwanderung durch die Partnachklamm.
Der Weg führt direkt am Fluss Partnach entlang, über Stege, durch Tunnel und Galerien mit Ausblick in die tief eingeschnittene Klamm und auf die mit Eis verhangenen Wände der Schlucht.
Am Ende der Klamm folgen wir einem steilen Aufstieg zu den sonnigen Höfen der Graseck und weil das Runterlaufen dem Knie nicht gut tut, nehmen wir die Seilbahn zum Ausgangspunkt.
Am Nachmittag besuchen wir die historische Altstadt von Partenkirchen. Wir schlendern durch die Fussgängerzone der Ludwigstrasse, die mit ihrem traditionell bayerischen Charme und den prachtvoll bemalten Häusern besticht.
Der Mittwoch ist unser letzter Tag in GaPa, die Sonne versteckt sich hinter Wolken. Am Morgen laufen wir hoch zur Windbeutelalm. Die zum Teil eisigen Wege erschweren das Laufen und so beschliessen wir in der Hälfte abzubrechen und fahren nach Mittenwald an der österreichischen Grenze.
Die Stadt Mittenwald ist ein Stück Bayern, wie es im Bilderbuch steht. Historische Häuser mit bunten Malereien zieren die Fussgängerzone und mittendrin der reich bemalte Kirchturm von St. Peter & Paul. Das Innere der Kirche ist mit zahlreichen Fresken reich verziert und jeder angestammte Dorfbewohner findet seinen persönlich angeschrieben Platz im Kirchenbank.
Südöstlich erhebt sich majestätisch der Karwendel. Leider fehlt uns die Zeit, um mit der Luftseilbahn hochzufahren. Das heben wir uns für ein anderes Mal auf ;o)


























































